19. JAHRGANG - AUSGABE VOM 27. APRIL 2017
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REPORTAGEN

Reportagen rund um die DomRep

CASTING FÜR NEUE TV-DOKU

Liebe im Ausland? - Heirat in Deutschland

Nirgendwo fällt das Flirten leichter als im Urlaub unter Palmen. So manch heißer Urlaubsflirt wird zur großen Liebe und landet erwartungsvoll vor dem Traualtar. Die deutsche TV-Produktionsfirma Warner Bros. will nun Paare mit eben dieser Geschichte für das deutsche Fernsehen auf ihrem Weg zum Traualter begleiten. Schon in diesem Jahr soll weltweit gedreht werden, wenn sich Deutsche und ihre ausländischen Partner auf das Ja-Wort vorbereiten, auch Heiratswillige aus der Dominikanischen Republik können dabei sein. Nirgendwo fällt das Flirten leichter als im Urlaub unter Palmen. So manch heißer Urlaubsflirt wird zur großen Liebe und landet erwartungsvoll vor dem Traualtar. Die deutsche TV-Produktionsfirma Warner Bros. will nun Paare mit eben dieser Geschichte für das deutsche Fernsehen auf ihrem Weg zum Traualter begleiten. Schon in diesem Jahr soll weltweit gedreht werden, wenn sich Deutsche und ihre ausländischen Partner auf das Ja-Wort vorbereiten, auch Heiratswillige aus der Dominikanischen Republik können dabei sein. Es werden dann sowohl die Wurzeln der karibischen Braut oder des karibischen Bräutigams gezeigt, als auch das gemeinsame Leben in Deutschland. Denn in der Heimat des deutschen Partners soll das Paar heiraten und auch leben wollen.

Wer sich also gerade bis über beide Ohren in der DomRep verliebt hat oder sich in einer binationalen Partnerschaft befindet und eine Hochzeit in Deutschland plant, kann sich für die neue TV-Doku über uns bei Warner Bros. TV bewerben.

RESTAURANT-TEST / FRÜHSTÜCKSREPORT

Frühstücken in Sosúa - die Hohe Kunst des Einfachen

Sosúa hat sich über die Jahre hinweg zum Urlaubsort für Individualtouristen entwickelt. Unzählige kleine Hotels und Pensionen bieten Zimmer mit Übernachtungspreisen von 20 bis 60 Euro an - Frühstück ist allerdings nicht immer inklusive. Die Auswahl an kleineren Cafe's und Restaurants, die ein Frühstück für Jedermann anbieten, ist entsprechend groß. Die Preise liegen mit plus/minus 200 Pesos (ca. vier Euro) fast überall gleich, in der Qualität, Frische und Sauberkeit gibt es hingegen gravierende Unterschiede, genauso beim Service von wirklich freundlich bis hin zu unaufmerksam, ermüdend langsam oder gefühlt genervten Bedienungen. Unsere Redaktion hat acht Restaurants getestet... Sosúa hat sich über die Jahre hinweg zum Urlaubsort für Individualtouristen entwickelt. Unzählige kleine Hotels und Pensionen bieten Zimmer mit Übernachtungspreisen von 20 bis 60 Euro an - Frühstück ist allerdings nicht immer inklusive. Die Auswahl an kleineren Cafe's und Restaurants, die ein Frühstück für Jedermann anbieten, ist entsprechend groß. Die Preise liegen mit plus/minus 200 Pesos (ca. vier Euro) fast überall gleich, in der Qualität, Frische und Sauberkeit gibt es hingegen gravierende Unterschiede, genauso beim Service von wirklich freundlich bis hin zu unaufmerksam, ermüdend langsam oder gefühlt genervten Bedienungen.
Unsere Redaktion hat acht Restaurants getestet:

"Charlies" - bestes Frühstück in Sosúa *****

Wer richtig gut in Sosúa frühstücken will, kommt am "Charlies" nicht vorbei. Der eindeutige Testsieger liegt zwar etwas Abseits vom Mainstream am mittleren Ende der Pedro Clisante und gehört räumlich zum „Club Residencial“, der Weg dorthin lohnt sich aber allemal. Highlight ist "Charlies Frühstück" für 200 Pesos (rund vier Euro). Zunächst kommt ein erster Kaffee auf den Tisch (2 Tassen sind im Preis enthalten), der auf gute Laune beim Warten auf das eigentliche Frühstück einstimmt. Dann wird üppig serviert - zwei Eier auf den Punkt gebraten, eine reichhaltige Auswahl an frischer Wurst und Käse, ein eisgekühlter(!) Saft nach Wunsch, dazu ein vollgepackter Brotkorb mit frischem Weiß- und Schwarzbrot vom deutschen Bäcker um die Ecke. Allein die Johannisbeer-Marmelade für sich hätte schon einen Gourmet-Stern verdient. Dass die Qualität auf dem Teller stimmt, liegt an Charlies „Frühstücksengel“ Sami. Die agile Dominikanerin achtet penibel über jedes Frühstück und sorgt dafür, dass nichts am Tisch fehlt. Trotz des günstigen Preises setzt Chef Charlie auf Qualität: Nur beste Ware kommt auf den Tisch, selbst die Salz- und Pfefferstreuer sind importierte US-Premiumware. Hier zu frühstücken ist Wohlfühlen pur. Wenn es überhaupt etwas zu Toppen gibt, bleibt nur der Rat, den Kaffee statt aus einer Großraumkanne besser aus einem Vollautomaten frisch aufzubrühen...

Casa Valeria**** - Stilvolles Ambiente trifft Qualität

Nur knapp hintendran liegt das "Casa Valeria" in der Calle Dr. Rosen. Zum Festpreis von 200 Pesos (inkl. Steuer und Bedienung) werden neun verschiedene Frühstücksvariationen angeboten. Getestet haben wir das "El Americano", zwei Eier nach Wunsch zubereitet, serviert mit Speck, Schinken oder gegrillter Salami, Bratkartoffeln, 5 Scheiben Toast und 2 Sorten Marmelade. Dazu ein frischer, eisgekühlter Orangensaft sowie ein unübertrefflicher Kaffee aus einem Kaffeevollautomaten des Kaffeerösters "Santo Domingo" - besser geht's kaum. Der Service ist schnell und im Gegensatz zu manch anderer Lokalität aufmerksam bei der Sache. Das „Casa Valeria“ ist ein wahres Kleinod. Genauso freundlich wie die Bedienung ist das Ambiente des kleinen Restaurants. Der offene Hacienda-Style vermittelt eine wohlige Behaglichkeit, man sitzt bequem und sehr gepflegt zwischen warmen Farben und edlen dunklen Hölzern. Auch in Punkto Sauberkeit setzt das "Casa Valeria" Maßstäbe, kein Besteck und kein Salzstreuer "klebt", das Porzellan hat keine ausgeschlagenen Kanten und - wenngleich es sich auch etwas penibel anhört - es gibt keinerlei Fliegen, die während des Frühstückens permanent vom Teller oder der Marmelade verscheucht werden müssen. Kurz nach Redaktionsschluss hat das "Casa Valeria" seine klare Preisstruktur leider aufgehoben und die genannten Festpreise durch eine neue Karte ersetzt. Schade...

El Rancho**** - des Deutschen liebstes Haus

Bereits ab 7.30 Uhr lädt das "El Rancho" in der „Calle Sin Salida“ zum Frühstück ein. Sieben verschiedene Variationen listet die Karte. Getestet haben wir das "Große deutsche Frühstück" für 250 Pesos (inkl. Steuern und Bedienung). Eine Tasse Filterkaffee und ein kleines Glas Saft nach Wunsch sind inklusive. Serviert wird eine reichhaltige Wurst- und Käseplatte, ein zusätzlicher Teller mit Leberwurst und eine selbstgemachte Käse-Zwiebel-Creme, ein (leider zu hart) gekochtes Ei, zwei große, aufgebackene Baguettebrötchen sowie eine vorzügliche, hausgemachte Mango-Marmelade. Der auf der Karte stehende Honig fehlte, wurde aber auf Nachfrage kommentarlos nachgereicht. Vom Ambiente bietet das "El Rancho" ein mediterranes Styling mit viel Grün rundherum, Rattansesseln, Sitzbänken, großen und kleinen Holztischen, wobei man für das große Frühstück auf jeden Fall einen großen Tisch benötigt - serviert wird auf vier Tellern. Wer es mag, beim Frühstücken fernzusehen, hat im "El Rancho" von vielen Plätzen aus einen guten Blick auf den Fernseher. Was positiv auffällt, es gibt auf allen Tischen kleine Mülleimer, was das Handling erleichtert. Leider klebten dafür die Salzstreuer. Das Personal ist mäßig freundlich und serviert eher leidenschaftslos. So lag das Besteck z.B. falschherum und der vorab servierte Kaffee geriet in unendlich weggeschobene Ferne. Bei einem derart großen Frühstück wünschte man sich übrigens gern 2 Tassen Kaffee (jede weitere Tasse kostet 50 Pesos). Was den Kaffeegeschmack betrifft, muss man Glück haben. Je nachdem, wie lange der Kaffee bereits auf der Warmhalteplatte stand, bekommt er einen bitteren Beigeschmack. Etwas störend ist, dass sich Chef "Andy" gern lautstark mit seinen Lieferanten oder Personal „erörtet“, um nicht streitend zu sagen. Anderseits hat er alles im Blick und ist immer um jeden Gast persönlich besorgt.

New Garden**** - American Diner in Sosúa

Platz 4 geht an das nur unweit vom "Casa Valeria" entfernte Restaurant des Hotels "New Garden". Beliebt ist es vor allem bei US-amerikanischen Gästen, nicht zuletzt wegen seiner Reichhaltigkeit. Zwischen 130 und 260 Pesos (inkl. Steuer und Bedienung) werden 15 verschiedene Frühstücksvariationen angeboten. Kaffee gibt es reichlich aus einer Thermoskanne, die zusammen mit einem Kännchen Milch auf den Tisch gestellt wird. So hat man bei einer Tasse Kaffee Zeit, sich entspannt für eines der Menüs zu entscheiden. Trotz Warmhaltekanne war die Geschmacksqualität des Kaffees überraschend gut. Getestet haben wir das Frühstück Nr. 7, bestehend aus 2 Eiern die nach Wunsch zubereitet werden, Bratkartoffeln, gebratenem Speck, vier Scheiben Toast und einer Portion echter dänischer Butter. Der Koch versteht sein Handwerk, alles war auf den Punkt zubereitet, geschmacklich top und durchweg fettarm angerichtet. Das Ambiente des "New Garden" gleicht durch das angeschlossene Hotel eher einer Lobby, man sitzt angenehm luftig offen. Wer gern schlemmt, kommt also nicht so leicht ins Schwitzen. Mehrere Servicekräfte sind zudem ständig um das Wohl des Gastes besorgt. Der Service ist durchweg aufmerksam, schnell und freundlich. Einziger Nachteil des "New Garden": es wird leicht schnell laut, wenn es voll ist. Amerikaner lieben es, sich gern lautstark am Tisch zu unterhalten.

Belgische Bäckerei****

Darf es eine süße Kleinigkeit zum Frühstück sein? Ein „Café au lait“ mit einem ofenfrischen Croissant oder ein „Café crema“ mit einem Kaffeestückchen? - typisch französisch lässt es sich in der „Belgian Bakery“ frühstücken. Wer den Geruch von frischen Backwaren liebt und bei Blätterteig und Spritzgebäck ins Schwärmen gerät, kommt voll hier auf seine Kosten. Das kleine Backhaus bietet eine riesige Auswahl an süßen Kleinigkeiten, die zu einem wirklich überzeugend gutem Kaffee auf der Außenterrasse mit Blick auf die Pedro Clisante serviert werden. Das in frischem Weiß und zartem Blau gehaltene Ambiente erinnert an den Stil der ehemaligen Kolonialzeit. Vor rund 15 Jahren nahmen Schweizer Auswanderer viel Geld in die Hand und erbauten ein stilvolles Kolonialzeit-Holzhaus, das unter dem Namen „Tanjas Pastry“ (seinerzeit die beste Konditorei weit und breit) eröffnete, dann aber (leider) über viele Jahre hinweg leer stand. Wer eine Abwechslung zum täglichen Frühstücks-Einerlei aus Eiern, Schinken, Brot, Wurst und Käse-Frühstück sucht, sollte auf jeden Fall einmal hier den Tag beginnen, allein der Kaffee ist es wert...

La Costera*** - klein und fein

Klein aber fein - bereits seit Jahren gibt es das „La Costera“ an der Pedro Clisante. Früher gut besucht, waren bei unseren letzten Besuchen eher weniger „Frühstücker“ zu Gast. Um die außen angebrachte Menükarte lesen zu können, steht man fast schon im Restaurant, was eine gewisse Hemmschwelle bedeutet, da man während des Lesens bereits die musternden Blicke der Bedienung spürt. Dennoch, die gemütlich kleine Terrasse lädt ein zum Verweilen. Beim Hinsetzen kam ein kurzes Rufen der Bedienung aus dem Hintergrund: „Deutsch?“ und weniger später folgte die sprachlich passende Frühstückskarte. Leider überzeugte uns das ausgewählte Frühstück nicht wirklich. Die Brötchen wirkten billig eingekauft und die servierte Wurst machte ebenfalls keinen leckeren Eindruck. Schade. Das Frühstück ist mit reichlich Aufschnitt, Ei, Kaffee und Saft aber auf jeden Fall groß genug, um gut in den Tag zu starten.

News Cafe** - ehemaliges Internetcafe überzeugt nicht

Wenngleich das "News Cafe" nur die Straßenseite vom „Charlies“ trennt, liegen zwischen den beiden Frückstücksrestaurants Welten. Bereits die Bedienung fühlt sich bei der Aufnahme der Bestellung genervt und läuft - währenddessen man mitteilen möchte, was man gern zum Frühstücken hätte - weg, sodass man kaum weiß ob sie verstanden hat, was man will oder eben nicht. Dennoch kam zunächst ein recht ordentlicher Kaffee nach dominikanischer Machart (aus dem Espressokocher) auf den Tisch. Zwei Tassen sind je Menü inklusive, ein Glas verdünnter Orangensaft aus der Tüte ebenso (allerdings nur auf Nachfrage). Der Rest dauert - 20 Minuten mindestens. Dem Ambiente des ehemaligen Internetcafes fehlt leider jede individuelle Note. Ein paar verwitterte Fahnen an der Decke, ein zusammengewürfeltes Mobiliar, dafür aber alles luftig offen. An den riesigen Viertischen sitzt man leider recht unbehaglich. Die Armlehnen kleben von was auch immer – so löste sich an unseren Stühlen z.B. die grüne Farbe vom Metall und klebte sich am Arm fest. Wer ein Sauberkeitsfanatiker ist, sollte allenfalls nicht zu genau hinsehen... Der Gäste-Mix aus US-Amerikaner, Kanadiern und dominikanischen Mädchen besteht überwiegend aus diversen Tingeltangel-Bekanntschaften, die die Nacht bis zum Frühstück „überlebten“ – während des Wartens auf's Frühstück ein amüsanter Anblick, aber dennoch unangenehm, da viele Girls ununterbrochen husten und wo immer möglich, gern die Servietten von den Nachbartischen einkassieren. Das gefühlt endlos lange Warten wurde leider nicht belohnt: Obwohl recht reichhaltig, überzeugte das servierte Frühstück „“ für 200 Pesos überhaupt nicht. Wabbelige Eier, lasches Brot, Billig-Belag. Ein Bemühen um Qualität ist im News Cafe nur schwer erkennbar. Was uns überhaupt nicht gefiel: An den Tischen gibt es jede Menge Fliegen. Nicht nur, das diese schneller als das Frühstück selbst am Tisch sind, das massive Auftreten und penetrante „Gesumme“ am und auf dem Teller stört das Frühstücksvergnügen doch erheblich...

Sinatras (ehemaliges P.J.) *- einst Top, jetzt Flopp

Das ehemalige "P.J.", das im Herzen Sosúa's bis heute in jedem Reiseführer unter diesem Namen zu finden ist, nennt sich heute "Sinatra's" und wirbt mit einem großen Banner für ein "Kontinentales Frühstück" bis 11 Uhr für 160 Pesos. Also ausprobieren. Der erste Eindruck: Die vom Kellner überreichte Speisekarte klebte furchtbar vor Dreck. Eigentlich wollten wir ohnehin nur das "Aktionsfrühstück", aber bei einem Blick in die Speisekarte fiel auf, dass man bereits ab 150 Pesos (bei gleicher Menü-Zusammenstellung und dafür sogar noch Käse bekommt) frühstücken kann. Es dauerte fast 25 Minuten bis endlich das Frühstück serviert wurde. Die Zusammenstellung auf dem Teller sah appetitlicher aus, als sie es dann geschmacklich war. Die Eier waren wabbelig-glitschig, der quadratische Formschinken billigster dominikanischer Machart zur Geschmacksverstärkung leicht in Öl angebraten und die offenbar mehr zu Deko servierten, aufgeschnittenen Tomaten war alt und schmeckten fad. Einen unangenehm künstlichen Geschmack hatte vor allem die servierte salzige Margarine. Zusammen mit der in einem Plastikbecher servierten, fast flüssigen Erdbeermarmelade (wenn man dies überhaupt als Marmelade denn als flüssiges Gelee bezeichnen kann) ein "NoGo". Einzig die zwei servierten Melonenscheiben sowie eine halbe Scheibe Ananas gaben dem Frühstück etwas an Frische. Insgesamt waren wir von diesem Frühstück sehr enttäuscht. Obendrein kostete das Aktionsangebot dann auch nicht 160 Pesos, sondern 188 Pesos, was daran lag, dass man noch schnell Steuern und Bedienung hinzurechnete und darauf verwies, das dieses so in der Speisekarte stehe. Übrigens ein beliebter Trick, um Gästen einen günstigen Preis vorzugaukeln.

Wo wir überall waren: Getestet haben wir das "Casa Valeria", "New Garden", "News Cafe", "Sinatra", "Bäckerei Moser", "La Costera", "El Rancho", "El Conde" und Charlies.

DIE ZEITEN ÄNDERN SICH - ES WIRD SCHÖN UND GEORDNET...

Sosúa - die "Ballermann-Meile der Karibik" will sich neu erfinden

Sonne, Sex und Saufen - bislang galt Sosúa kaum als Reiseziel anspruchsvoller Touristen. Doch die "Ballermann-Meile der Karibik" will sich neu erfinden - mit einem Imagewandel. Gut 20 Jahre wurde diskutiert, wie sich aus Sosúa eine stilvolle Tourismusmeile machen lässt - nun kommt Bewegung in die Sache. Sonne, Sex und Saufen - bislang galt Sosúa kaum als Reiseziel anspruchsvoller Touristen. Doch die "Ballermann-Meile der Karibik" will sich neu erfinden - mit einem Imagewandel. Gut 20 Jahre wurde diskutiert, wie sich aus Sosúa eine stilvolle Tourismusmeile machen lässt - nun kommt Bewegung in die Sache.

"Die Zeiten haben sich geändert", so Sosúa-Urgestein Peter Brockmans, Inhaber der Valentino-Bar an der Calle Duarte, mitten im Zentrum der Stadt. "Viele Jahre haben ich und einige wenige Gleichgesinnten mit mir darauf gewartet, dass das "Chaos von Sosúa" einen positiven Umkehreffekt erfährt - ähnlich wie Mallorca, weg vom Klischee der "Putzfraueninsel" hin zum anspruchsvollen Urlaubsziel. Es ist an der Zeit aus dem verdorbenen Lustgarten einen kulturellen Treffpunkt zu gestalten, aus Missgunst und Neid einen Austausch der Kulturen zu bewirken.

Sosúa ist über die Jahre hinweg multinational geworden. 72 Nationen in Residencias bieten unendlich viel Potenzial zur kulturellen Verbrüderung. Speisen, Getränke, Folklore, Kunst, Tanz, Theater - das sind die grundsätzlichen Dinge, mit denen es beginnt, in Harmonie miteinander umzugehen und sogar Sprachbarrieren zu überwinden.

Ein neues Projekt soll hierzu wegbereitend sein: Das "Privilegio Cultural". Unter dem Motto "Kultur, das sind wir!" soll ein neues Aushängeschild für Sosúa entstehen.

Peter Brockmans versteht es so: Mit "Kultur, das sind wir!" sind alle gemeint, die daran arbeiten, in diesem Sinne Veränderungen zu schaffen. Es kommt auf den Treffpunkt und dessen Seele an, ob und wie man Wohlbefinden erzeugt. Und natürlich auf den guten Geschmack und die Variabilität. Für uns ist das Beste gerade gut genug.

Gefragt sind Investoren, Ideen und Innovationen. Wir bieten 13 unterschiedliche Geschäftsformen, wollen aber nicht die "Wilden 13" sein, sondern in aller Ruhe die absolut besten Betreiber finden - auch wenn es Jahre dauert und nicht bedeutet, dass wir einfach mal anfangen. Wir wollen wachsen und uns entwickeln. Deshalb mein Aufruf: Und wenn "du" meinst, dass "du" speziell bist, dann laden wir "dich" ein, ein Teil des Ganzen zu sein. Alles, was "besonders innovativ" ist und herausragt, das wollen wir. Und wo kein Kapital vorhanden ist, da fördern wir Talente, so Brockmanns.

REISEBERICHT - VERSTECKTE SCHÄTZE

Die Ruinen von Engombe

Im Stadtbezirk Santo Domingo West, nur rund 500m vor der Mautstelle Richtung San Cristobal an der Autopista 6 de Noviembre befindet sich ganz versteckt die kleine Gemeinde Engombe. Nur wenige Einheimische wissen um die historischen Schätze, die sich in den Hügeln dieser Gemeinde verbergen, umso weniger ist der Ort bei Touristen bekannt. Im Stadtbezirk Santo Domingo West, nur rund 500 Meter vor der Mautstelle Richtung San Cristobal an der Autopista 6 de Noviembre befindet sich ganz versteckt die kleine Gemeinde Engombe. Nur wenige Einheimische wissen um die historischen Schätze, die sich in den Hügeln dieser Gemeinde verbergen, umso weniger ist der Ort bei Touristen bekannt.

Die Ruinen von Engombe, durch ein Dekret noch aus der Regierung des ehemaligen Präsidenten Joaquin Balaguer unter Denkmalschutz stehend, stammen bereits aus dem 16. Jahrhundert und waren einst eine der wichtigsten Zuckermühlen des Landes.

Der italienische Kaufmann Esteban Justinian erkannte 1532 die günstige Lage am Ufer des Haina Flusses, die eine ideale Verbindung zum Meer und damit beste Bedingungen für die Verschiffung der Ware in der zu damaligen Zeiten noch schwer zugänglichen Dominikanischen Republik bot. Wenn man sich heute den Ruinen nähert, fühlt man noch einen Hauch der vergangenen Zeiten in der Brise, die Besucher unter den alten Bäumen und dem heute sehr gut gepflegten Park genießen können. Die Ruine des palastartigen Haupthauses sowie der Kapelle Santa Ana sind gut erhalten, und können gefahrlos betreten werden, sind sogar ein beliebter Hintergrund für spektakuläre Hochzeitsfoto und ein Geheimtipp unter Fotografen.

Auch die Reste der Lagerräume und der Mühle sind noch erkennbar, und lassen nur erahnen, in welchem Reichtum die damaligen Herrschaftsfamilien gelebt haben, geben aber auch einen bitteren Beigeschmack über die Sklaverei, die in jenen Zeiten betrieben wurde. 100 afrikanische und 80 einheimische Sklaven sollen dort gehalten worden sein. Die Ruinen sind Teil des Parque Mirador West, deren weitläufige Flächen von der Autonomen Universität Santo Domingo (UASD) zu Forschungszwecken genutzt werden. Das Gelände eignet sich hervorragend für ein Picknick, ausgedehnte Spaziergänge und Mountainbike Touren. Der Name stammt übrigens aus dem afrikanischen und wurde von N'gombe abgeleitet, einen Ausdruck für Ochsen, mit denen die Sklaven die schwere Arbeit verrichteten.

REPORTAGE "EHTIK UND TOURISMUS" - TEIL 4

Chancen im oder für den Tourismus

Seit einer Zeit geistert der Begriff Ecotourismus durch mehr oder weniger Maß gebende Köpfe, durch die Print – Medien, via TV oder das Internet und wird auch hier und da bereits umgesetzt. Was auch immer sich hinter den verschiedenen Projekten verbirgt – eines ist sicher, am Anfang war stets eine Idee. Was die Menschen schlussendlich daraus gemacht haben und machen, ist zum Teil vorbildlich, öfters aber auch schlicht grotesk. In den letzten drei Beiträgen habe ich grob hiesige Umstände umrissen, die dem Leser der Beitragsreihe „Ethik im Tourismus“ die Unterschiede zwischen Wunschdenken und der Realität im Tourismus vor Ort aufzeigen wollen. Diese Beispiele wollen zeigen, wie der Hase seit langem läuft. Lassen sie uns in die Jetztzeit wechseln – in das Jahr 2014.

Seit einer Zeit geistert der Begriff Ecotourismus durch mehr oder weniger Maß gebende Köpfe, durch die Print – Medien, via TV oder das Internet und wird auch hier und da bereits umgesetzt. Was auch immer sich hinter den verschiedenen Projekten verbirgt – eines ist sicher, am Anfang war stets eine Idee. Was die Menschen schlussendlich daraus gemacht haben und machen, ist zum Teil vorbildlich, öfters aber auch schlicht grotesk.

Ich schreibe nun etwas, was unter der Kategorie „Chancen im oder für den Tourismus“ firmieren könnte. Wir alle haben online den Unterschied zwischen dem guten alten Internet von früher mit seinen millionen, privaten und institutionellen Webseiten und nennen wir es das Internet 2.0 von heute erlebt. Das Internet ist „sozial“ geworden durch Webseiten wie Facebook, Youtube, Twitter, etc. Es ist interaktiv geworden. Das gilt auch für „soziale“ touristische Webseiten wie Holidaycheck, Tripadvisor und andere touristische Seiten. Es geht auch hier in erster Linie um Kommerz und Business – in anderer Form! Es geht um neue Strategien der Vermarktung oder wie erreiche ich so viele potentielle Kunden für das beworbene Produkt. Der Weg ist neu aber das Produkt bleibt das Gleiche. Ziel damals wie heute ist - Wie bringt man viele Menschen an einen bestimmten Ort, damit er dort seine wertvollste Zeit des Jahres verlebt. Da ist nicht viel Ethik im Spiel, wenn man ehrlich ist. Alter Wein in neuen Schläuchen sozusagen. Andere Strategien, aber wie ist es um das Produkt bestellt?

Was ist Tourismus 2.0? - Ein paar Beispiele!

Betreff Hotels: Das Hotel ist dasselbe Hotel und man freut sich das es das noch gibt! Viele alte Hotels und Häuser mussten der Abrissbirne weichen! Es wurde optisch stilsicher renoviert und komplett neu gestrichen. Neue Möbel und schicke Flachbildschirme in allen Zimmern und WIFI ist heute Standard. Die Mitarbeiter tragen trendige oder schicke Uniformen. Alles ist viel großzügiger und gepflegter. Man kann herrlich chillen statt wie früher einfach abhängen.

Betreff Locations oder Restaurants: Das alte Lieblingsrestaurant vor Ort ist auch noch das Gleiche. Auch dieses wurde zwischenzeitlich neu gestrichen, trendig möbliert und bietet heute bessere Infrastruktur und neue Technik. Es hat WIFI für Gäste mit Zugangscode, ist ein Internet - Accesspoint und im Navi bestens verlinkt. Man findet es auf seinem Smartphone und auch der legendäre Wirt ist der gleiche alte Kämpe, etwas älter geworden und hoffentlich noch erfolgreicher als früher. Die Pizza ist längst „legendär“ bei den touristischen Stammgästen und die Mädels im Service sind genauso jung und knusprig wie stets und mit der nötigen Oberweite um den Herren ein Lächeln zu entlocken und den gewohnten bissigen Seitenblick wie stets der geliebten Gattin zu provozieren. Ach ja, die Preise sind gewaltig gestiegen. Aber das ist halt so in einem erfolgreichen Geschäft.

Betreff Orte und Destination: Der Ort hat in den letzten Jahren ein gewaltiges Update erfahren – die Straßen sind heute alle geteert aber dafür herrscht mehr Verkehr. Zierpalmen säumen die wichtigsten Wege, die zum Teil generös wieder eingehen. Man kann sie austauschen. Der Strand hat eine illuminierte Promenade statt der gurten alten Schlaglochpisten und überall stehen heute Mülleimer. Fleißige Arbeitstrupps putzen täglich das Strandgut weg. Die Tiendas sind bunter und verkaufen den Ramsch teurer. Neu sind die Edelboutiquen, Liqueurstores, Loungebars, Feinkostläden – nebst den üblichen oft aufdringlichen Straßenverkäufern und zwielichtigen Angeboten aller Art. Im Prinzip ist alles beim Alten!

Betreff Region: Die Region hat sich durch moderne Straßen und modifizierte Infrastruktur gemacht – man ist schneller vor Ort. Das sichtbare Resultat ist die bald wochenendliche Karawane von Tagesausflüglern aus den Ballungsgebieten zu den prämierten Playas und Touristenorten auf Samaná. Die bunten Tourbusse und großen, vielsitzigen Limousinen drängen sich jetzt an den Ausflugszielen – welche die gleichen wie früher sind. Nur sind sie heute zum Teil überlaufen und der zum Teil enorme Andrang wird durch freiwillige Helfer reguliert. Da stehen sie dann und die Musik dröhnt am Traumstrand aus all den Autoanlagen und zufriedene dominikanische Familienväter zelebrieren ihr Wochenende am Strand mit den mitgebrachten Freunden. Das kulinarische und flüssige Angebot kommt aus der vollen Kühlbox – vermeintlich günstig eingekauft in Santo Domingo und Co. . Dafür ist die Polizei omnipräsent und es passiert weniger als früher.

Ist das der gewünschte Tourismus 2.0?

Ich verstehe jeden, dem es heute besser geht als noch vor wenigen Jahren. Für ihn hat sich der Wunsch zumindest zum Teil erfüllt. Aber Hand aufs Herz – ist das wirklich so? Die Armut ist dieselbe, die Spieße sind bloß länger geworden und für Viele ist der Wunsch von einem besseren Leben sogar noch weiter weggerückt. Alles ist enorm teurer geworden – Dinge und Tatsachen wie Lebenshaltung, Ausbildung, Treibstoff, Strom, Lebensmittel, schlicht alles! Frage - Sind unsere Gäste heute zufriedener? Ich persönlich kenne viele Leute, die heute lieber nach Asien fliegen – weil dort alles viel besser, netter, spannender, und vor allem günstiger ist. Die neu akquirierten Gäste aus anderen und touristisch neu beworbenen Ländern kommen heute weniger lange und stellen andere Ansprüche. Meine Frage lautet - Wo sind all die alten Stammgäste geblieben… die sich früher, wenn sie vor Ort waren, z.B. an der „schönsten Bar der Welt“ an der Playa Coson bei Valerio sonntags nachmittags eigefunden hatten? Diese Zeiten sind lange vorbei und Valerio's Bar wurde zwischenzeitlich einfach abgerissen und der Ort ist somit Geschichte wie so viele ehemalige und beliebte Treffpunkte. Was war damals anders? Der Ort existiert noch aber er ist verwaist und eingezäunt und findet auch nach mehreren Jahren keinen solventen Käufer. Ein paar Meter weiter trifft man sich heute – und der natürliche Reiz des neuen Treffpunks kommt lange nicht an die alte Lokation heran! Die neue Kundschaft stärt das nicht, denn sie kennen den alten Charme nicht mehr! Der Unterschied aus meiner Sicht! Es war alles viel einfacher und unkomplizierter – es war schlicht gemütlich und alle waren jederzeit willkommen! Einheimische und Gäste gaben sich ein Stelldichein, Freundschaften entstanden und man war sich einig – sowas war einmalig. Was wir heute haben, ist eher austauschbar oder uniform.

Beispiel 2. Pueblo de los Pesacadores in Las Terrenas!

Bekanntlich ist das Wahrzeichen von Las Terrenas einem Großfeuer zum Opfer gefallen. Man weiss bis heute nicht, was da genau passiert ist und das mag auch besser so sein! Tatsache ist, das das Tourismusmisterium finanziell mit viel Geld in die Bresche gesprungen ist und an der gleichen Stelle das neue Pueblo de los Pesacadores gebaut hat. Der Neubau ist technisch sicherlich weit besser – dafür ist er uniform in einem pseudorustikalen, karibischen Stil erbaut, alles sieht gleich aus - vermittelt eine edle Atmosphäre und man weiss im ersten Moment – hier ist es nicht billig – hier trifft sich die Szene und der echte Charme des alten, echten Fischerdorfes ist unwiederbringlich verloren. Viele sagen, das ist ein echter Verlust für den Touristenort von Samaná – die neuen Gäste aus aller welt kennen das alte Pueblo nicht und somit spielt das für sie keine Rolle!

Beispiel 3: der Ort Sanchez

Wer kennt Sanchez? Sanchez ist ein Ort, an dem viele Samaná Gäste bei der An- und Abreise vorbeichauffiert werden. Es ist ein historischer Ort und früher war Sanchez eine Zeit lang wohl der wichtigste Ort der Halbinsel Samaná. Hier legten die Frachtschiffe an und hier wurden die Früchte aus den Zentral - Kordilleren via Eisenbahn angeliefert, verladen und verschifft. Heute gibt es den Hafen nicht mehr, die Bahnlinie wurde vor vielen Jahren eingestellt und Sanchez versank seither in einen Dornröschenschlaf. Zum Teil zeugen heute die original, historischen Kolonialbauten und Gingerbredhäuser noch von dieser guten alten Zeit. Aus dem quirligen Ort wurde ein armes Fischerdorf. Heute ist Sanchez der Ort, von wo viele Leute ihren Tagesausflug in den Nationalpark Los Haitises beginnen oder beenden. Der Ort wäre eine Karibische Perle, wenn man hier investieren würde. Er wäre eine kulturelle Fundgrube und absolut sehenswert für Kultur - und geschichtsinteressierte Gäste aus aller Welt. So aber verfällt der Charme und viele verlassen den Ort und suchen ihre Chancen woanders – z.B. in Las Terrenas!

REPORTAGE "EHTIK UND TOURISMUS" - TEIL 3

Zuerst kommt das Fressen und dann die Moral!

Bei den einfachen Menschen in der Dominikanischen Republik herrscht eine für viele Europäer nicht verständliche oder nachvollziehbare Lebensart vor. Man könnte es so umschreiben: „Jeder neue Tag birgt eine neue Herausforderung und diese bestimmt dann vordergründig den Tagesablauf“. Es geht dabei oft um das „tägliche Brot“ was hier, wie fast überall essentiell, ganz oben auf der Tagesplanung steht. In reichen Ländern macht man sich darüber längst keinen Kopf mehr, weil so etwas gar nicht mehr zur Diskussion steht. Wie sagte Bert Brecht noch vor hundert Jahren „zuerst kommt das Fressen und dann die Moral!“ Bei den einfachen Menschen in der Dominikanischen Republik herrscht eine für viele Europäer nicht verständliche oder nachvollziehbare Lebensart vor. Man könnte es so umschreiben: „Jeder neue Tag birgt eine neue Herausforderung und diese bestimmt dann vordergründig den Tagesablauf“. Es geht dabei oft um das „tägliche Brot“ was hier, wie fast überall essentiell, ganz oben auf der Tagesplanung steht. In reichen Ländern macht man sich darüber längst keinen Kopf mehr, weil so etwas gar nicht mehr zur Diskussion steht. Wie sagte Bert Brecht noch vor hundert Jahren „zuerst kommt das Fressen und dann die Moral!“ Also so lange ist es auch in reichen Ländern noch nicht her, als man sich darüber Gedanken machen musste. Das nur so zur Erinnerung!

Ein kleiner Blick in das Dominikanische Leben gefällig? Das tägliche Essen kochen und dessen Beschaffung nimmt einen großen Teil der Zeit der Menschen in Anspruch. Gekocht wird meisten gemeinsam für eine große Familie und deren Anhang und da kommen schnell zwischen 10 - 15 Personen zusammen. Wer hier auf dem Land lebt, hat oft einen Hausgarten und hält sich diverse Nutztiere wie Hühner und anderes Federvieh, ein Schwein, Ziegen, eventuell eine Kuh oder ein Pferd, ein Maultier oder einen Esel. Ein Hausgarten mit großer Vielfalt ist jedoch nicht zu erwarten – man hat meist Platanos, Juandule, Yucca oder andere Wurzelgemüse (wenn genug Platz dazu vorhanden ist) eventuell Molontron und etwas Aji Verde, Kräuter, diverse Früchte wie Mangos, Zitrusfrüchte, Chinolas, etc. So ein Garten ist sehr hilfreich. Wer in der Stadt lebt, hat diese Möglichkeit eher nicht. Klar ist; große Familien machen viel Arbeit! Dazu gehört auch das Wäschewaschen – welches meist mit sehr einfachen Waschmaschinen oder oftmals gar noch von Hand gehandhabt wird. Es heißt nicht umsonst Waschtag, denn das nimmt viel Zeit in Anspruch
Bei Bauern oder Kleinbauern bestimmen die Tiere und die Felder den Tagesablauf und der Tag beginnt für diese Leute sehr früh. Klar werden Kinder und Jugendliche in diese Arbeiten mit einbezogen und so kann es passieren, das ein anstehender Erntetag auch den Schulbesuch, der eigentlich Pflicht ist, beeinflusst. Sprich, der Sohn muss an diesen Tagen sicher dem Vater helfen, anstatt in der Schule seine Zeit zu verbringen. Zuerst kommen immer die Familie und deren Angelegenheiten und dann alles Andere zum Tragen. Wenn Jugendliche in ein gewisses Alter kommen, meistens zwischen 15 und 17 Jahren, stehen Entscheidungen für den weiteren Lebensweg an. Normalerweise machen sich die Eltern vorher ihre Gedanken und es wurde durch das Familiennetzwerk bereits Weichen gestellt – was Sohn oder Tochter später einmal machen können. Beziehungen spielen hier eine vordergründige Rolle oder festgestellte Veranlagungen. Weiterführende Schulen, die es überall gibt, kosten im Gegensatz zu den staatlichen Grundschulen Semestergeld. Und genau hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Wuchs das Kind, der oder die Jugendliche in einer intakten Großfamilie oder gar in einem Familienclan auf, oder in sowas wie einer der vielen Patchwork – Familien. All das sind Faktoren die maßgeblich mit entscheiden, in welche Richtung das Leben der jungen Dominikaner gehen wird.

Hier kommt die große Zahl von Kindern ins Spiel, deren Mutter alleine erziehend ist und irgendwie schauen musste, dass sie mit den Kindern über die Runden kam. Diese Kinder sind besonders anfällig für Karrieren auf der Straße. Hier jedoch zu moralisieren, ist für die einen einfach und andererseits gibt es Leute wie ich, die wie ich seit geraumer Zeit vor Ort leben. Wir sehen das größtenteils in einem anderen Licht. Alleine das ist ein gutes Thema über eine weitere Beitragsserie!
Und genau hier kommt wieder der verheißungsvolle Tourismus mit all seinem "Drum und Dran" oder seinem "Für und Wieder" ins Spiel. Und - hier liegt sooft auch die Crux. Tourismus, Gastronomie, Hotellerie, Ausflugswesen, Adventure, Nachtleben, Prostitution… es gehärt alles zusammen – alles hat mir Dienst am Gast oder Kunden zu tun! Ob es nun ein normaler Wirt vor Ort ist, ob einheimisch oder Resident, oder ob es jemand aus all den anderen Branchen ist, die im Dunstkreis des Tourismus agieren oder ein hoffentlich verantwortungsvoller Personalchef oder Inhaber eines Hotels. Daneben gibt es die Entscheidungsträger der großen und edlen AI -Hotels, mit ihrem speziellen, auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Anforderungsprofil. Klar gibt es Favoriten und besonders begehrte Jobs wie Administration, Empfang, Animation, Gästebetreuung und daneben die gängigen Arbeiten wie Zimmerservice, Küche, Gärtner, Reinigungsteam, und Security.
Was fehlt, sind klar definierte Anforderungsprofile im Berufsleben. Pflichtenhefte sind etwas Exotisches und allen Dominikanern geht es in erster Linie um das Gleiche. Was bekomme ich und was muss ich dafür tun? In einem vorderen Beitrag der Serie hatte ich schon einmal eine spezielle Eigenart der Dominikaner kurz angesprochen. Im Vorfeld eine klares Statement: Es gibt keine Lehrberufe und es gibt auch keine Berufsschulen.

Es gibt den Kindergarten oder die Vorschule, Grundschule, Collegio (Gymnasium) und die Universität. Praktische Dinge lernt man eigentlich nur dort, wo man Arbeit findet. Und man ist erst mal ein Arbeiter oder Angestellter. Wer also ein halbes Jahr oder eine Saison in einem Restaurant gearbeitet hat, ist danach ein Kellner. War man in der Küche, nennt er/sie sich fortan Koch oder Köchin. War sein Job in einer Straßen - Werkstatt, die Mopeds flickt, ist er nun ein Mechaniker. Und so weiter… und logischerweise kann ein dominikanischer Mechaniker ein Moped, Auto, Boot oder eine Landmaschine, etc. reparieren und wehe man stellt das in Frage. Das ist eine „Todsünde“ – stelle nie die Kompetenz eines Dominikaners in Frage!

Und hier kommt wieder mein Ethik Gedanke ins Spiel. Kann ich z.B. von einem italienischen Pizzeria - Inhaber vor Ort so etwas wie Ethik erwarten oder gar verlangen? Warum der Mann Italien den Rücken gekehrt hat, spielt eigentlich keine Rolle. Italiener gehören heute zu den reichen Europäern und auch hier gibt es viele erfolgreiche Italienische Residenten. Er macht was er kann und hier ist er ein anerkannter Mann in einem Land, wo man „alles kann“. Pizza backen kann heute fast jeder Dominikaner, das glaubt er zumindest. Also ist unser Italiener meist ein stolzer Patron, weil Italien eines der Lieblingsländer speziell von jungen und hübschen Dominikanerinnen geworden ist. Ein Land, in dem ihrer Meinung nach Milch und Honig fließen. Denn das sagen alle Italiener vor Ort, speziell die Touristen aus Italien. Das macht Eindruck. Und unser Italiener ist einer, der es geschafft hat und somit ist er unter seinen Landsleuten eine Art Star.
Wie es in seiner Küche aussieht, interessiert seine Gäste darum eher weniger, denn er ist ja der Padrone und vor allem ein ganz netter Kerl und vor allem gegenüber seinen Landsleuten gegenüber ein großzügiger Gastgeber. Und oft hat er so eine bezaubernde, junge dominikanische bella Signorina an seiner Seite, die Donia. Denn sie will garantiert nach Bella Italia und ihre hübschen Schwestern und Brüder auch. Damit macht unser Pizzabäcker und Inhaber natürlich großen Eindruck bei seinen männlichen Landsleuten. Ethik? – der Mann verkauft in erster Linie Pizza und Bella Italia in der dominikanischen Republik.

Kann ich von einem gut verdienenden Dominikanischen Comedor - Inhaber (einfaches Tagesrestaurant) etwa Ethik erwarten? Es gibt zwar mittlerweile auch Lebensmittel – Inspektoren, aber die kontrollieren eher unseren Italienischen Gastgeber und die anderen ausländischen wirte und Restaurateure.

Trotzdem steht in den Hochglanzprospekten etwas von Dreisternhotel oder Fünfsternhotel mit Butlerservice. Die Touristen glauben das und wissen oft selber nicht mal, was diese Definition im eigenen Land genau bedeutet. In Europa wird heute bekanntlich alles im Sinne von EU Normen zu Tode reguliert und hier herrscht noch purer Wildwuchs. Ich behaupte, dass man die meisten Betriebe nach EU - Maßstäben von heute auf morgen einfach schließen würde, auch die Fünfsternhotels.

Ethik im Betrieb! Hygiene und Sauberkeit sind für mich in der regulären Gastronomie das A & O, danach kommt die Freundlichkeit und Aufmerksamkeit der Mitarbeiter und danach oder zum Schluss kommt erst sowas wie die technische Infrastruktur oder baulich bedingte Lebensqualität,
Bei der Bewertung des Gastes geht es meist genau andersrum was er mit Sternen bewertet. Zuerst die Ausstattung und der entsprechende Luxus, die Lage und das Umfeld, dann Mitarbeiter, das Essen und die Leistung der Gastronomie! Denn wenn alles Inklusive ist, hat er alles im Paket.
Ethik im Betrieb fängt für mich bei einer fundierten Inhouse Ausbildung der Mitarbeiter an, da eine staatliche Regelung sicher noch in weiter Ferne liegt. Dann kommt hinzu, dass man inhouse die wichtigsten Kernaussagen und Redewendungen des täglichen Lebens in der jeweiligen Landessprache der Gäste von den Mitarbeitern mit Gästekontakt verlangen sollte. Das bedeutet inhouse oder zuhause die Schulbank drücken. Wenn der Personalchef oder Inhaber seine Kellnerinnen nach der offensichtlichen Oberweite einstellt, dann bedeutet das nicht,das er damit seinen Gästen einen großen Gefallen tut.

Oder ab wann ein Koch hinter dem großen Buffet am Abend stehen darf, sollte voraussetzen, das der mit Sicherheit sauber dort steht und freundlich und kompetent Essen ausgeben kann und den Gästen in ihrer Landesprache erklärt, was sie nun auf ihrem Teller liegen haben. Das ganze sollte sich an der Rezeption wiederholen. Wenn man das konsequent betreibt, würde das sogar bis in die Familien der Mitarbeiter reflektieren. Es ist sehr wichtig, das Mitarbeiter diesen positiven Eindruck in ihr persönliches Umfeld tragen und transferieren. So würden im Lauf der Zeit sehr viele Menschen und deren Umwelt vom touristischen Umfeld profitieren. Das verstehe ich unter Ethik in Gastronomie und Hotellerie.

In Europa gibt es Pflichtenhefte für Mitarbeiter, die ich persönlich für eine gute Sache halte. Man sollte hier auch eine Art Pflichtenheft schreiben, in dem ganz klar definiert wird, was man als Hotel dem Gast bietet oder was er vom Hotel erwarten kann. Dies als Gegengewicht zu schwammigen Hotelbewertungen irgendwelcher Institutionen, die glauben zu wissen, wie das auszusehen hat. Denn sonst mutiert man zum Sternenkrieger und ist irgendwelchen z.T. halbstaatlichen oder privatwirtschaftlichen Institutionen ausgeliefert und muss nach deren Pfeife tanzen. Hotelketten regeln das meist unter sich und mit Ethik hat das wirklich nichts zu tun, eher mit Absicherung und dem Abwenden von Regressansprüchen seitens der Gäste.

REPORTAGE "EHTIK UND TOURISMUS" - TEIL 2

Zuviel Müll, zuwenig Strom, zu wenig Umdenke...

Müll und Bauschutt, alte Kühlschränke, Schrottautos, kaputte Motorräder, Sperrmüll und ganze Einrichtungen findet man an allen Ecken und auf vielen verwahrlosten Grundstücken. Fast hinter jeder Hütte liegt was rum. Dazu tausende Tonnen von Bioabfall, Palmenblätter, Kokosschalen, abgehackte Bananenstauden. Das Land starrt vor Dreck, Umweltbewusstsein, ein Wort das man in der Regel noch nie gehört hat... Müll und Bauschutt, alte Kühlschränke, Schrottautos, kaputte Motorräder, Sperrmüll und ganze Einrichtungen findet man an allen Ecken und auf vielen verwahrlosten Grundstücken. Fast hinter jeder Hütte liegt was rum. Dazu tausende Tonnen von Bioabfall, Palmenblätter, Kokosschalen, abgehackte Bananenstauden. Das Land starrt vor Dreck, Umweltbewusstsein, ein Wort das man in der Regel noch nie gehört hat...

Müllentsorgung ist im lokalen Tourismus ein sehr einträgliches Geschäft. Man sieht überall die roten und blauen Daihatsu Pritschen-Kleinlaster und PickUp's rumkurven, wo vor allem Altmetall kreuz und quer auf die Ladefläche gepackt wird, wenn der Kunde bereit ist, sich mit ein paar Pesos für das Altmetall abspeisen zu lassen. Wo der normale Müll, das bunt gemischte und stinkende Gekröse landet, ist sprichwörtlich egal. Und da braucht man nicht meinen, dass da ein Unterschied zwischen Einheimischen und Residenten besteht. Keiner mag den stinkenden Müll vor oder hinter dem Haus oder seinem Hotel. Bei den normalen Durchschnitts - Temperaturen stinkt der Müll sehr schnell zum Himmel. Also kommen die freundlichen, privaten Müllmänner und schon ist man das Problem gegen Bares los.

Die laden es anderenorts wieder ab. Sie kippten es lange einfach neben die unfertige Umfahrungstrasse von Las Terrenas und dort liegt es dann. Dort liegen bereits tausende von Tonnen Müll und Abfall – einfach so abgeladen. Dazwischen sieht man ein paar Hütten, in denen die ärmsten der Armen leben. Die stört das eventuell sogar, aber was wollen sie machen? Denn in der Regel gehören ihnen der Grund und die Hütte nicht mal und stattdessen müssen sie womöglich noch dafür bezahlen, zwischen Müllbergen zu wohnen. Das in den morastigen Tümpeln, die sich zwischen den Müllbergen bilden, alles kreucht und fleucht, was man sich nur vorstellen kann, ist jedem klar.
Wenn man das mal live gesehen hat, fragt man sich ob die Leute noch richtig ticken. Das gleiche sah man, wenn über einen der Caminos (Feldwege) in Coson bei Las Terrenas zum Strand wollte – im ewigen Sumpf wurde Bauschutt und Müll abgeladen, weil daraus schließlich mal ein bebaubares Grundstück werden soll. Also füllte man den Sumpf mit Müll und Bauschutt auf und wenn die Fläche groß genug ist, verteilt man noch ein paar Lastwagen Calice (Korallengestein) darauf und fuhr das Ganze mit einer Planierraupe plan, verdichtete gleichzeitig und fertig war oder ist eines der begehrten strandnahen Baugrundstücke. Der zukünftigen Hausbesitzer hat genau das was er will und er wundert sich eventuell später mal, was da alles zum Vorschein kommt, wenn er eine Leitung verlegen muss. Tagesordnung im Paradies!

Klar, das klingt sicherlich alles ganz furchtbar und ist es auch eigentlich. Aber eigenartigerweise kenne ich fast niemanden vor Ort, der sich groß an solchem Verhalten stört. Denn alle sitzen im selben Boot und wer will sich schon Ärger einhandeln. Ärger? In Mitteleuropa wäre das ein Skandal und nicht möglich – stimmt! Und aus der ganzen Welt kommen die privaten Häuslebauer, Investoren – die kleinen und die ganz großen und trotzdem ist das so. Hier und da gibt es Ansätze und zum Teil gibt es heute sogar eine richtige Müllabfuhr, wie zum Beispiel im mausarmen Sanchez oder in der Bezirkshauptstadt Santa Barbara. Da gibt es zur sauberen Entsorgung richtige Müllcontainer und Müllautos und ein Spritzenwagen fährt hinter dem Müllwagen her und reinigt den Container umgehend mit dem Hochdruckschlauch. Auch das ist möglich und man reibt sich die Augen, wenn man das sieht. Nur, wo landet dieser Müll? Wahrscheinlich genauso wie in Las Terrenas an einer abgelegene Stelle irgendwo in einem Seitental. Und dort bleibt er dann bis zum St. Nimmerleinstag liegen oder bis das Tal voll gekippt ist und entsprechend schweres Baugerät dann die Sauerei mit den umliegenden Hügeln plan macht. Und wieder ist ein neues Grundstück fertig und kein Hahn kräht danach, was da alles drunter liegt. Das ist die Gegenwart und die Vergangenheit.

Ein weitaus bessere Alternative bestünde darin, die immensen Müllberge in Energie umzuwandeln. Seit Menschengedecken beutelt das Land Stunden- oder tagelange Stromausfälle. Das ist schon so normal, das jeder, der was auf sich hält, eine Planta (Dieselaggregat) hinter seinem Haus stehen hat. Diese schaltet sich bei einem Blackout (Stromausfall) automatisch ein und schon ist der Stromausfall kein Problem mehr. Solche Diesel-Plantas stehen im ganzen Land und produzieren einen Großteil der benötigten Energie für Städte und Gemeinden. Wenn man sich einmal überlegt, wie viel wertvolles Erdöl oder reiner Diesel da verfeuert wird, der fragt sich, ob die Dominikaner eigentlich wirklich so arm sind, wie sie immer tun? Was läge also näher, diesen Müll Strom bringend zu verbrennen und somit Millionen Tonnen von feinstem Diesel zu sparen. Immerhin: Eine Tonne Müll entspricht etwa der Wärmeenergie von 250 Litern Heizöl. Mit all dem Müll der Ballungsgebiete könnte man sicherlich den ständigen Stromausfällen entgegenwirken. Aber da diese schon so zum Alltag gehören, ist es eigentlich völlig normal, einige Stunden am Tag keinen Strom zu haben. Und Plantas kosten auch viel Geld und der Diesel sowieso.

Nun kommt der Tourismus ins Spiel und gewünscht sind bekanntlich jedes Jahr Millionen von zufriedenen Gästen aus aller Welt. Auch die produzieren jede Menge Müll und auch bei den Hotels fahren die privaten Müllmänner vor, denn die Hotels zahlen gut. Warum einigen sich diese touristischen Großinvestoren nicht, eine zentrale Müllverbrennungsanlage für Samaná zu realisieren? Auch diese Hotels verfeuern zusammen Millionen Liter Diesel in den Tag und Nacht brummenden, abgelegenen Plantas hinter den Wirtschaftsgebäuden der Hotels. Mit einer Zentralen Müllverbrennungsanlage könnten sie Strom beziehen und noch was für die Menschen vor Ort und die Umwelt tun. Die Müllmänner würden nicht arbeitslos und statt ganze Täler voll zu kippen, bräuchten sie nur zur Verbrennung zu fahren. Wenn man den Müll dann vorher noch richtig trennt, gäbe es jede Menge wieder verwertbarer Rohstoffe, die so teuer eingekauft werden müssen. Nun, das ist eigentlich nur so eine Idee am Rande und mit Sicherheit gibt es tausend Argumente für das derzeitige Modell. Nun das verseuchte Grundwasser durch die Abermillionen Liter Giftstoffe sind dann ein Problem für die nächsten Generationen. Denn jetzt wird erst mal richtig in die Hände gespuckt…

Man sieht, es gibt viel Handlungsbedarf und wenn jemand das richtig Umsetzen würde, wäre sicherlich auch Geld damit zu verdienen. Oder man könnte viel Geld und Rohstoffe sparen. Da der Tourismus zu den wichtigen Einnahmequellen des Landes und von Samaná gehört, wäre es doch sinnvoll, die florierende Tourismusindustrie liebevoll in die Pflicht zu nehmen, statt Investoren nur rote Teppiche für neue Bausünden auszurollen.

Mein persönlicher Lösungsansatz:

-Das Pflichtfach Umwelt und Natur in alle öffentlichen und Privaten Schulen von Samaná ab der dritten Klasse.

- Das Pflichtfach Tourismus und seine Chancen in allen privaten und öffentlichen Schulen der Touristenorte und Agglomeration mit vorbereitung auf das Berufsleben im Tourismus

- Einführung einer Tourismusabgabe pro Hotelgast an die Gemeinden und Eröffnung eines richtigen Officina del Tourismo in den Touristengemeinden zusammen mit der Politur

AUFBRUCHSTIMMUNG IM MAÑANA-LAND?!

"Ethik und Tourismus" - Ursache und Wirkung

"Ethik und Tourismus" - Utopie oder Wirklichkeit? Die neue Serie des DomRep-Magazins setzt sich mit den Pro's und Contra's des Massentourismus auseinander. Betrachtet von Bernd Appel, der seit rund 14 Jahren auf der Halbinsel Samaná lebt und diese wie kaum ein anderer mitten aus dem Leben heraus kennt. Der erste Teil beschäftigt sich einleitend der zentralen Rolle der "Urlaubsmacher", den Lobbyisten, den kontrollierenden Behörden und den Nutznießern des DomRep-Tourismus. "Ethik und Tourismus" - Utopie oder Wirklichkeit? Die neue Serie des DomRep-Magazins setzt sich mit den Pro's und Contra's des Massentourismus auseinander. Betrachtet von Bernd Appel, der seit rund 14 Jahren auf der Halbinsel Samaná lebt und diese wie kaum ein anderer mitten aus dem Leben heraus kennt. Der erste Teil beschäftigt sich einleitend der zentralen Rolle der "Urlaubsmacher", den Lobbyisten, den kontrollierenden Behörden und den Nutznießern des DomRep-Tourismus.

Etnische Fragen im Zusammenhang mit der Tourismusindustrie sind oft kompliziert, weil sie grundlegende Aspekte der Branche konterkarieren und nur selten eine Antwort auf eine sinnvolle Symbiose liefern. Die neue Serie des DomRep-Magazins - "Ethik im Tourismus" - beschäftigt sich in ihrem ersten Teil mit der Ursache und Wirkung und der entscheidenden bzw. zentralen Rolle der "Urlaubsmacher", den Lobbyisten, den kontrollierenden Behörden und den Nutznießern des Tourismus.

Klar, der Tourismus ist eine der am stärksten boomenden Wirtschaftssparten weltweit. Verständlich, dass man auch in der Dominikanischen Republik auf ein stetes Klettern der Besucherzahlen hofft. Seit den Anfängen des Tourismus in der DomRep im Jahre 1985 hat jeder neue Präsident des Landes die Messlatte der zu erwartenden Touristen ein Stückchen höher gelegt. 2015 soll die 10-Millionen-Urlauber-Marke geknackt werden. Egal wie. Entsprechend große Mittel fließen in den Haushalt des Tourismusministeriums.

Doch genau da liegt das Problem der Branche. Denn aus dem einstig lokal organisierten Fremdenverkehr „aus der guten alten Zeit“ ist heute eine gut funktionierende Industrie geworden. Und die Macher von heute setzen ganz klare Prioritäten: Marktanteile und Margen! Das Wort "Ethik" verliert sich dabei im Gesamtkonzept. Es wird eher als Anhängsel betrachtet, welches man gern als globale Aufgabe abschiebt. Primär geht es nur um's Geschäft, um Geld, um Gewinne und somit um ständiges und vor allem positives Wachstum.

Was aber ist positives Wachstum? Und wessen Wachstum ist damit gemeint? Für die Tourismuskonzerne, Fluggesellschaften und Hotelketten zählen lediglich Margen. Mehr Gewinn unter Einsatz geringstmöglicher Mittel. Ökonomisch auch als "Minimalprinzip" oder "Sparprinzip" bekannt.

Touristisch involvierte Länder, so auch die Dominikanische Republik, erwarten insbesondere eine Verbesserung ihres Bruttoinlandproduktes durch Deviseneinnahmen, eine Steigerung der Lebensqualität und einen besseren Stellenwert im weltweiten Länderranking unter den Lieblingszielen ausländischer Tourusten. Die Menschen vor Ort erwarten sichere Jobs, die Verbesserung der eigenen Lebensumstände und zumindest einen bescheidenen Wohlstand. Der Gast erwartet vor allem schöne und bezahlbare Ferien ganz nach „seinem“ Geschmack, so wie ihm dieser von der Tourismusindustrie gekonnt souffliert wird.

Verschiedenen Faktoren laufen zusammen. Um all das unter einen Hut zu bringen, ist das Schwierigste das Ganze. Zum einen wären da die Hauptsitze der Tourismuskonzerne, das Management in den jeweiligen Ländern der ersten Welt und die dadurch entstehenden Kosten. Eigentlich ist es doch klar, das eine im Erstweltland erbrachte Leistung mehr kostet, als die selbe Leistung in einem Schwellenland. Somit verschlingen allein die Verwaltungskosten im Mutterland einen Großteil der Einnahmen des touristischen Paketpreises. Es ist hinlänglich bekannt, das lediglich ein kleiner Teil in den Hotels oder deren Angestellten in der Zielregion ankommt. Hinzu kommt, dass die administrativ Handelnden z.B. in den dominikanischen Verwaltungen und Organisationen auch ihren angemessenen Teil von diesem Kuchen abhaben wollen. Sprich die entscheidenden und kontrollierenden Behörden wie das Tourismusministerium und seine Amtsstellen und vor allem die allgegenwärtigen Lobbyisten und kommerzielle Nutznießer und Subunternehmer. Wer hier weiß, mit welchen Ansprüchen diese Leute aufwarten, erkennt schon im Ansatz, was für einen unternehmerischen Spagat der dominikanische Tourismus verlangt. Schon in den Planungen prallen zwei Vorstellungswelten aufeinander. Was denken Sie, was es braucht, damit ein internationaler Tourismuskonzern sich auf eine Destination überhaupt einlässt? Was denken sie, welche Hebel hier in Bewegung gesetzt werden müssen, damit die Grossraumjets und Ferienflieger überhaupt hier landen? Hier geht es um das ganz große Geld und entsprechend ist der Anreiz für die Investoren und die Stimmung vor Ort. Es müssen „künstliche Welten“ aus dem Boden gestampft werden und das braucht „weitsichtige“ Macher, Architekten, Planer und ganz schweres Gerät. Das braucht in jeder Hinsicht geebnete Wege, überzeugte Politiker und wenn es dann soweit ist, Fähnchen schwingende, herausgeputzte Menschen und exotische Orte.

Wenn man nun auch noch die betroffene Bevölkerung mit einbezieht, kann man sich sicherlich gut vorstellen, auf wessen Kosten das Paket „schöne Ferien“ geschnürt wird. Es sind immer die Menschen in den touristisch erschlossenen und eingeebneten Zielregionen. Dazu gehört heute auch die Natur, die sich für zufriedene Gäste „krumm machen“ muss. Das letzte Glied in der Kette sind immer die Menschen vor Ort und die in Anspruch genommene Natur. Denn die Erwartungshaltung der zahlenden Kundschaft ist heute das Maß der Dinge. Je mehr man den zahlenden Menschen heute verspricht, um so mehr wollen sie. Und klar ist der Kunde im Recht. Denn es geht um sein Geld und um seine geweckten Wünsche. Wie das ganze schlussendlich klappt, interessiert ihn eher weniger – die Hauptsache ist – es klappt. Der Kunde ist König.

Gerne wird in der Reisebranche von den "touristischen Ressourcen" und insbesondere von ihrem notwendigen Schutz gesprochen. Es ist allerdings nur eine sprachliche Spitzfindigkeit, denn touristische Ressourcen gibt es nicht. Es gibt natürliche Ressourcen, die durch den Tourismus genutzt werden - dies ist ein notwendiger Blickwechsel. Doch wer so etwas auf’s Tablett bringt ist in den Augen der Macher diesseits und jenseits des Ozeans „ein Nestbeschmutzer“ oder ein Miesepeter.

Beispiel Samaná: Die Umwelt hier hat noch keine große Lobby und die Armen und Ärmsten schon gar nicht. Seit rund acht Jahren herrscht allseits emsiges Treiben auf der geliebten Halbinsel. Sei es in Las Terrenas und im Portillo, in Coson, in Santa Barbara de Samaná oder hier in Las Galeras. Man setzt mental zum Finishing an und die Schulklassen proben schon lange ihre farbenfrohen, besser die blau, weiß, roten Paraden. Den Menschen trichtert man seither ein, dass alles besser wird. Die Dorfstraßen in Las Galeras wurden nun 2014 im Eiltempo neu geteert als Zeichen, das der Aufschwung endlich angekommen ist. Und den Auserwählten und handverlesenen neuen Mitarbeitern wird gerade das touristische 1 X 1 beigebracht...

Im nächsten Teil geht es um Gedanken, wie man diese Situation positiv angehen könnte.

SO SCHMECKT DIE DOMREP - TEIL 6:

Süsse Bohnen - Habichuelas con Dulce

Wie wir bereits wissen, sind Bohnen dank der afrikanischen und spanischen Einflüsse in der dominikanischen Küche ein fester Bestandteil. Aber als süsses Gericht? Das überraschte mich schon ein wenig, als ich dieses Gericht, das hier im übrigen "Habichuela con Dulce" heisst, zum ersten mal Wie wir bereits wissen, sind Bohnen dank der afrikanischen und spanischen Einflüsse in der dominikanischen Küche ein fester Bestandteil. Aber als süsses Gericht? Das überraschte mich schon ein wenig, als ich dieses Gericht, das hier im übrigen "Habichuela con Dulce" heisst, zum ersten mal probierte. Für deutsche Verhältnisse eine eher ausgefallene Speise, jedoch konnte mich der Geschmack überzeugen und die süssen Bohnen entwickelten sich zu einem meiner Lieblingsgerichte. Es gibt viele verschiedene Abwandlungen bei Geschmack und Zutaten, ich stelle euch heute ein einfaches Grundrezept vor, das ich selbst immer wieder gerne benutze. Dazu benötigen wir heute für 8 Portionen: 4 Tassen weichgekochte Kidneybohnen, eine halbe Tasse Rosinen, 2 Zimtstangen, 6 Tassen Wasser (das Kochwasser der Bohnen), eine Tasse Zucker, zwei Tassen Kokosmilch, drei Tassen Kondensmilch, 300 Gramm Süsskartoffeln geschält und in kleine Würfel gesschnitten, 10 Gewürznelken, Salz. Die Bohnen werden gewaschen und im Wasser schön weich gekocht (am besten am Vortag einweichen), wenn sie auf Raumtemperatur abgekühlt sind, das Kochwasser mit den Bohnen in einen Mixer geben und gut durchrühren. Die Masse mit der Kokosmilch, der Hälfte der Milch und einem Viertel Esslöffel Salz, dem Zucker, den Rosinen, Zimt, Nelken und der Süsskartoffel in einen Topf geben und für 10 Minuten auf mittlerer Flamme kochen lassen dabei den Rest der Milch hinzugeben, dabei ständig umrühren, damit es nicht anbrennt. Wenn sich die Masse verdickt hat, abkühlen lassen und anschliessend im Kühlschrank mindestens eine Stunde weiterkühlen. Das süsse Gericht in Schälchen füllen und mit Milchkeksen servieren. In der Dominikanischen Republik werden Habichuelas con Dulce vorallem an den Ostertagen serviert.

SO SCHMECKT DIE DOMREP - TEIL 5:

Heute gibt es "Mofongo"

Der Mofongo ist ein sehr typisches karibisches Gericht, und besteht als Hauptzutat aus grünen Kochbananen. Obwohl die Dominikaner dieses Gericht als ihre eigenes annektiert haben, stammt diese Speise ursprünglich aus Der Mofongo ist ein sehr typisches karibisches Gericht, und besteht als Hauptzutat aus grünen Kochbananen. Obwohl die Dominikaner dieses Gericht als ihre eigenes annektiert haben, stammt diese Speise ursprünglich aus Puerto Rico und wird als Vorspeise serviert. Mofongo, auf keinen Fall mit "Mondongo" (Suppe aus Pansen) zu verwechseln, ist eine köstliche, und darüber hinaus leicht zuzubereitende Vorspeise. Es gibt verschiedene Variationen, aber heute werden wir einen Mofongo mit Schweinekruste für sechs Personen herstellen. Ausser einer Pfanne oder Kasserolle wird ein Mörser benötigt, folgende Zutaten sind notwendig: Etwa ein Pfund knusprige und gut gesalzene Schweineschwarte, eine Tasse Öl, Salz, 4 grüne Kochbananen und 2 Teelöffel gehackter Knoblauch. Die Zubereitung geschieht wie folgt: 1. Einen Esslöffel Öl in einer Pfanne erhitzen und den Knoblauch auf kleiner Flamme eine Minute frittieren, vom Feuer nehmen und beiseite stellen. 2. In einer Kasserolle oder Pfanne den Rest des Öls erhitzen und die in etwa 2,5 cm dicke Scheiben geschnittene Kochbananen frittieren, bis sie Goldbraun sind. 3. Die frittierten Kochbananen in einem Mörser zerstossen, dabei mit dem Knoblauch und der Schweinekruste vermischen, eventuell nach Geschmack nachsalzen. Anschliessend die Masse in eine Halbkugel formen und auf einem Teller servieren (mit ein wenig Petersilie kann das Gericht noch appetitlich dekoriert werden). Wem der reine Mofongo als Gericht zu trocken erscheint, kann ihn zusätzlich mit einer Soße aus Rinderbrühe geniessen. Als Variation können auch reife Kochbananen verwendet werden, statt sie zu frittieren, können sie als fettfreiere Version des Gerichts auch gekocht werden. GUTEN APPETIT!


SO SCHMECKT DIE DOMREP - TEIL 4:

Sancocho für die große Party

Der dominikanische Sancocho ist ein Synonym für ein großes Fest. Wo auch immer viele Personen zusammenkommen passt ein kräftiger Sancocho, der so ganz anders schmeckt als ein herkömmlicher Eintopf. Sowohl für detaillierte Vorausplanung als auch für spontane Mitbring-Partys eignet sich dieses Gericht, das wir euch heute vorstellen. Der dominikanische Sancocho ist ein Synonym für ein großes Fest. Wo auch immer viele Personen zusammenkommen passt ein kräftiger Sancocho, der so ganz anders schmeckt als ein herkömmlicher Eintopf. Sowohl für detaillierte Vorausplanung als auch für spontane Mitbring-Partys eignet sich dieses Gericht, das wir euch heute vorstellen.

Da die Zubereitung etwas mehr Zeit in Anspruch nimmt und viele Zutaten benötigt werden, ist es empfehlenswert dieses Gericht gemeinsam mit Freunden und Familie zu kochen, und dabei bereits ein wenig dominikanischen Rum oder das gute Presidente Bier zu genießen. Für die Zubereitung benötigen wir für etwa acht Personen einen großen Topf, etwa 2 Kg Fleisch verschiedener Sorten (traditionell wird Rind verwendet, aber zusätzlich wird auch gerne Schwein, Ziege und Huhn genommen), 450 Gramm Longaniza (dominkanische Wurst, kann durch grobe Bratwurst ersetzt werden), 500 Gramm Rippen, 500 Gramm geräucherte Schinkenknochen, Saft von 2 Zitronen, ein Teelöffel gehackte Petersilie oder Koriander, ein halber Teelöffel Oregano-Pulver, ein Esslöffel gehackter Knoblauch, Salz, 4 Esslöffel Pflanzenöl, 2,5 Liter Wasser, 0,3 Kg Kürbis gewürfelt, 0,3 Kg Jamswurzel gewürfelt, 0,3 Kg Yautia klein gewürfelt, 3 grüne Kochbananen davon eine in etwa 2,5cm dicke Scheiben geschnitten, 0,3 Kg Maniokwurzeln gewürfelt sowie 2 Maiskolben in etwa 2,5cm dicke Scheiben geschnitten.

Für die Zubereitung schneiden wir das Fleisch in kleine Stücke und mischen es mit dem Zitronensaft (ausser der Wurst). Das Rindfleisch mit Koriander, Oregano, Knoblauch und 12 Teelöffeln Salz in eine tiefe Schüssel legen, gut umrühren und etwa eine Stunde marinieren. In einem großen Topf auf mittlerer Flamme das Öl erhitzen, das Fleisch hinzufügen (vorsicht vor Fettspritzern!) und etwas im Topf bewegen, 10 Minuten anbraten und anschliessend vorsichtig etwas Wasser hinzufügen. Anschliessend das Schweinefleisch hinzufügen, umrühren, etwas Wasser dazugeben und mit verschlossenem Deckel 15 Minuten köcheln lassen. Danach das übrige Fleisch hinzugeben, noch etwas Wasser dazugiessen (damit nichts anbrennt) und weitere 5 Minuten kochen lassen. 2 Liter Wasser dazugeben, wenn das Wasser kocht, Kürbis, Jamswurzel und Kochbananen hinzufügen und 15 Minuten zugedeckt kochen lassen. Die übriggebleibene Kochbanane raspeln und mit den restlichen Zutaten (ausser dem Salz) ebenfalls dazugeben. Das ganze gar kochen lassen und gelegentlich umrühren. Am Ende nach Geschmack salzen und mit etwas Reis servieren.

Anmerkung: Wer das Gericht in Deutschland, Österreich oder Schweiz zubereitet, bekommt eventuell einige Zutaten nicht. Stattdessen können auch heimische Wurzelgemüse wie Mohrrüben oder festkochende Kartoffeln verwendet werden, allerdings sollten diese wegen der geringeren Garzeit erst zum Schluss mitgekocht werden, damit sie nicht ganz zerfallen. Die Fleischsorten sind optional und können beliebig kombiniert werden. Die Knochen werden vor dem servieren entnommen.

SO SCHMECKT DIE DOMREP - TEIL 3:

Moro de Guandules (Reis mit Erbsen und Kokos)

Viele Gerichte in der Dominikanischen Republik werden mit Reis als Beilage serviert. Dabei gibt es zahlreiche Versionen, so kann neben einfachem, weissen Reis auch frittierter Reis oder der berühmte "Moro" Viele Gerichte in der Dominikanischen Republik werden mit Reis als Beilage serviert. Dabei gibt es zahlreiche Versionen, so kann neben einfachem, weissen Reis auch frittierter Reis oder der berühmte "Moro" serviert werden. Reis mit Erbsen, Reis mit Mais oder Reis mit Bohnen sind da wohl die bekanntesten Beispiele der typischen Beilage. Die Zutaten dafür sind auch in Deutschland, Österreich oder Schweiz leicht im Supermarkt zu bekommen und damit ergibt sich die beste Gelegenheit für etwas Abwechslung auf dem heimischen Esstisch. Heute wollen wir einen "Moro de Guandules y Coco" (Reis mit Erbsen und Kokos) zubereiten und benötigen dazu einen großen Kochtopf, der sich gut verschliessen lässt. Weiterhin werden für sechs Personen folgende Zutaten verwendet: 4 Tassen Reis, zwei Tassen gekochte Erbsen (ich nehme gerne Erbsen aus der Dose), 4 Tassen Wasser, zwei Tassen Kokosmilch, zwei Esslöffel Öl, 4 Teelöffel Tomatenmark, eine viertel Tasse gewürfelter grüner Paprika, eine Prise Oregano, ein Teelöffel gehackter Knoblauch, eine viertel Tasse kleingeschnittene Sellerie, ein Teelöffel fein geschnittener Koriander, ein Würfel Hühnerbrühe, einige halbierte, grüne Oliven, Salz. Die Zubereitung dauert insgesamt etwa 40 Minuten und geschieht wie folgt: Ein Esslöffel Öl im Topf erhitzen, Knoblauch, Koriander, Sellerie, Hühnerbrühe, Oliven, Tomatenmark und etwas Salz hinzugeben, auf kleiner Flamme etwa 2 Min anbraten. Anschließend umrühren und Erbsen hinzugeben (Dosenerbsen am besten vorher abspülen), alles zusammen weitere zwei Minuten braten. Dann das Wasser und die Kokosmilch hinzugeben und zum Kochen bringen. Reis hinzufügen, gelegentlich umrühren, damit es nicht am Topfboden anbrennt. Wenn das Wasser verdunstet ist, den Topf mit dem Deckel gut verschließen und auf kleinster Flamme etwa 15 Minuten garen lassen. Anschliesssend das restliche Öl unterrühren. Den Topf erneut zudecken und noch weitere 5 Minuten garen lassen. Anschliessend den Reis probieren, der zwar gar, aber noch ausreichend fest sei sollte. Falls er noch zu fest ist, einfach noch weitere 5 Minuten abgedeckt garen lassen. Dazu schmeckt Fisch oder Fleisch sowie eine kleine Salatbeilage.

SO SCHMECKT DIE DOMREP - TEIL 2:

Kochbananen Mangú (Mangú de Platano)

Cornflakes, Marmeladenbrot, Rührei und Toast gehören meistens auf den europäischen Frühstückstisch, aber wie sieht es denn mit einem typischen dominikanischen Frühstück aus? Der Dominikaner mag es kräftig, so besteht ein typisches dominikanisches Frühstück aus Mangú, einem Brei, der aus Kochbananen, Maniokwurzeln oder Süsskartoffeln zubereitet werden kann, dazu Eier, frittierter Käse oder die landestypische Salami.
Cornflakes, Marmeladenbrot, Rührei und Toast gehören meistens auf den europäischen Frühstückstisch, aber wie sieht es denn mit einem typischen dominikanischen Frühstück aus? Der Dominikaner mag es kräftig, so besteht ein typisches dominikanisches Frühstück aus Mangú, einem Brei, der aus Kochbananen, Maniokwurzeln oder Süsskartoffeln zubereitet werden kann, dazu Eier, frittierter Käse oder die landestypische Salami.

In unserem heutigem Rezept verwenden wir die Kochbanane als Hauptzutat, weiterhin benötigen wir etwas Salz, Olivenöl, rote Zwiebeln und etwas Obstessig. Für die Zubereitung für vier Personen schälen wir zunächst vier grüne Kochbananen, schneiden sie längs auf, und teilen die Hälften jeweils noch einmal in der Länge. Dadurch kann der innere Teil mit den Samen leicht enfernt werden, muss aber nicht, allerdings wird der Mangú ohne Samen weicher. Anschließend kochen wir die Kochbanane in Salzwasser, bis sie schön weich ist. Danach nehmen wir sie aus dem Wasser und zerquetschen sie mit einer Gabel zu einem Brei. Dann fehlen nur noch 4 Esslöffel Olivenöl oder Butter und eine halbe Tasse lauwarmes Wasser. Beides sorgfältig unterrühren bis ein weicher Pürree entstanden ist. Zum Mangú werden gerne Essigzwiebeln gegessen, die folgendermassen zubereitet werden: Eine rote Zwiebel schälen und in feine Scheiben schneiden, etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebel darin glasig braten. Anschließend mit einem Esslöffel Obstessig erhitzen und nach Geschmack etwas Salz hinzufügen. Alternativ können die Zwiebeln auch 10 Minuten im Obstessig eingelegt und anschliessend kurz im Öl angebraten werden. Die Zwiebeln über dem Mangú servieren, dazu esse ich persönlich gerne Spiegelei. Wem Mangú de Platano morgens noch zu schwer im Magen liegt, kann es als eine willkomene Alternative statt dem bekannten Kartoffelbrei zum Mittag-oder Abendessen reichen!

Eine kleine, wissenswerte Info zur Kochbanane: Sie enthält mehr als 20-mal mehr Vitamin A, dreimal mehr Vitamin C und das doppelte an Magnesium und Potassium als die herkömmliche Banane. Sie enthält ausserdem nur wenig Fett, ist cholesterinfrei und kalorienarm und eine hervorragende Ballaststoffquelle.



SO SCHMECKT DIE DOMREP - TEIL 1:

„Locrio“ - eine dominikanische Paella

Im ersten Teil unserer Reihe "Kulinarisches aus der Dominikanischen Republik" stellen wir euch das Rezept für die Zubereitung von Locrio vor. Dieses Gericht wird auch gerne als dominikanische Paella beschrieben, es handelt sich um ein Reis-Fleisch Gericht, das sowohl mit Huhn, Schwein, Fisch oder auch der dominikanischen Salami zubereitet werden kann... Im ersten Teil unserer Reihe "Kulinarisches aus der Dominikanischen Republik" stellen wir euch das Rezept für die Zubereitung von Locrio vor. Dieses Gericht wird auch gerne als dominikanische Paella beschrieben, es handelt sich um ein Reis-Fleisch Gericht, das sowohl mit Huhn, Schwein, Fisch oder auch der dominikanischen Salami zubereitet werden kann. Heute stellen wir das Rezept "Locrio de Pollo" (Hühnchen-Locrio) vor, ein traditonelles Gericht, mit dem sie auch ihre Gäste außerhalb der Dominikanischen Republik besonders überraschen können.

Für die Zubereitung für etwa sechs Personen benötigen sie einen großen Aluminium oder Eisentopf (mit einem gut verschließbaren Deckel), 1,8-2 kg Hühnchenfleisch, sechs Tassen Reis, 5 Esslöffel Öl, 1 Teelöffel Zucker, 1 Tasse Tomatenpaste, 1 Tasse Kürbis gewürfelt (Auyama), eine Prise gemahlener schwarzer Pfeffer, eine Prise Oregano, ein Teelöffel gehackter Knoblauch, 1/8 Tasse halbierte Oliven, 1/4 Tasse gehackte Sellerie, etwas frischen Koriander, optional können Thymian und Petersilie hinzugefügt werden, etwas Limonensaft, Pfeffer und Salz nach Geschmack.

Anleitung:

1. Hähnchenfleisch unter kaltem Wasser abspülen und mit dem Limonensaft abreiben.

2. Das Fleisch für etwa 10 Minuten in einer Schüssel mit Pfeffer, Oregano, Knoblauch, Oliven, Sellerie, Koriander, einem Teelöffel Salz und einer Prise Pfeffer und Thymian einlegen.

3. Im Topf drei Esslöffel Öl erhitzen, Zucker ins heiße Öl geben.

4. Wenn der Zucker dunkel wird, Hühnchenfleisch vorsichtig hinzufügen (ohne Marinade).

5. Abdecken, etwa 10 min köcheln lassen, gelegentlich einige Teelöffel Wasser hinzufügen und umrühren um Anbrennen zu verhindern.

6. Marinade hinzufügen, ebenso den Kürbis und die Tomatenpaste und gut umrühren.

7. 4 1/2 Tassen Wasser hinzufügen und zum Kochen bringen.

8. Das Kochwasser probieren und nach Geschmack salzen.

9. Reis hinzufügen und häufig umrühren um Verklumpen zu vermeiden.

10. Wenn das Wasser verdunstet ist, den Topf mit dem Deckel verschliessen und auf kleinster Flamme köcheln lassen.

11. Nach etwa 15 Minuten Deckel abnehmen, restliches Öl unterrühren und alles gut durchrühren.

12. Wieder abdecken und weitere 5 Minuten kochen lassen.

13. Reis probieren, falls nötig noch weitere fünf Minuten abgedeckt auf kleinster Flamme köcheln lassen.

Frisch und heiß servieren, dazu schmeckt Salat und ein kühles Presidente!

KOCHSERIE MIT EINFACHEN REZEPTEN ZUM NACHKOCHEN

Kulinarisches aus der Dominikanischen Republik - Mehr als nur Reis und Bohnen

In einer kleinen Serie wollen wir Ihnen einige kulinarische Köstlichkeiten der Dominikanischen Republik vorstellen und einfache Rezepte zum Nachkochen, Verfeinern und Genießen in der eigenen Küche zur Verfügung stellen. Neben dem gemeinhin bekannten Nationalgericht, der "Bandera dominicana" hat die dominikanische Küche sehr viel mehr zu bieten, als immer nur Reis und Huhn... In einer kleinen Serie wollen wir Ihnen einige kulinarische Köstlichkeiten der Dominikanischen Republik vorstellen und einfache Rezepte zum Nachkochen, Verfeinern und Genießen in der eigenen Küche zur Verfügung stellen. Die dominikanische Küche hat sehr viel mehr zu bieten als das gemeinhin bekannte Nationalgericht bestehend aus Reis, schwarzen Bohnen, Salat und Fleisch oder Fisch, auch als "Bandera" bezeichnet.

Dominikanische Gerichte sind geprägt von Einflüssen verschiedener Kulturen, einem bunten Mix aus Afrika, Asien, Europa und den Speisen der Taino-Indianer, den Ureinwohnern des Landes. Unkompliziert, würzig und Reich an Kohlehydraten sowie mit allem was an Land und unter dem Meer zu finden ist - so lassen sich dominikanische Gerichte am besten beschreiben. Typische Zutaten sind neben Reis, Fisch, Geflügel, Schwein und Bohnen auch Gemüse wie Maniok, Süßkartoffelln, Tomaten und Paprika, nicht zu vergessen grüne und reife Bananen und die bekannte Kochbanane. Gewürzt wird eher mild mit Oregano, Knoblauch, Zwiebeln und Kokosmilch. Zum Nachtisch sind herrlich süsse Puddings aber auch Obst beliebt, zu Ostern isst man die berühmten süssen Bohnen (Habichuela con Dulce). Neben dem mittlerweile weltweit bekannten dominikanischen Rum, geniessen sowohl Urlauber als auch Einheimische das landeseigene Presidente-Bier und starken Kaffee, der seltener mit Milch, aber mit viel Zucker getrunken wird.

Einige der Gerichte, die wir hier in den kommenden Wochen vorstellen werden, sind unter anderem der leckere Sancocho, ein typisch dominikanisches Frühstück, Locrio und verschiedene Reis-und Gemüsebeilagen. Freuen Sie sich auf eine Reise durch die bunte, kulinarische Welt der Dominikaner und überraschen die Freunde und Verwandte mit einem neuen, abwechslungsreichen Menü!

WER IST GEMACHT FÜR DIE DOMREP? - AUSWANDERN TEIL II

Ruhestand unter Palmen? - das Für und Wider für „Auslandsrentner“

Immer mehr Deutsche spielen mit dem Gedanken, ihren Ruhestand im Ausland zu verbringen. Das beliebteste Ziel deutscher Rentner in der Karibik ist dabei die DomRep. Die meisten "fliehen" mit ihrer Rente aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz, weil sie sich nicht nur ein angenehmeres Leben, ein gesundheitlich zuträglicheres Klima, vor allem aber mehr Kaufkraft für ihr Erspartes versprechen. Tatsächlich lässt es sich selbst mit kleineren Renten in der DomRep noch relativ passabel Leben - solange der Wechselkurs stimmt. Immer mehr Deutsche spielen mit dem Gedanken, ihren Ruhestand im Ausland zu verbringen. Das beliebteste Ziel deutscher Rentner in der Karibik ist dabei die DomRep. Die meisten "fliehen" mit ihrer Rente aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz, weil sie sich nicht nur ein angenehmeres Leben, ein gesundheitlich zuträglicheres Klima, vor allem aber mehr Kaufkraft für ihr Erspartes versprechen. Tatsächlich lässt es sich selbst mit kleineren Renten in der DomRep noch relativ passabel Leben - solange der Wechselkurs stimmt.

Eines ist deutschen Rentner in der DomRep sicher: die Rente kommt pünktlich an. Nur die Kosten für die Überweisung muss der Rentner dann selbst tragen. (Tipp: das Rentenkonto bei einer Bank in Deutschland lassen und das benötigte Geld an einem ATM-Geldautomaten vor Ort abheben. Je nach Bank sind bis zu 30.000 RD$ auf einmal abhebbar.) Dennoch geht der Plan nach einem "sorglosen Leben unter Palmen" nicht immer auf. Die größte Gefahr geht vom schwankendem Wechselkurs des Pesos zum Euro aus. Ein Beispiel mit 1.000 Euro Monatsrente. Beim aktuellen Wechselkurs von 1:57 Pesos ist ein Auskommen mit umgerechnet 57.000 Pesos relativ easy. Die Miete für ein kleines Appartement nimmt nicht einmal die Hälfte der Rente in Anspruch ((in manchen Gegenden des Landes kann man für weniger als 250 Eur0 auch ein Haus mieten), eine Putzfrau ist mit ca. 4.000 RD$ p.M. locker drin, das tägliche Mittagessen in einem einfachen Restaurant (mtl. ca. 12.000 RD$) ebenfalls und es bleibt immer noch genug "Kleingeld" für dieses oder jenes. Rutscht der Wechselkurs allerdings auf ein Niveau von unter 1:40 wie zwischen Oktober 2004 und Mai 2006 wird es schnell eng, bei einem Kursverfall auf unter 1:35 (Juli 2005) droht der finanzielle Kollaps.

Viele mögen denken: Wenn die Mehrheit der Dominikaner hier mit einem Mindestlohn auskommen muss, der oft nur zwischen 100 und 200 Euro liegt, kann ich mit meiner Rente dies schon lange. Doch der Vergleich hinkt! Dominikaner leben in großen Gemeinschaften zusammen (drei Generationen unter einem Dach sind keine Seltenheit), jeder gibt seinen Teil zu den Lebenshaltungskosten dazu. Als ausgewanderter Rentner ist man hingegen FÜR ALLES allein verantwortlich und die Liste der Verbindlichkeiten kann lang sein (Miete, Müll, Wasser, Strom, Internet, Telefon, Gas, Lebensmittel, Rücklagen für Haushalt und Kleidung, Medikamente und ärztliche Versorgung. Hat man ein Auto? Braucht man Lizenzen (Aufenthaltsgenehmigung, Führerschein)? Und nicht zu unterschätzen: Es liegt an der Region, wie hoch die Lebenshaltungskosten sind. Generell sind touristisch erschlossene Zonen deutlich teurer als Gegenden, die man als „nicht touristisch“ zusammenfassen kann. Das Leben in der Stadt ist teurer, als auf dem Land.

Für Rentner jedoch stellt sich jedoch in erster Linie ein anders Problem: wie ist die ärztliche, bzw. medizinische Versorgung? Wie ist das Klima? Nicht zu vergessen, die Dominikanische Republik ist nicht nur „karibisch“. Der Süden ist wärmer als der Norden, die Grenzgebiete zu Haiti nahezu heiß. Hingegen erreicht man im Zentralgebirge nachts auch schon mal Minusgrade, selbst in den höher gelegenen Orten wie Jarabacoa oder Constanza gehören nächtliche Temperaturen zwischen 8 und 12 Grad Celsius während der Wintermonate zur Normalität.

Wer im Alter mit einer angeschlagenen Gesundheit zu kämpfen hat, sollte sich das Auswandern überlegen. Andererseits gibt es Krankheiten wie Asthma, Rheuma oder Arthrosen, die man in der DomRep kaum spürt, dank der guten Luft und des warmen Klimas. Wer allerdings als Asthmatiker in Haina lebt (eine der kontaminiertesten Regionen der Welt!), hat sich die falsche Region ausgesucht. Ob Bluthochdruck oder Diabetes, all dies ist kein Hinderungsgrund, aber man sollte sicher sein, einen guten Arzt in der Nähe und ausreichend Apotheken in der Umgebung zu haben. Nicht jede dieser dörflichen „Farmacias“ ist auch gut sortiert. Eine größere Privatklinik sollte ebenfalls in der Nähe sein, für den Fall der Fälle. Wer dann im tiefen Campo wohnt und zwei Stunden fahren muss, um ein öffentliches Hospital aufzusuchen, der ist sicher schon verloren wenn mal ein Schlaganfall oder Herzinfarkt eintritt.

Krankenversicherung: Wer seinen Lebensabend in der DomRep verbringen will, verliert den Versicherungsschutz seiner gesetzlichen Krankenversicherung fast immer vollständig. Als Alternative bietet sich zunächst der Abschluss einer langfristigen Auslandsreisekrankenversicherung. Diese kann allerdings maximal über fünf Jahre abgeschlossen werden. Viele Versicherungen haben zudem Altersbeschränkungen, die für Rentner nicht unerheblich sind. Auch privat Versicherte sollten genau in ihren Vertrag sehen, ob ihre PKV im außereuropäischen Ausland einen zeitlich unbegrenzten Versicherungsschutz umfasst. Natürlich kann man sich auch bei nationalen Versicherern in der DomRep krankenversichern. Es gibt sogar Versicherungsgesellschaften, welche Personen auch noch im Alter von 80 Jahren aufnehmen, allerdings zu sehr hohen Beiträgen, geringen Leistungen und unter Ausschluss von Vorerkrankungen.

Nicht zuletzt ist es die eigene Einstellung, ob man im gesetzten Alter in ein Land aufbricht, dass man - wenn überhaupt - nur aus dem Urlaub kennt. Es kann durchaus problematisch werden, wenn nicht weiß was auf einen zukommt, ob man mit der Mentalität, dem Klima oder der Entfernung von zu Hause klarkommt. Auf jeden Fall sollte man als Rentner in der neuen Welt noch geistig frisch und gewillt sein Spanisch zu lernen - wenigstens in seinen Grundzügen. Ein Leben in rein „deutschsprachigen“ Kommunen hat sich (wie wohl in aller Welt) auch hier im Land oft als schwierig erwiesen. Es mag hilfreich sein wenn man sich in seiner Heimatsprache mit Freunden unterhalten kann, zu große Erwartungen sollte man jedoch nicht stellen an „hilfsbereite“ Deutsche. Klatsch und Tratsch, Neid und Missgunst sind wohl in kaum einer anderen Nationalität so ausgeprägt wie bei den „Germanen“.

(ALB)TRAUM AUSWANDERN?

Wer ist gemacht für die DomRep?

"Auswandern in die DomRep" ist noch immer im Trend, viele Menschen haben genug vom Stress, vom deutschen Schmuddelwetter oder der angespannten Laune ihrer Mitmenschen. Da lockt schon das karibische Lebensgefühle, die Sonne und nicht zuletzt die unzähligen Investitionsmöglichkeiten im Land. Doch wo Licht ist, da ist auch Schatten. Nicht ohne Grund haben in den letzten Jahren auch wieder viele Residenten der Dominikanische Republik den Rücken gekehrt. Doch woran liegt es, dass der eine sein Glück hier findet, der andere scheitert? Gleich vorweg - eine Ideallösung gibt es nicht. Lesen Sie in unserer neuen Serie einige "Basics" über das Für und Wider - zusammengetragen von Residenten, die über Jahre hinweg in der DomRep leben und viele "Aussteiger" haben kommen und gehen sehen... "Auswandern in die DomRep" ist noch immer im Trend, viele Menschen haben genug vom Stress, vom deutschen Schmuddelwetter oder der angespannten Laune ihrer Mitmenschen. Da lockt schon das karibische Lebensgefühle, die Sonne und nicht zuletzt die unzähligen Investitionsmöglichkeiten im Land. Doch wo Licht ist, da ist auch Schatten. Nicht ohne Grund haben in den letzten Jahren auch wieder viele Residenten der Dominikanische Republik den Rücken gekehrt. Doch woran liegt es, dass der eine sein Glück hier findet, der andere scheitert? Gleich vorweg – eine Ideallösung gibt es nicht. Lesen Sie in unserer neuen Serie einige "Basics" über das Für und Wider - zusammengetragen von Residenten, die über Jahre hinweg in der DomRep leben und viele "Aussteiger" haben kommen und gehen sehen...

Teil 1 - Wer ist gemacht für dieses Land?

Grundsätzlich muss man sagen, dass nie das Land die Schuld trägt wenn jemand hier herkommt und seine paradiesischen Vorstellungen sich nicht erfüllen. Das Land ist seit vielen Jahrzehnten so, die Entwicklung (in welche Richtung auch immer) treibt es voran oder zurück, die Sichtweisen sind unterschiedlich. Doch in jedem Land muss man mit Krisen leben, mit Preissteigerungen und vielen anderen Repressalien. Da bildet die Dominikanische Republik keine Ausnahme.

Flexibilität ist wohl eine der Grundvoraussetzungen die ein auswanderungswilliger Mensch mitbringen sollte. Anpassung ist ebenso ein bedeutendes Element der Charaktereigenschaften die der Auswanderer mit sich bringen sollte. Überhaupt gibt es zahlreiche Informationsquellen und viele Ratschläge, wir versuchen einmal einige davon zu nennen.

Erst mal muss man unterscheiden wer überhaupt auswandern möchte. Das Land bietet jedem Auswanderer etwas, mal mehr – mal weniger, vielleicht auch nur Enttäuschungen! Eine gute Vorbereitung auf LAND und LEUTE ist daher sehr wichtig.

Unterteilen wir mal in ein paar Hauptgruppen: Auswandern können Studenten und Praktikanten, Arbeiter und Angestellte, Unternehmer, Rentner. Nicht zuletzt sollte man auch die Lebenskünstler und die Kriminellen erwähnen, denn all dies spült die Welt hier in die Dominikanische Republik. Für jeden der Bürger die ihre Heimat verlassen bietet sich hier eine andere Welt. Rentner haben sicher nicht die Sorgen die sich einem Unternehmer offenbaren, Arbeiter haben wieder ganz andere Schwierigkeiten als der Unternehmer und der Rentner wieder sorgt sich über...

Ob Alt oder Jung, ein generelles Nein oder Ja gibt es nicht. Nur jede Gruppe, jeder Einzelne, muss sich vorbereiten und selbst Vorsorge treffen. Hartz 4 oder Hilfe on Behörden können Auswanderer (Ausländer) nicht erwarten. Die dominikanische Regierung hat schon Schwierigkeiten den sozialen Verpflichtungen für ihre eigenen Einheimischen nachzukommen! Womit also eines ganz sicher ist: Ohne Geld geht es nicht, wer mit Kleingeld kam und es dennoch schaffte ist entweder ein seltener Glücksritter oder ein sehr genügsamer Mensch der es geschafft hat auf unterstem dominikanischem Niveau zu überleben. Auch diese Kategorie werden wir kurz ansprechen, neben den bereits angesprochenen Gruppierungen.

Grundsätzlich sollte sich jeder Auswanderer aber im Klaren sein dass er in wirklich jedem Bereich Neuland betritt. Nichts ist mehr so wie in Deutschland oder der Schweiz oder in welchem Land auch immer. Das Für und Wider warum jemand seine alten Zelte abbricht ist sicher ebenso unterschiedlich wie die Vorstellungen über das Leben in der neuen Heimat. Festhalten kann man jedoch sicher: wer vor Problemen weglaufen will, der kann sich sicher sein dass er von diesen schnell wieder eingeholt wird! Wer vorher sein Leben nicht im Griff hatte, der sollte auf keinen Fall in die Dominikanische Republik kommen, denn hier ist es nicht nur karibisch-bunt und lässig, hier lauern für Menschen ohne Selbstdisziplin unendliche Gefahren, allerdings gibt es hier kein soziales Sicherheitsnetz welches einen dann auffängt. Freie Gesundheitsfürsorge? Sicher nicht. Nicht mal ein Obdachlosenheim findet man hier. Entweder man kann sich kontrollieren und verfügt über ein Mindestmaß an Disziplin, oder man bleibt zu Hause, Vater Staat sorgt sich dann schon...

Ob man nun hart arbeiten muss um zu überleben oder ob man mit Lässigkeit, Sonne, Strand und Meer genießen kann hängt von der Gruppe der Auswanderer ab. Diese sind, wie erwähnt: Praktikanten und Studenten, Arbeiter und Angestellte, Unternehmer, Rentner, Lebenskünstler und Kriminelle.

Was das Land einem bietet, welche sozialen Verhältnisse herrschen, wie die Infrastruktur ist, all dies hängt auch vom Zielgebiet ab. Wer in Dajabon/Montecristi leben möchte, wird ganz andere Umstände vorfinden als in Santiago oder Santo Domingo und ein Leben auf der Halbinsel Samaná gestaltet sich ebenso unterschiedlich wie ein neues Leben in Punta Cana.

Vorweg sollte also jeder Auswanderer sich genau erkundigen wie es um sein Traumziel bestellt ist! Die schlechtesten Informationen bieten da sicher die Immobilienmakler. Sie wollen verkaufen. Egal wo und egal was. Auf jeden Fall ist es immer ein ganz tolles Angebot. Makler kann man erst dann aufsuchen wenn man seine Region gefunden hat.

Wir können auch nicht auf die vielseitigen Probleme der einzelnen Regionen eingehen, sie gestalten sich auch für die Auswanderergruppen unterschiedlich. Wer Einsamkeit und ein heißes Klima verträgt, geringe Lebensqualität als kein Hindernis ansieht, der ist sicher auch gut im Grenzgebiet zu Haiti aufgehoben (Pedernales bis Montecristi). Doch dürfte das sicher eher der Einzelfall sein. Selbst Kriminelle die gern Unterschlupf suchen bevorzugen gerade belebte Gegenden. Dort findet man ja auch wieder viele Menschen (Opfer) für neue Gaunereien. Um gleich diese Gruppe Auswanderer (oder sollte man sagen Flüchtlinge) abzuhandeln: Mit vielen Ländern gibt es Auslieferungsabkommen. „Eierdiebe“ haben hier kaum etwas zu befürchten, eine Rückführung kommt das Heimatland einfach zu teuer. Nur bei einer Rückreise sollte man dann halt darauf gefasst sein dass man kurzfristig festgehalten wird. Großgauner und vor allem auch sexuelle Straftäter (allen voran Pädophile) werden jedoch oft gefasst und schnell wieder in die Heimat abgeschoben wenn dort Verfahren offen sind. Im Grunde kann man sagen: Früher oder später kriegen sie die Gauner, nicht zuletzt dank Interpol. Und natürlich helfen auch die Botschaften (auch die der Bundesrepublik Deutschland) immer gern mit Geld- und Sachspenden, die der Polizeiarbeit hier im Lande hilfreich zugute kommen sollen. Ein Pakt der auf Gegenseitigkeit beruht und die dominikanische Polizei mal zur Pflicht ruft.

Lesen Sie in den nächsten Reportagen:

Teil 2 - Die Dominikanische Republik für Rentner
Teil 3 - Die Dominikanische Republik für Auswandern für Studenten/Praktikanten
Teil 4 - Die Dominikanische Republik für Arbeiter und Angestellte
Teil 5 - Die Dominikanische Republik für Unternehmer und Rentner

EIN BLICK HINTER DIE KULISSEN

Die eifersüchtige Dominikanerin: Traumfrau, Furie oder einfach ganz normal?

Dominikanische Frauen erfüllen viele Attribute, die Männerherzen höher schlagen lassen, sie aber auch unberechenbar erscheinen lassen: Exotisch, erotisch, liebevoll aber auch impulsiv, extrem eifersüchtig und unberechenbar wenn es um die Liebe geht... Dabei suchen Dominikanerinnen eigentlich nur eins: einen Mann, der sie respektiert, liebt und ehrt. Nur keinen "Macho", der seine "Liebe" zu ihr noch mit einer handvoll anderer Frauen teilt... Ein irgendwie sehr menschliches Bedürfnis. Wer möchte schon betrogen werden? Und entgegen ihrer gefürchteten Artgenossin aus Europa vom Typs „Emanze“ sind Dominikanerinnen zudem äußerst „Multitasking“-fähig. Im Haushalt, im Bett, im Job... Klingt ganz nach Traumfrau? Dominikanische Frauen erfüllen viele Attribute, die Männerherzen höher schlagen lassen, sie aber auch unberechenbar erscheinen lassen: Exotisch, erotisch, liebevoll aber auch impulsiv, extrem eifersüchtig und unberechenbar wenn es um die Liebe geht... Dabei suchen Dominikanerinnen eigentlich nur eins: einen Mann, der sie respektiert, liebt und ehrt. Nur keinen "Macho", der seine "Liebe" zu ihr noch mit einer handvoll anderer Frauen teilt... Ein irgendwie sehr menschliches Bedürfnis. Wer möchte schon betrogen werden? Und entgegen ihrer gefürchteten Artgenossin aus Europa vom Typs „Emanze“ sind Dominikanerinnen zudem äußerst „Multitasking“-fähig. Im Haushalt, im Bett, im Job... Klingt ganz nach Traumfrau?

Nun, ein kleiner Makel hängt den hübschen „Morenas“ dann doch an. Lateinamerikanische Frauen und wohl im Besonderen aus der Dominikanischen Republik gelten als extremst eifersüchtig. Genau diese Eigenschaft ist es auch, die hier immer wieder in den zwischenmenschlichen Beziehungen für Krawall sorgt. Ob nun begründete oder unbegründete Eifersucht, die Frau die doch nur geliebt und geachtet werden möchte – sie kann zu einer Furie werden. Aus gekränkter Liebe? Nun, da bedarf es einem kritischen Blick hinter die Kulissen, ins Eingemachte des realen Lebens in der Dominikanischen Republik. Viele Beziehungen bestehen unter wirtschaftlicher Not. Die Armut ist weit verbreitet - vor allem auf dem Land. Laut Statistik leben 40% der Dominikaner in ärmlichen Verhältnissen. Hinzu kommt eine alte Rollenverteilung. Der Mann arbeitet (oder auch nicht), bringt aber das Geld nach Hause, die Frau macht den Haushalt, kümmert sich um die Familie. Nicht selten überschatten Geldknappheit sowie Schulden für dieses und jenes viele Beziehungen.

Bewusst oder unbewusst, Dominikaner nutzen gern das Flirten als Ventil für ihren Beziehungsstress. Wie gut tut da ein Lächeln von nebenan, ein verheißungsvoller Blick, ein verführerischer Hüftschwung, um seinen Alltagssorgen für einen Moment zu entrinnen? Oft wird schnell mehr daraus, ganzgleich ob als „Sex-und-Hopp-Partnerin" oder als stille Geliebte. Es verwundert also nicht, dass es landauf landab überall sogenannte "Cabañas" (kleine Stundenhotels) gibt. Diese lockere Einstellung besteht offenbar auf beiden Seiten, denn bevölkerungsstatistisch gibt es keinen Frauenüberschuss im Land. Mit anderen Worten: Wo ein Wille, da ein Weg. Oder: wo ein heißblütiger Mann ist, da ist auch eine willige Frau. Ganz gleich, ob in einer Beziehung oder nicht.

Wenn also auch die Frau im Grunde sehr loyal, „offenherzig“ und freizügig ist, warum ist sie dann in ihrer „festen Beziehung“ so rasend eifersüchtig? Tauschen wir den Begriff Eifersucht gegen „Futterneid“, dann kommen wir in der Sache viel weiter. Es geht um das liebe Geld! Denn wenn der Mann nun eine Geliebte hat, dann spendiert er hier und da, kauft eine Bluse, lädt zum Essen ein. Das sind Ausgaben, die der Ehefrau entgehen. Ihr und den Kindern. Also gibt es Szenen. An dieser Stelle möchte ich einfügen, dass ich in meiner Zeit hier im Land auch dominikanische „Kreise“ kennengelernt habe, die man der gehobenen Mittelschicht bis hin zu „sehr wohlhabend“ einordnen kann. Findet sich hier Treue? Nein, auch hier gilt das Übliche. Mann lässt nichts aus, aber der Frau fehlt es an Nichts - das ist der Unterschied! Keine Eifersucht. Jedenfalls solange es an nichts mangelt, die Kinder die Privatschule besuchen können, der Garderobenschrank gut gefüllt und der wöchtenliche Besuch im "Salon de Belezza" für Haare, Maniküre und Pediküre bezahlt wird, klagt man nicht. Eigentlich ganz praktisch! Der Mann lebt seine Triebe außer Haus aus und nervt zu Hause nicht mit seiner überschüssigen Manneskraft. Nach langen Ehejahren manchmal auch ganz angenehm.

Doch nun kommt ein Phänomen zutage, welches kaum verständlich ist. Die gehörnte Partnerin/Ehefrau macht dem Mann selten eine Szene. Körperlich wäre sie unterlegen und selbst bei einer gewaltfreien Auseinandersetzung riskiert die Frau viel. Was nun, wenn der Mann sie verlässt? Dann steht die Frau nicht selten allein da, schlimmer: mit den Kindern. Dann hat sie alles allein zu tragen, kein Ernährer mehr weit und breit. Futterneid. Solange man etwas zu essen hat macht man gute Mine zum bösen Spiel. Doch das böse Spiel findet dennoch statt. Statt den untreuen Mann zum Teufel zu jagen, bläst man zum großen Halali auf die Nebenbuhlerin! Sie muss in die Flucht geschlagen werden! Wie das aussieht? Schlagzeilen unter der Überschrift "Peleas de mujeres" hierzu finden sich tagtäglich in den Nachrichten: "Frau mit siedendem Öl übergossen", "Nebenbuhlerin mit Teufelssäure verätzt", "Messerattacke auf vermeintliche Geliebte" und, und, und. Der Phantasie in der Eskalation der "Beziehungstaten" sind kaum Grenzen gesetzt. An dieser Stelle soll kein Urteil über die "hübsche, exotische, nach Liebe suchende Dominikanerin" gefällt werden. Es sollte nur einmal ein wenig Licht bringen in die Mär der „Frau in der Opferrolle“ gebracht werden und aufzeigen, dass Frauen nicht nur betrogen werden, sondern maßgeblich auch daran beteiligt sind, den Männern diese Chance zu bieten. Man sollte an die Männer und deren Treue appellieren? Warum nicht auch an die Frauen, die mit ihren weiblichen Verlockungen Männer in Versuchung führen? Ist es nur der "Macho" oder ist es nicht auch die "Chica", welche sich gern hingibt, denn vergessen wir nicht die wirtschaftliche Not! Eine Geliebte kriegt ja nicht nur Sex, der Mann muss auch ein wenig zahlen, etwas Beihilfe bei dem Schulgeld, ein neues Outfit oder ein Besuch im Salon...

Ob eine Dominikanerin nun als Traumfrau, als eifersüchtige Furie oder als ganz normale Frau durchgeht, lässt sich wohl nicht sagen. Die Abgrenzungen sind eng, alles trifft ein wenig zu und so ganz unschuldig an dem einen oder anderen Klischee ist im Grunde niemand...

NEUE EU-VERORDNUNG MACHT TESTAMENT ERFORDERLICH

Neue EU-Verordnung für deutsche Erbfälle in der DomRep

In den einzelnen Ländern der EU gelten unterschiedliche nationale Erbrechtssysteme, die sich teilweise ganz erheblich voneinander unterscheiden, z.B. im Hinblick auf Pflichtteilsrechte und das Erbrecht des Ehegatten. Bisher war aber nicht nur das materielle Erbrecht selber sondern auch die Frage, welches Erbrecht zur Anwendung kommt, national uneinheitlich geregelt. Dies ändert sich nun durch eine neue EU-Erbrechtsverordnung. Einen Überblick über die bisherige Rechtslage, den EU-Neuregelungen und deren Folgen für Deutsche die "dauerhaft" in der DomRep leben, gibt der auf internationales Privatrecht spezialisierte Rechtsanwalt Robert Stancke. In den einzelnen Ländern der EU gelten unterschiedliche nationale Erbrechtssysteme, die sich teilweise ganz erheblich voneinander unterscheiden, z.B. im Hinblick auf Pflichtteilsrechte und das Erbrecht des Ehegatten. Bisher war aber nicht nur das materielle Erbrecht selber sondern auch die Frage, welches Erbrecht zur Anwendung kommt, national uneinheitlich geregelt. Dies ändert sich nun durch die EU-Erbrechtsverordnung. Einen Überblick über die bisherige Rechtslage, den EU-Neuregelungen und deren Folgen für Deutsche die "dauerhaft" in der DomRep leben, gibt der auf internationales Privatrecht spezialisierte Rechtsanwalt Robert Stancke.

Die bisherige Rechtslage:

Deutsche Gerichte gehen entsprechend dem Deutschen Internationalen Privatrecht bisher von der Staatsangehörigkeit des Erblassers aus und wenden dessen nationales Erbrecht an. Beim Tod eines Deutschen gilt also deutsches Erbrecht auch wenn er im Ausland gelebt hat. Dieser Grundsatz bindet aber nicht die Gerichte in anderen Ländern, die nach ihren eigenen nationalen Gesetzen beurteilen, welches Recht zur Anwendung kommt. Und auch für deutsche Gerichte wird das Staatsangehörigkeitsprinzip durch das komplizierte Zusammenspiel mit dem Internationalen Privatrecht anderer Länder teilweise durchbrochen.

Bei Erbfällen von Deutschen, die im Ausland gelebt haben, kommt es zudem häufig zu einer Nachlassspaltung, d.h. verschiedene Teile des Vermögens unterliegen unterschiedlichen Rechtsordnungen. Darüber hinaus kann es durchaus sein, dass deutsche und ausländische Gerichte die Rechtsnachfolge bezüglich eines einzelnen Vermögensgegenstandes nach verschiedenen Rechtsordnungen beurteilen.

Die Neuregelung:

Der in Deutschland geltende Grundsatz, dass ein Deutscher nach deutschem Recht beerbt wird, gilt zukünftig nicht mehr.

Die europäische Verordnung bestimmt für Erbfälle, die ab dem 17. August 2015 eintreten, das Statut des Aufenthaltsortes, d.h. es ist das Erbrecht desjenigen Landes anzuwenden, in dem der Erblasser sich zuletzt dauerhaft aufgehalten hat. Dieses Prinzip gilt nicht nur, wenn der Erblasser sich in einem anderen EU-Mitgliedsstaat aufgehalten hat, sondern zumeist auch, wenn sich sein letzter gewöhnlicher Aufenthaltsort in einem Drittlandaußerhalb der EU befunden hat. Hiervon gibt es allerdings Ausnahmen, die von den Regelungen im Internationalen Privatrechts des jeweiligen Landes abhängen.

Als „dauerhaft“ gilt dabei auch ein vorübergehender Aufenthalt, wenn ein Verbleib von mehr als sechs Monaten beabsichtigt ist. Betroffen sind also insbesondere auch Exekutives und Angestellte, die für einen längeren Zeitraum für ihr Unternehmen im Ausland tätig sind. Aber auch für Ruheständler, die ganz oder überwiegend im Ausland leben, findet die Neuregelung Anwendung.

Ein überraschender Todesfall kann für die Hinterbliebenen dieser Personen nicht vorhergesehene und nur schwer zu korrigierende Folgen haben, sowohl bezüglich der erbrechtlichen Konsequenzen als auch der sich daraus ergebenden steuerlichen Folgen.

Für Personen, die ständig im Ausland leben werden, empfiehlt es sich daher, sich beraten zu lassen, welche Folgen das Erbrecht ihres Aufenthaltslandes im Falle ihres Todes vorsieht.

Beispielsweise sind nach dem Erbrecht der Dominkanischen Republik ein Erbvertrag oder ein gemeinschaftliches Testament nicht zulässig und damit unwirksam. Dies wird zukünftig auch von deutschen Gerichten zu beachten sein, wenn sich der Erblasser zuletzt dauerhaft in der Dominikanischen Republik aufgehalten hat. Das heißt, ein deutsches Gericht, das über den in Deutschland befindlichen Nachlass eines Deutschen entscheidet muss Dominikanisches Recht anwenden und von der Unwirksamkeit eines Erbvertrages ausgehen, selbst wenn dieser zunächst wirksam vor einem deutschen Notar errichtet wurde.

In andern Fällen mag die Anwendung des ausländischen Erbrechts durchaus willkommen sein, beispielsweise weil Pflichtteilsrechte gar nicht oder in geringerem Umfang vorgesehen sind. In der Dominkanischen Republik gibt es zwar grundsätzlich ein Pflichtteilsrecht aber keine festen Quoten, sondern eine Billigkeitsregelung. Für deutsche Gerichte dürfte auch dies eine Herausforderung darstellen, wenn sie diese Regelung zukünftig anzuwenden haben.

Gleichzeitig eröffnet die Verordnung EU-Bürgern die Möglichkeit, die Anwendung ihres Heimatrechts durch eine Rechtswahl anzuordnen, wenn das Erbrecht des Aufenthaltslandes ihrem Interesse widerspricht oder sie aus anderen Gründen möchten, dass ihr Heimatrecht zur Anwendung kommen soll. Eine solche Rechtswahl zugunsten des eigenen Heimatrechts, also des Rechts des Staates, dessen Staatsangehörigkeit man besitzt, empfiehlt sich in jedem Fall für Personen, die dauerhaft in verschiedenen Ländern leben werden oder sich zwar länger als sechs Monate im Ausland aufhalten aber beabsichtigen, später wieder ihren Lebensmittelpunkt in Deutschland zu haben.

Die Rechtswahl muss in Form einer Verfügung von Todes wegen vorgenommen werden. Wird sie zugunsten des deutschen Erbrechts ausgeübt und von einem Rechtsanwalt oder Notar entworfen, kann dieser zugleich über verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten beraten. Dabei sollten insbesondere folgende Fragestellungen berücksichtigt werden:

- Welches Erbrecht ist nach der gegenwärtigen und der neuen Rechtslage anzuwenden ist und ist eine Nachlassspaltung zu befürchten?

- Welche erbrechtlichen und steuerrechtlichen Folgen hat dies unter Berücksichtigung des Erbrechts des jeweiligen Aufenthaltslandes

- Ist eine Rechtswahl zugunsten deutschen Rechts sinnvoll?

- Welche Möglichkeiten bestehen für eine erbrechtliche Gestaltung und steuerliche Optimierung durch eine Verfügung von Todeswegen (Testament oder Erbvertag)?

Die Rechtswahl und das Testament selber können privatschriftlich (eigenhändig) vorgenommen oder beurkundet werden. Zudem empfiehlt es sich die Formvorschriften des Aufenthaltslandes zu beachten. Eine Beurkundung kann bei einem Notar in Deutschland aber auch bei vielen deutschen Botschaften und Konsulaten vorgenommen werden.

Der Autor Robert Stancke ist Rechtsanwalt sowie Senior Manager und Prokurist der KPMG Rechtsanwaltsgesellschaft mbH. Das internationale KPMG-Netzwerk mit rund 152.000 Mitarbeitern in 156 Ländern ermöglicht es, sich über die erbrechtlichen und steuerlichen Konsequenzen in den meisten Ländern der Erde zu informieren. Selbstverständlich kann diese Beratung auch auf elektronischem Wege oder telefonisch in Anspruch genommen werden.

KPMG International Cooperative ("KPMG International") ist eine juristische Person schweizerischen Rechts, bestehend aus unabhängigen Mitgliedsfirmen, welcher die KPMG Rechtsanwaltsgesellschaft mbH über ihren Kooperationspartner KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft verbunden ist, von der sämtliche steuerliche Beratungsleistungen in Deutschland erbracht werden.

MARKT, KULTUR UND WISSENSCHAFT

Deutschlandtage in der Universität UNIBE

Dem Erfahrungsaustausch mit Deutschland hinsichtlich Kultur und Wissenschaft widmet sich die Universität UNIBE am Mittwoch, dem 25.09. und 26.09. in ihren Einrichtungen in Gazcue. Dem Erfahrungsaustausch mit Deutschland hinsichtlich Kultur und Wissenschaft widmet sich die Universität UNIBE am Mittwoch, dem 25.09. und 26.09. in ihren Einrichtungen in Gazcue. Die Veranstaltung, die am Mittwoch um 18 Uhr mit einer künstlerisch untermalten Eröffnungsfeier beginnt, präsentiert unter anderem einen kleinen deutschen Markt, verschiedene artistische Vorführungen, und Vorträge zu Themen wie unter anderem der deutsche Beitrag zur internationalen Psychologie, Deutschland als Studienstandort, Erfahrungen mit Deutschlands Versicherungssektor und das Bauhaus und sein Einfluss auf das Design. Am Donnerstag sieht das Programm ausserdem Vorführungen von deutschen Filmproduktionen vor. Die Deutschlandtage der UNIBE sind am Mittwoch von 17-21 Uhr und am Donnerstag von 8.30 bis 20 Uhr geöffnet.

HOHE ERWARTUNGEN UND ZIELE - WAS WURDE ERREICHT?

Das erste Jahr unter Präsident Danilo Medina

Der 16. August ist ein wichtiges Datum in der DomRep. Alle vier Jahre findet an diesem Tag nach den am 16. Mai vorangegangenen Präsidentschaftswahlen der offizielle Regierungswechsel statt. Der neue Mann an der Spitze der dominikanischen Regierung, Präsident Danilo Medina, trat ein schweres Erbe an, er folgte dem charismatischen Leonel Fernández, dem großen Staatsmann mit noch größeren Visionen. Wenngleich beide das gleiche PLD-Parteibuch in der Tasche haben, zeichnen sich nach einem Jahr Regierungsarbeit doch klare Unterschiede heraus. Der 16. August ist ein wichtiges Datum in der DomRep. Alle vier Jahre findet an diesem Tag nach den am 16. Mai vorangegangenen Präsidentschaftswahlen der offizielle Regierungswechsel statt. Der neue Mann an der Spitze der dominikanischen Regierung, Präsident Danilo Medina, trat ein schweres Erbe an, er folgte dem charismatischen Leonel Fernández, dem großen Staatsmann mit noch größeren Visionen. Wenngleich beide das gleiche PLD-Parteibuch in der Tasche haben, zeichnen sich nach einem Jahr Regierungsarbeit doch klare Unterschiede heraus.

Die Übernahme eines Erbe:

Am Ende der "Periode Leonel" stellte man fest: Dr. Lenoel Fernández hinterließ seine Amtszeit mit einem Koffer voller unbezahlter Rechnungen. Korruption hatte sich breit gemacht auf allen Ebenen im Land. Viel Blendwerk, hohe Kosten. Medina kündigte an die Korruption zu bekämpfen, ohne Rücksicht auf Namen und Positionen. Leider kam man dieser Aufgabe nicht nach. Bautista, Gutierrez oder gar Fernández, etliche Funktionäre wurden angeklagt. Spurlos zogen die Klagen vorbei, wurden archiviert. Im ersten Quartal 2013 brach das Wirtschaftswachstum ein, stieg nur um 1,6%. Folgen der neuen Steuerpolitik und Sparmaßnahmen. Kaum jemand sah die Notwendigkeit der Steuerreform. Man klagte über Preissteigerungen. Doch die extreme Schuldenpolitik muss gebremst werden, man hat Forderungen gegenüber den Geldgebern (Weltbank, Interamerikanische Investmentbank oder IWF) zu erfüllen. Ohne Eingeständnisse wird es keine neuen Kredite mehr geben. Der Rotstift wurde angesetzt. Die drastische Reduzierung der Regierungsausgaben: 15 Milliarden RD$.

Das wirkte sich gegen die Wirtschaftsentwicklung aus. Man kann Medina keine Vorwürfe machen. Sparen ist nicht populär, aber er zeigt Verantwortung und Klugheit. Die Transparenz bei vielen Aktionen der Regierung (Ausschreibungen zum Beispiel) hat zugenommen. Noch immer hat man das Gefühl dass das Staatsoberhaupt Danilo Medina sich im Wahlkampf befindet. Woche für Woche, jeden Sontag, reist er quer durchs Land. Er besucht Kleinst- und Kleinunternehmer, Agrarproduzenten. Um die Produktion auf dem Land zu steigern, Arbeitsplätze zu schaffen und die Lebensqualität zu verbessern verteilte Medina Millionen an günstigen Regierungskrediten.

Es wurden Programme eingeführt bei der Landwirtschaftlichen Bank, bei Indhri, im Landwirtschaftsministerium oder den Öffentlichen Werken. Selbst im Bildungssektor hat Medina seine Versprechen fast erfüllt, kommt den Ausgaben von 4% des BIP nahe. Es ist eher wieder der regionalen Korruption zuzuschreiben dass man nicht so weit ist wie es geplant war. Der Bau von neuen Schulen, die Renovierung von Schulsälen – es kam einiges ins Stocken. Entweder waren Gelder nicht ausgezahlt worden und Bauingenieure stoppten ihre Arbeiten, oder das Bürgermeisteramt hatte erhaltene Gelder der Regierung nicht weitergeleitet. Das erste Halbjahr 2013 war schwierig, Anpassungen und Opfer waren nötig. Die Bereitstellung von 20 Milliarden RD$ für den Privatsektor (günstige Kredite und Hypotheken) sollen die Wirtschaft wieder anregen. Handel und Produktion sollen dynamisiert werden. Die Ausfuhr von Gold und Silber werden nun zunehmen, der Beginn von vielen öffentlichen Werken (Infrastruktur) werden der Wirtschaft neue Impulse geben.

Resümee: Das erste Jahr mit Danilo Medina, unter dem Strich verlief es erfolgversprechend und positiv. Die Erwartung von vielen Dominikanern wurden von Lic. Danilo Medina bei weitem übertroffen.

LAG "SCHILDA" NICHT IN DER DOMINIKANISCHEN REPUBLIK?

Der dominikanische Stolz und die Unfähigkeit

Man ist versucht viele, Dinge in der Dominikanischen Republik mit Humor zu nehmen, sofern man internationaler Resident ist. Denn auf der anderen Seite gibt es den stolzen Dominikaner. Er weiß viel (um nicht zu sagen alles), kann noch mehr und vor allem: der Gringo hat ja keine Ahnung wie man hier im Land die Dinge macht. „Hier machen wir das so“ ist eine Phrase die einen zum HB-Männchen werden lässt. Irgendwann jedoch wird man ruhiger, es hat keinen Sinn sich aufzuregen und die Versuche ein wenig von internationalem „Know-How“ einem Kariben beizubringen ist hoffnungslos. Das Schlagwort „Dominikaner sind beratungsresistent“ ist Residenten im ganzen Lande bekannt. Man ist versucht, viele Dinge in der Dominikanischen Republik mit Humor zu nehmen, sofern man internationaler Resident ist. Denn auf der anderen Seite gibt es den stolzen Dominikaner. Er weiß viel (um nicht zu sagen alles), kann noch mehr und vor allem: der Gringo hat ja keine Ahnung wie man hier im Land die Dinge macht. „Hier machen wir das so“ ist eine Phrase die einen zum HB-Männchen werden lässt. Irgendwann jedoch wird man ruhiger, es hat keinen Sinn sich aufzuregen und die Versuche ein wenig von internationalem „Know-How“ einem Kariben beizubringen ist hoffnungslos. Das Schlagwort „Dominikaner sind beratungsresistent“ ist Residenten im ganzen Lande bekannt.

Man nimmt es mit Humor, vergleicht gern mit den Bürgern aus Schilda. So zumindest sieht es nun der ach so unerfahrene und unwissende „Gringo“: Da wird in Gaspar Hernandez endlich einmal etwas für das Volk getan. Bürgermeister Mateo Arias ist voller Stolz, hat er doch damit begonnen wieder einige Wege in der „Metzgersstadt“ an der Nordküste zu asphaltieren. Da wurde wieder einer Asphaltierungsfirma ein Muli-Millionen-Auftrag zugeschustert. Arbeitsplätze sind vorrübergehend geschaffen worden. Der Dominikaner steht da mit stolzgeschwellter Brust. Allein der Gringo schüttelt den Kopf, aber der hat auch keine Ahnung! Das macht man hier so! Man nimmt einen ausgelatschten Trampelpfad. Dazu eine Asphaltmaschine. Die schöne schwarze Masse wird erhitzt und natürlich fachmännisch verteilt. Die Walze bügelt kleine Unebenheiten gerade. Schon hat man perfekte Wege. Das Volk freut sich. Warum schüttelt der Gringo nur mit dem Kopf, rauft sich die Haare? Vielleicht nur deshalb weil er weiß: Ohne ein richtiges „Unterbett“ aus Kies und Split kann diese Straße nicht lange halten. Es braucht nur einige wenige Fahrten mit den überladenen LKW und schon bricht die dünne Asphaltschicht ein. In die Risse gelangt Regenwasser. Dieses unterspült den Straßenbelag, es kommen erste Schlaglöcher. Solche Straßen haben keine lange Lebensdauer, oft sind schon erste schwere Schäden noch im ersten Monat sichtbar.

Während die Regierung bei großen Straßenprojekten mittlerweile erkannt hat dass nationale Firmen keine Ahnung haben werden Fachfirmen aus dem Ausland beauftragt, zum Beispiel die Fa. Odebrecht aus Brasilien. Doch regional, da blüht die Korruption noch. Kleine Asphaltunternehmen arbeiten so schlecht dass sie bald wieder einen Auftrag haben. Den bekommen sie, denn ein Teil des Geldes fließt wieder zurück zum Auftraggeber. Tja, von solchen Dingen hat der „Gringo“ eben wirklich keine Ahnung. Hat man doch gelernt immer gute Arbeit zu leisten, Korruption ist ein Verbrechen und auf die gemachte Arbeit gibt es noch Garantien. Da steht er nun, der Dominikaner und schüttelt den Kopf, der Gringo redet ja nun wirklich dummes Zeug! Er hat eben keine Ahnung. Übrigens, die Straßenarbeiten von Gaspar Hernandez sind kein Einzelfall sondern landesweiter Usus.

Erinnern wir uns: das traditionelle Weihnachtsessen des Präsidenten mit dem Volk. Weihnachten 2011 speiste Fernández mit den Bürgern in Santiago. Wie versprochen, die Wege im Barrio Cienfuegos waren neu asphaltiert. Er war stolz, der Präsident. Das Volk ließ es sich schmecken. Schon im Januar protestierte man, die Straßendecke platzte auf, brach weg oder ein. Schilda ist eben überall, ganz besonders in der Dominikanischen Republik. Und der Gringo? Entweder er erträgt es mit einem Lächeln – oder er sucht sich eine neue Heimat, denn wer dieses Tohuwabohu nicht ertragen kann, der ist nicht für die Karibik.

WANN GIBT ES ENDLICH KONTROLLEN FÜR SPENDEN?

EU spendet der DomRep 15,6 Millionen € Wohin gehen die Mittel wirklich?

Die dominikanische Regierung hat allen Grund zur Freude. 15,6 Millionen Euro fließen einmal mehr in den karibischen Staatshaushalt. Eine großzügige Spende der Europäischen Union. Das Geld soll verwendet werden, um regionale Verwaltungen bei der demokratischen Arbeit und der sozialen Kohäsion der Dominikanischen Republik zu unterstützen. Bei einer solch generösen Spende trifft wieder die Polit-Prominenz zusammen. Die dominikanische Regierung hat allen Grund zur Freude. 15,6 Millionen Euro fließen einmal mehr in den karibischen Staatshaushalt. Eine großzügige Spende der Europäischen Union. Das Geld soll verwendet werden, um regionale Verwaltungen bei der demokratischen Arbeit und der sozialen Kohäsion der Dominikanischen Republik zu unterstützen. Bei einer solch generösen Spende trifft wieder die Polit-Prominenz zusammen.

Bürgermeister Roberto Salcedo von Nationalen Distrikt, der Minister der Präsidentschaft Gustavo Montalvo, Staatsminister Ramon Ventura Camejo und weitere Funktionäre setzten ihr dankbares Gesicht auf als einmal mehr die Botschafterin der Europäischen Union, Irene Horejs, die frohe Botschaft der Geldspende verkündete.

Um es klar auszudrücken, dieses Geld soll helfen die Regionalverwaltungen im Land zu unterstützen bei ihrer Arbeit. Zivile Leistungen der Bürgermeisterämter sollen professionalisiert werden. Der zivilen Gesellschaft sollen Leistungen demokratischer entgegengebracht werden, Korruption soll bekämpft werden. Es soll die menschliche Entwicklung gefördert werden um die Milleniumsziele im Land zu erreichen. Städtische Gesetzmäßigkeit soll verbessert werden, politische Unbeständigkeit bekämpft werden. Hier nur einige Begriffe aus der Programmvielfalt die unterstützt bzw. gefördert wird: PASCAL/DIGECOOM/PARME/PARAP... Alles klar?

Viele schwammige Worte, viele blumige Andeutungen wofür Spendengelder dienen sollen. Wofür werden sie aber letztendlich wirklich verwendet? Als jahrelanger Beobachter und Resident fragt man sich doch: Hat die EU nicht selbst genug Probleme? Gibt es nicht genug Hilfsbedürftige innerhalb der Europäischen Union? Zum Beispiel die Flutopfer. Nein, die EU will einmal mehr glänzen, ihrer Aufgabe gerecht werden Entwicklungsländern zu helfen.

Womit man einmal diesen Begriff nur kurz anreißen sollte. Die Dominikanische Republik ist im Grunde sehr reich. Eventuelle Ölquellen will man (trotz internationaler Hilfen) nicht weiter erforschen, man hat Reichtümer in Form von Gold, Silber, Kupfer, Eisennickel. Es gibt Salzbergwerke, Bauxitminen, Larimar und Bernstein, Kalk, Gips, Marmor. Der Tourismus bringt Milliarden von USD als Devisen. Das Land ist reich.

Die Bevölkerung auch, sofern man Politiker ist. Denn dann sitzt man an einer unerschöpflichen Quelle. Nur ein Beispiel: Senatoren oder Abgeordnete verdienen zwischen 300.000 RD$ und 500.000 RD$. Sie bekommen Diäten wie ihre internationalen Kollegen, manche Senatoren verdienen gar mehr als Kollegen in der EU oder den USA. Wohl gemerkt, Politiker aus einem Entwicklungsland! Ein Feldarbeiter, der 6 Tage die Woche und 10 Stunden am Tag im Zuckerrohrfeld arbeitet, dem gibt man einen Lohn von 6.500 RD$. Ach ja, der Zolldirektor verdient mehr als 600.000 RD$ im Monat. Natürlich kann man diese monströsen Löhne rechtfertigen! So will man die Korruption bekämpfen.

Oder macht man Ziegen zu Gärtnern? Denn die Katze lässt das mausen nicht, wer einmal die Annehmlichkeiten von „Nebeneinnahmen“ kennengelernt hat, der verzichtet darauf nicht. Die EU spendet (!) 15,6 Millionen Euro. Was wird daraus werden? Sicher wird das Geld gut angelegt. So wie die Spende Spaniens. Der ehemalige Herrscher über Hispaniola spendete im Dezember 2012 8,2 Millionen USD um die Wasserversorgung von Santo Domingo zu verbessern. Was wurde seither verbessert? Man kann nur lesen dass es zu einer Katastrophe kommt wenn das Wasserwerk Valdesia ausfällt. Man muss unbedingt neue Aquädukte erbauen,. sonst sind mehr als 1,5 Millionen Bürger im Nationalen Distrikt ohne Wasser!

Tja, kann man mit 8,2 Millionen so etwas nicht erstellen? Sicher könnte man, aber die EU und viele Länder der Welt schmeißen ihre Gelder in ein schwarzes Loch, respektive in die Dominikanische Republik. Und natürlich, so ergab eine Anfrage beim Umweltminister der Bundesrepublik (nach einer Spende für die Wiederaufforstung am Grenzgebiet): man habe nicht das Recht die Verwendung der Gelder zu überprüfen!

Wohl denn! Man spende weiter, die Regierungspolitiker freuen sich immer über die neuesten Modelle von Geländewagen. Und natürlich fragt ja niemand nach wie/wo oder wann die Spendengelder verwendet wurden. Es kommt alles einem guten Zweck zu, nur die Definition des „guten Zweckes“ ist halt schwammig. Man täte gut daran, das gilt für die EU wie USA und andere Spenderländer: Sachspenden liefern. Zwar besteht auch hier die Gefahr dass dann Computer, Motorräder und andere brauchbare Dinge in Familien von hohen Militärs und Politikern landen, aber immerhin verjubelt man keine Millionen.

Vielleicht denkt die EU auch einmal über die Spenden der „Grenzhilfe“ nach. Auch hier flossen Millionen um den binationalen Grenzhandel anzukurbeln. Statt dessen will Haiti nur noch 1x wöchentlich einen Markttag an der Grenze. Und wo wir gerade dabei sind: Herr Blatter von der FIFA ließ es sich nicht nehmen vor Monaten mehr als 4 Mio. USD zu spenden, denn Fussball verbindet Nationen und das Geld sollte verwendet werden zur besseren Völkerverständigung zwischen Haitianern und Dominikanern. Was man nicht sieht: Erfolge der Spendenzahlungen. Was jedoch Alltag ist: Menschenrechtsverletzende Massenabschiebungen (Völkerverständigung?) oder Handelskriege. Es gibt ein Handelsverbote, die Dominikanische Republik darf diverese Kunststoffe nicht mehr ausführen ins Nachbarland, ebenfalls keine Eier oder Geflügel (tot oder lebendig). All dies ist Gegenwart. Vielleicht aber auch nur Mittel zum Zweck? Seht her, wir haben Probleme im Umgang miteinander. Wie wäre es mit weiteren Spenden die der grenzüberschreitenden Freundschaft dienen?

DAS 1 X 1 EINES TOURISMUSDIREKTORS

Fehlender Tourismus ist Schuld an der Vermehrung von Prostitution

Kaum war Lorenzo Sancassani, der neue Tourismusdirektor für die Nordküste im Amt, erhob er die Bekämpfung der Prostitution die Eindämmung des Sextourismus zur Chefsache. "Dieses Gewerbe sei Schuld daran, dass seriöse Händler und Kaufleute leiden. Huren verhinderten den Zuwachs an normalen Touristen", so die These. Eine Razzia in Sosúa war die Folge, 16 Bars wurden durchsucht, eine vorübergehend geschlossen. Nun macht Sancassani den stark rückläufigen Tourismus an der Nordküste verantwortlich für die Vermehrung der Prostitution. Weniger Touristen = Hotelschließungen = weniger Jobs = mehr Prostitution! Kaum war Lorenzo Sancassani, der neue Tourismusdirektor für die Nordküste im Amt, erhob er die Bekämpfung der Prostitution die Eindämmung des Sextourismus zur Chefsache. "Dieses Gewerbe sei Schuld daran, dass seriöse Händler und Kaufleute leiden. Huren verhinderten den Zuwachs an normalen Touristen", so die These. Eine Razzia in Sosúa war die Folge, 16 Bars wurden durchsucht, eine vorübergehend geschlossen. Nun macht Sancassani den stark rückläufigen Tourismus an der Nordküste verantwortlich für die Vermehrung der Prostitution. Weniger Touristen = Hotelschließungen = weniger Jobs = mehr Prostitution!

Die hohe Arbeitslosigkeit und die mangelnde Perspektive einen Job zu finden, sei der Grund warum die jungen Frauen auf den Strich gehen. Der Hauptwirtschaftszweig ist der Tourismus, doch dieser ist in den vergangenen Jahren im Norden drastisch eingebrochen. Dies brachte einen Aufschwung der Prostitution in Sosúa, Cabarete und anderen Gemeinden der Provinz. Die einzige Möglichkeit den Auftritt von Prostituierten zu mindern sei daher die Schaffung neuer Quellen für Arbeitsplätze. Die Prostitution habe den Tourismus subtrahiert, es sei der Familientourismus der die Gäste gebracht habe, so Sancassani. Nach wie vor will er die Prostitution ausrotten, es sei keine Art dass Frauen halbnackt am Strand und in den Straßen herumlaufen und teilweise ihre Geschlechter zeigen. Der Bürgermeisterin von Sosúa, Ileana Neumann, sei ebenfalls aufgefallen dass die Prostitution Schäden im Handel verursache.

Hier muss man als Redaktion sicher Aufklärung betreiben. 1) Sind die meisten Putas (Prostituierte) die in Sosúa oder Cabarete anschaffen gehen nicht aus dieser Provinz. Es kommen Frauen aus allen Regionen des Landes, von San Juan de la Maguana, La Romana oder La Vega in den Norden. Diese Frauen arbeiten fern der Heimat, dort wo sie niemand kennt. Der Familie und Verwandtschaft wird gerade gesagt man habe einen Job im Tourismus. 2) In den besten Zeiten von Sosúa war es doch gerade die Prostitution die der ganzen Provinz Touristen verschaffte und jeder Kaufmann seinen Anteil daran hatte. Das „Ibiza der Karibik“ war in aller Munde. Dutzende von kleinen Hotels existierten wo man als Mann eben auch seine „Urlaubsbekanntschaft“ mit auf das Zimmer nehmen konnte. Stundenhotels gab es obendrein. Allein in Sosúa waren mehr als ein halbes Dutzend Discotheken geöffnet, die Bars gefüllt. Doch der Handel profitierte auch, nicht nur die Gastronomie und Hotellerie. Die Frauen gingen fast täglich in den Schönheitssalon. Haare und Nägel wurden gestylt.

Wer das Glück hatte einen Freier über mehrere Tage zu haben, so wurde dieser dazu animiert nicht nur in Restaurants mit seiner „Geliebten“ zu gehen, auch Shopping war angesagt und Boutiquen konnten über Kundschaft nicht klagen. Einfach ausgedrückt: Sosúa war ein Puff, man hatte seinen Spaß. Der Fehler im Tourismus ist also nicht im Rotlichtmilieu zu suchen, die Fehler wurden in ganz anderen Bereichen gemacht. Dazu kann man aber einen gesonderten Bericht schreiben, denn diese Fehler halten noch immer an, man lernt ja nicht aus Fehlern, manmacht sie immer wieder und sucht die Schuld bei Anderen. In diesem Fall sind es die Putas. Wäre Prostitution der Grund für Tourismusrückgang muss man sich fragen: wieso fahren so viele Touristen nach Pattaya?

BÜRGERMEISTERAMT PLANT EINE NEUGESTALTUNG

Gibt es bald einen Aufruhr am Strand von Sosúa?

Kioskbetreiber fürchten um ihre Existenz. Über 30 Jahre gibt es die kleinen Strandbuden an der Bucht. Der Hauptzugang zum Strand, auch hier reihen sich kleine bunte Hütten aneinander. Hier gibt es alles was man nicht braucht, der Tourist aber gern kauft. Zigarren, Rum, Souvenirs von Kitsch bis Handwerkskunst, Mode, Schmuck, Accessoires und Strandlaken. All das gehört zum Ambiente des Strandes von Sosúa. Damit ist bald Schluss, zumindest wenn der Tourismusdirektor aus Puerto Plata und Bürgermeisterin Ilana Neumann aus Sosúa sich durchsetzen. Das alte Image passt nicht mehr, ist nicht zeitgemäß und erfüllt nicht die Ansprüche der Urlauber von heute. Andres Batista, Sprecher der Vereinigung der Strandbudenbetreiber, ist anderer Meinung. Immer mehr Angst geht um bei den Gift-Shop Besitzern. Sie sollen in zwei neu geplante Einkaufspassagen umgesiedelt werden. Dort jedoch hat man keine kleine eigene Bude, hier wird eine Miete fällig. Wer kann sich das leisten, noch dazu auch ein Ladenlokal in guter Lage anzumieten? Weiter befürchten die Kaufleute dass die guten Einheiten an Restaurantbetreiber und Boutiquebesitzer der Hotels vorrangig vergeben werden.
Die Zeiten von Sosúa als das „Ibiza der Karibik“ sind schon lange vorbei. Die Saison, sofern man davon reden kann, ist begrenzt auf das 1. Quartal im Jahr, danach ist es ein Überlebenskampf. Nun wurde bekannt dass der Stadtrat auch die Schmuckgeschäfte am Strand umsiedeln will. Erst war ja nur von einer Räumung der Zufahrtstraße die Rede. Viele befürchten dass hier Investoren ihre Hände im Spiel haben, an der schönen Bucht schon bald Ferienwohnungen entstehen. Dann ist auch die Zeit abgelaufen für kleine Massagebuden, die Maniküre und Pediküre wird es am Strand nicht geben.
Wann muss der Rest weichen?
Hat Sosúa bald eine moderne Wohnanlage, einen aufgeräumten (aber dann leeren) Strand von 2 Kilometern Länge. Ein Horrorszenario für die Liebhaber des alten Sosúa welches doch mit seinen bunten (wenn teilweise auch schäbigen) Hütten ein karibisches Flair verbreitete. Und man muss es sagen: manch eine Strandbude macht auch was her, ist nicht nur künstlerisch gut gestaltet, es gibt auch eine gute Küche und vor allem hat man einen tollen Ausblick, sowohl auf die Bucht als auch auf die Menschen die den ganzen Tag hier auf und ab flanieren.

UMWELT- UND NATURSCHUTZ

Ein traurig schöne Insel...

Eigentlich hätte die DomRep alle Voraussetzungen für ein wahres Naturparadies, aber unter den politischen und wirtschaftlichen Gegebenheiten geht man mit diesem wertvollen Gut äußerst sträflich um. Eigentlich hätte die DomRep alle Voraussetzungen für ein wahres Naturparadies, aber unter den politischen und wirtschaftlichen Gegebenheiten geht man mit diesem wertvollen Gut äußerst sträflich um. Dabei muss Umwelt- und Naturschutz gar nicht mal teuer sein. Er fängt mit der Aufklärung in der Schule und in den Medien an und hört mit der Erhaltung von Lebensräumen als Minimalstes auf. Aber wie will man Lebensräume erhalten, wenn sich die Bevölkerung explosionsartig vermehrt und ausbreitet, wenn Ölschulden mit dem Export von Bohnen nach Venezuela getilgt werden können. Und die Menschen an der Erhaltung ihrer Umwelt zu interessieren und zu beteiligen, davon ist hier nicht viel zu spüren. In den Schulen sind die Lehrer mehr mit sich selbst als mit den Schülern und dann auch noch mit solchen Themen beschäftigt? Und für Finanzierung von großartigen Umweltprojekten fehlen die Mittel. So brüstet man sich nur mit Nationalparks, und nur mit dem einen Ziel, möglichst viel Touristen anzulocken. Aber für die Wahrung des biologischen und ökologischen Gleichgewichts der Natur wird nicht viel Erkennbares getan. Da ist die Aufforstung von paar einst sinnlos gerodeten Waldflächen nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, wenn im gleichen Atemzug immer mehr Rückzugsgebiete von wild lebenden Tieren und seltenen Pflanzenarten der Schaffung neuer Nutzflächen geopfert werden. Ein weiteres großes Umwelt schädigendes Problem ist der immer reichlicher anfallende Wohlstandsmüll und dessen Beseitigung. Das ist auch in erster Linie ein Erziehungs- und Aufklärungsproblem, und mangels staatlicher fehlender Initiative und Investitionen gehen wertvolle Sekundär-Rohstoffe unwiederbringlich für immer verloren, verschandeln Natur und Umwelt, gefährden Tier- und Pflanzenwelt und nicht zuletzt die Menschen. Das alles ist ein Thema wohlbekannt, über das man eigentlich nicht mehr schreiben muss, nur handeln müsste.

Ich lebe nun acht Jahre hier und bin von Hause aus ein Natur- und Pflanzenfreund und -Liebhaber. Erstaunlich, was ich an Tieren in unserem kleinen selbstgeschaffenen Pflanzen- und Gartenparadies beobachten konnte. Von der hauseigenen Tarantel und Kröte über zahlreiche Schmetterlinge, Kolibris, Revierkämpfe der Geckos bis hin zur Schlange, deren zweistündigen Futterkampf mit einem Mako ich beobachten konnte. Da wäre mancher Tierfilmer neidisch geworden. Aber leider musste ich in letzter Zeit feststellen, dass durch die Bebauung angrenzender unbebauter Flächen, auch durch die Überhandnahme von Katzen viele der oft schon seltenen Gäste ausbleiben oder nur noch ganz selten zu beobachten sind. Noch mehr aber wundert es mich, dass es hier wohl ein Gesetz zum Schutze der Tiere existieren soll, dass aber scheinbar nur den Schöpfern desselben bekannt sein muss, denn von seiner Einhaltung bzw. von der Ahndung bei Verstößen ist hier nicht zu spüren. Da werden von Jugendlichen Vogelnester ausgenommen, die Elternvögel mit der Fletsche gekillt, Schlangen, Kröten, Taranteln von Erwachsenen aus Dummheit und Unwissenheit als hochgiftige und somit äußerst gefährliche Tiere beseitigt; und unglaublich, diese wunderschönen und äußerst wichtigen, leider schon recht seltenen Eulenvögel als Hexen verschrien und regelrecht in einem Rausch erschlagen. Und allen gucken zu oder schauen weg und sind somit auch beteiligt.

Es macht mich sehr betroffen, dass ich nun innerhalb von zehn Tagen gleich zweimal zusehen musste, wie eine herrliche Schleiereule, getötet und an den Füßen zusammen gebunden, in einem regelrechten Rausch zur Austreibung von Hexen und Teufeln auf dem Rücken dieser Entarteten noch gänzlich zerschlagen wurde. Das zweite Elend muss ich mir nun jeden Tag ansehen und versuchen, dieses zu lindern. Es ist ein noch sehr junger, wahrscheinlich ein Steinkauz, dem seine Beine verstümmelt wurden, ein Bein ein offener Bruch ist, das andere Bein ein geschlossener. Leider können wir nur lindern, nicht helfen, denn ein Tierarzt machte da wenige Anstalten, wahrscheinlich auch noch von Resten des Hexenglaubens besessen. Man müsste das Bein amputieren, bot er uns an. Besser wäre es aber, dieses korrekt zu operieren und zu schienen, das andere müsste auch eingegipst werden. Wer aber macht dies hier? Gibt es hier überhaupt Auffangstationen für verletzte Tiere? Wenigstens haben wir eine Freude, dass es unserer gefiederten Mäusefängerin nicht schlechter, immer etwas besser geht, sie ihre neuen Eltern immer mehr akzeptiert. Welche Gefühle mögen in ihr vorgehen, welche Schmerzen muss sie ausstehen? Hat sie überhaupt eine Chance zu überleben? Schaden wir ihr mehr, als dass wir mit unseren Maßnahmen helfen? Fragen, die keine Antwort finden. Das Internet war da auch wenig aufschlussreich, nur für deutsche und europäische Verhältnisse gedacht. So ziemlich steht jedenfalls fest, dass sie nie wieder auf einem Ast sitzt oder gar eine Maus fangen wird, sie immer auf menschliche Hilfe angewiesen sein wird, ihre Lebenserwartung nicht rosig aussieht. Wie kann man das nur einem Tier antun, wie kann man da nur Freude daran haben, wo sich hier doch die meisten als sehr christlich geben? Du sollst nicht töten, sagt wohl eines der Zehn Gebote aus. Gilt das nur für die Menschen? Davon ist hier leider auch nichts zu spüren, wo doch jeden Tag Ermordete in den Medien präsentiert werden, wo man sich mit Vorliebe für Machete, Pistole oder ätzende Säure gegenseitig umbringt. Welche Irren haben das getan? Der Kreis derer ist uns nun bekannt, das uns aber auch nicht weiterhilft. Hier muss man tatsächlich vorsichtig sein, sich zu äußern. Das ist wirklich alles schade, schade für eine eigentlich sehr schöne Insel, deren Sitten und Bräuche immer mehr entarten...

Jürgen Crone

FEHLKALKULATIONEN MACHEN DIE METRO ZUM LUXUSZUG

METRO - der Kindheitstraum eines Präsidenten oder der Albtraum des Volkes

Als Ex-Präsident Dr. Leonel Fernández im Jahre 2008 das Projekt "METRO" ankündigte, begannen bereits die ersten Diskussionen. Die Einen, vor allem das damalige Staatsoberhaupt selbst, sahen in der Untergrundbahn eine Verkehrspolitik mit Weitsicht - vor allem um Santo Domingo vor einem "Verkehrsinfarkt" zu bewahren. Nicht ohne Stolz verwies Fernández bei jeder Gelegenheit darauf, dass die Dominikanische Republik der einzige Staat der Karibik sei, der über eine derartiges Nahverkehrssystem verfüge - Santo Domingo als "Metropole". Als Ex-Präsident Dr. Leonel Fernández im Jahre 2008 das Projekt "METRO" ankündigte, begannen bereits die ersten Diskussionen. Die Einen, vor allem das damalige Staatsoberhaupt selbst, sahen in der Untergrundbahn eine Verkehrspolitik mit Weitsicht - vor allem um Santo Domingo vor einem "Verkehrsinfarkt" zu bewahren. Nicht ohne Stolz verwies Fernández bei jeder Gelegenheit darauf, dass die Dominikanische Republik der einzige Staat der Karibik sei, der über eine derartiges Nahverkehrssystem verfüge - Santo Domingo als "Metropole".

Die Anderen - auch Gegner genannt - konnten offensichtlich besser rechnen und warnten schon damals vor einer Verschwendung im Milliardenbereich, US-Dollar wohlgemerkt. Doch Fernández war an der Regierungsmacht und konnte sich mit seinem „Baby“ durchsetzen. Viele Milliarden an US-Dollar gab man aus, um ein Verkehrsmittel zu kaufen, welches statistisch nur 2,45% der Bevölkerung nutzen können und das aus verkehrstechnischer Sicht gerade einmal 5,45% des Transportvolumens im Raum Santo Domingo bewältigt. Diese Tatsachen jedoch wurden außer Betracht gelassen... Veil wichtiger: Leonel konnte sich als Staatsmann einen Kindheitstraum erfüllen, zu gerne bezeichnet er in diesem Zusammenhang Santo Domingo als sein „kleines New York“.

Fakt ist, dass die METRO eine riesige Geldverbrennungsmaschine wurde. Die anfänglichen Kalkulationen und Berechnungen waren allesamt falsch. Dabei hatte man sich nicht etwa um 10% oder 20% verkalkuliert. Nein, die Metro I wurde annähernd fünf mal so teuer. Bei der Metro II ging dann das Geld aus, hier wusste man sich aber zu helfen, das Streckennetz schrumpfte nahezu um die Hälfte, doch die Baukosten lagen immer noch über denen die man für die ursprüngliche Strecke errechnet hatte.

Seit dem 1. April 2013 kann man auf die neue Linie II blicken. Doch kann man auch von einem Erfolg sprechen? In Santo Domingo leben geschätzt fast vier Millionen Menschen, im April 2013 kam man im Durchschnitt auf 163.392 Fahrgäste am Tag, Hin- und Rückfahrt wohlgemerkt, das entspricht also 81.696 Personen die die Metro II nutzen. Nach offiziellen Zahlen sind dies 2,45% der Bevölkerung im Nationalen Distrikt, aber deutlich weniger als 1% (0,84%!) der Gesamtbevölkerung des Landes. Man muss ja die Gesamtheit sehen, denn schließlich haben alle Bewohner im Land zu zahlen, auch wenn sie nie in den Genuss kommen werden einmal mit der Metro zu fahren.

Man wundert sich noch heute wie sich der Direktor der OPRET (Oficina para el Reordenamiento del Transporte), Ing. Ramon Leonel Carrasco in seinem Stuhl halten kann. So viel Geld vernichtet, geglänzt nur durch Fehlplanungen, ist der Funktionär noch heute im Amt. Stolz ist er, wenn er erklärt dass im April 2013 insgesamt (also Linie I und II) 4.901.756 Passagiere die Metrozüge in Santo Domingo nutzten. Linie I ist dabei deutlich mehr ausgelastet gewesen (3.167.100 Fahrgäste), mit Linie II mobilisierten sich 1.734.656 Personen. Um es in Relation zu setzen: 5,45% der Bewohner der Weltstadt Santo Domingo haben im ersten Monat des Betriebes beider Metro-Linien das Angebot genutzt.

Man spricht von großer Verkehrssicherheit, dies ist kaum zu widerlegen. Tatsächlich glänzt der U-Bahn Betrieb mit einer sehr hohen Zuverlässigkeit. Aber wenn 94,65% der Bewohner offensichtlich keine oder andere Transportmittel nutzen (Motoconcho, Guagua, Linien-Taxi), dann ist es wohl sehr verwegen davon zu reden dass die METRO das beliebteste städtische Verkehrsmittel von Santo Domingo ist. Man mag stolz sein, das trifft es eher, der Dominikaner ist ja bekannt für sein „Orgullo“(Stolz). Wer hat schon eine METRO in der Karibik? Eben!

Tatsächlich aber bleibt der Verkehr in der Metropole chaotisch. Nach Ermittlungen im Transportwesen stellte man fest dass immerhin 80,5% der Städter auf andere Transportmittel setzen. Sie fahren mit den rund 16.500 Linientaxis, mit 2.800 Micro- oder Minibussen und den 90 Autobussen der privaten Busbetriebe. Die 90 „Guaguas“ der Privatunternehmer befördern 2% der Städter, die OMSA (städtische Busbetriebe) sind ebenfalls eine Geld-Vernichtungsmaschine. Ein aufgeblasener Personalaufwand, desolate Busse aufgrund mangelnder Wartungen, dennoch hat man ca. 160 Busse im Betrieb, befördert rund 3,6% der täglichen Passagiere. Das ist immer noch mehr als die Linie I der METRO, trotz gewaltiger Desorganisation bei der OMSA aber immer noch ein Vielfaches günstiger als das Milliardenprojekt METRO von Ex-Präsident Fernández.

Das ineffiziente Transportsystem von Santo Domingo hat im städtischen Bereich 208 Routen, Im Hin-und Rückbetrieb kommt man auf ein Streckennetz von 1.972 Kilometern Länge. Zwölf Verkehrsverbunde (Innungen) haben sich organisiert und leiten zur Zeit 205 Transportgewerkschaften, diese erwirtschaften täglich rund 60 Millionen RD$, 1,2 Milliarden RD$ im Monat. Die METRO hingegen, ein Staatsbetrieb, weist mehr Defizite auf. Am 29. Januar 2009 bereits wurde Linie I eingeweiht. Mehr als 4 Jahre danach sieht man noch immer keine Anzeichen von organisiertem Transportsystem. Man hatte mal davon gesprochen mit 500 Zubringerbussen den Verkehr zur METRO zu organisieren, so mehr Fahrgäste zur METRO zu bringen. Man sprach auch von „Umsteiger-Tickets“ die für Bus und U-Bahn gelten sollten. Es müssen wohl Versprecher gewesen sein. Somit ist die METRO nur für die Bewohner ein Geschenk welche nahe einer Bahnhofstation wohnen / arbeiten. Sie haben ein schnelles und kostengünstiges Verkehrssystem zur Verfügung, doch dies ist die Minderheit der potentiellen Fahrgäste in Santo Domingo.

Die nationale Armut ist Dank der METRO immens gestiegen, der Fahrbetrieb keinesfalls kostendeckend und so gehen Monat für Monat weitere „Pesitos“ in den Untergrund. Man fragt sich heute warum die „Grundsteinleger“ der Verschwendung nie zur Rechenschaft gezogen wurden. Ist es Korruption? Bereicherung an Staatsgeldern? Reines Unvermögen? Von allem etwas? Ing. Diandino Peña war 2005 der Direktor der OPRET, er hatte seine Berechnungen wie folgt aufgestellt: 175.000 Passagiere am Tag in der Linie I, Baukosten total in Höhe von 326 Millionen USD. Am Ende spricht man offiziell von Baukosten in Höhe von 750 Millionen USD. Doch diese Zahl ist, wie nicht anders zu erwarten, „karibisch geschönt“. Ein Staat der durch mangelnde Transparenz glänzt, der Korruption pflegt, der wird nie dem Volke die Wahrheit sagen. Bei WIKILEAKS kann man sie nachlesen. Am 16. Mai 2007 kam bei einer sachkundigen Berechnung durch Ing. Hamlett Hermann eine andere Zahl heraus: 1,29 Milliarden USD! Finanzierungskosten mit eingeschlossen macht dies 1,584 Milliarden USD. Nachzulesen wie gesagt in einer vertraulichen Meldung der US-Botschaft, WIKILEAKS machte es publik.

Immerhin, die anfänglich kalkulierten Baukosten wurden damit um mehr als das 4,85fache überschritten. Was man bei den Baukosten um ein Vielfaches übertroffen hat wurde dann bei der Berechnung von Fahrgästen deutlich unterboten. 170tsd. Fahrgäste am Tag? Nach 4 Jahren sollte man meinen der Transport hat sich etabliert, dennoch, mehr als 105tsd. Passagiere / Tag sind kaum erreichbar. Gerade mal gute 60% der Ausgangsberechnung erfüllt. Gelernt hat man jedoch nicht. Bei der Linie II gingen die Baukosten wieder ins Uferlose, die Passagierzahlen die man erreicht liegen weit hinter den Erwartungen zurück. Die METRO I und II sind ein extremes Luxusgut in einem Land wo mehr als 14% der Bevölkerung in extremster Armut leben (das bedeutet die Tageseinnahmen liegen unter 1,25 USD/Tag!). Der Karibikstaat hat zwar eine Millionen-Metropole, die METRO kostete aber Milliarden USD. Man hat hervorragend bewiesen dass man in Sachen Berechnung, Planung, Organisation und Durchführung weit von den Leistungen anderer Weltstädte entfernt ist. Aber man ist ja auch nur „Pequeño Nueva York“.

Positiv kann man zurückblicken auf schöne Fotos mit dem damaligen Regierungspräsidenten Dr. Fernández im Führerhaus der METRO, sein Kindheitstraum...kostet das Volk das letzte Hemd! Immerhin kamen wenige Bürger dann in den Genuss eines Gratis-Transportes in der Zeit der Einführung der METRO-Strecken. Es ist nur eine Frage der Zeit, eine Frage der Finanzierung, wann dieser Wahnsinn weitergeführt wird. Denn mit METRO I und II ist man ja noch nicht am Ende des (Alb)Traumes. Man hat große Pläne, bis hin zu 6 (!) Metrolinien sind geplant. Sponsoren sind willkommen.

DIE FOLGEN STEIGENDER KRIMINALITÄT

Schweiz aktualisiert ihre Reisewarnungen für die DomRep

Die Folgen hoher Kriminalität in der DomRep führen zu immer weiteren Reisewarnungen. Aktuell hat die Schweizer Eidgenossenschaft "EDA" ihre Reisehinweise für die Dominikanische Republik überarbeitet und ihre und Warnungen vor Gefahren im Land entsprechend aktualisiert. Die Folgen hoher Kriminalität in der DomRep führen zu immer weiteren Reisewarnungen. Aktuell hat die Schweizer Eidgenossenschaft "EDA" ihre Reisehinweise für die Dominikanische Republik überarbeitet und ihre und Warnungen vor Gefahren im Land entsprechend aktualisiert.

Allgemein: Das Land gilt als stabil, die Kriminalitätsrate nimmt jedoch zu. Streiks und Demonstrationen häufen sich angesichts der wirtschaftlich angespannten Situation. Demonstrationen verlaufen häufig gewalttätig, Konfrontationen mit Polizei und Militär sind gewollt, Schusswaffen kommen zum Einsatz, auch seitens der Demonstranten. Größere Menschenansammlungen und Protestaktionen sollten gemieden werden.

Kriminalität: Eine Zunahme von Taschendiebstählen, Raubüberfällen, Aufbrechen von PKW, Einbrüchen in Privathäuser und Ferienwohnungen ist zu beobachten. Wiederholt wurden Ausländer Opfer von Überfällen, häufig mit Todesursache da Diebe Gebrauch von Schusswaffen / Macheten Gebrauch machen. Einige Quartiere (es erfolgt keine detailierte Angabe der Wohnregionen) von Santo Domingo, Boca Chica und Sosúa gelten als nachts besonders gefährlich. Auf das Tragen von Schmuck und Uhren sollte verzichtet werden. Kreditkartengebrauch nur mit Vorsicht, Missbrauch kommt vor (kopieren der Daten am Bankautomaten, falsche Abrechnungen).

Bei Fahrten im Auto: Fenster geschlossen und Türen verriegelt halten! Nicht öffnen wenn Personen ans Fenster kommen! Bei Dunkelheit nicht allein in entlegenen Zonen laufen. Ausflüge sollten bei renommierten Reiseveranstaltern gebucht werden, dies können auch lokale Anbieter sein, achten sie auf gültige Zulassungen/Versicherungsschutz. Nie Widerstand bei einem überfall leisten, die Gewaltbereitschaft nimmt zu! Personal im Haus / Ferienhaus nur auf Empfehlung von Vertrauenspersonen einstellen. Bei geschäftlichen Transaktionen oder Immobilienkauf unbedingt einen vertrauenswürdigen Anwalt nehmen (Konsulate und Botschaften haben Empfehlungen).

Verkehr: Abseits der Hauptstraßen sind die Wege oft in sehr schlechtem Zustand. Nächtliche Überlandfahrten sind nicht ratsam, Fahrten in Sammeltaxis / Guaguas und öffentlichen Bussen ist nicht empfehlenswert (Sicherheitsmängel an Fahrzeugen, Diebstahlgefahr). Relativ sicher sind die großen Busgesellschaften (Metro, Caribe Tours). Besonderes: Anzeigen auf einer Polizeistation können sich schwierig gestalten, auch mit einer eigenen Haft enden (wenn Frauen vorgeben Gewaltopfer zu sein steht „MANN“ schlecht da). Bei Unfällen kann es ebenfalls bis zum endgültigen Verhör zur Verhaftung kommen. Nichtbezahlung von finanziellen Verpflichtungen kann für Ausländer ebenfalls fatale Auswirkungen haben.

Drogen: Auch der Besitz kleinster Mengen von Rauschgift (egal welche verbotene Substanz) wird hoch bestraft (5-30 Jahre Gefängnis). Die Haftbedingungen gelten als katastrophal. Überfüllte Zellen, Gewalt unter Sträflingen, schlechte bis keine Verpflegung, schlechte medizinische Versorgung.

Katastrophen: die Dominikanische Republik liegt in einem Erdbebengebiet. Vom 1. Juni bis 30. November ist Hurrikansaison, den Anweisungen des Hotelpersonals oder die Verfolgung von Warnungen des COE (Notfalloperationszentrum) sind dringend zu empfehlen.

JUSTIZ LÄSST GESTÄNDIGER MÖRDER LAUFEN

Wird das dominikanische Recht durch die Parteifarbe definiert?

Man möchte es sich nicht vorstellen: jemand aus der Familie wird wegen einer Nichtigkeit umgebracht. Oder etwas deutlicher: weil er der falschen Partei angehörte. Was würde man wollen? Die Einen sicherlich rufen nach dem Kopf des Mörders. Andere würden sich schon mit dem Recht zufrieden geben wenn man den Mörder ergreift und seiner gerechten (?) Haftstrafe zuführt. Mord mit Hinrichtung zu bestrafen ist weltweit umstritten, solange niemand selbst betroffen ist lässt sich Humanität einfach predigen. Doch wie fühlt man sich, wenn die Justiz den Mörder einfach wieder frei lässt, nach nur einem Jahr Haftstrafe? Gibt es nicht? Doch, in der Dominikanischen Republik ist Vieles möglich, vor allem wenn man die richtige Parteifarbe gewählt hat! Man möchte es sich nicht vorstellen: jemand aus der Familie wird wegen einer Nichtigkeit umgebracht. Oder etwas deutlicher: weil er der falschen Partei angehörte. Was würde man wollen? Die Einen sicherlich rufen nach dem Kopf des Mörders. Andere würden sich schon mit dem Recht zufrieden geben wenn man den Mörder ergreift und seiner gerechten (?) Haftstrafe zuführt. Mord mit Hinrichtung zu bestrafen ist weltweit umstritten, solange niemand selbst betroffen ist lässt sich Humanität einfach predigen. Doch wie fühlt man sich, wenn die Justiz den Mörder einfach wieder frei lässt, nach nur einem Jahr Haftstrafe? Gibt es nicht? Doch, in der Dominikanischen Republik ist Vieles möglich, vor allem wenn man die richtige Parteifarbe gewählt hat!

Der Fall: Ambiorix Capellán Santos wird in der Nacht zum 20.5.2012 erschossen. Die Kugel stammt aus der Waffe von Salvador Almonte, einem Führer der Regierungspartei PLD (Partido Liberacion Dominicana). Almonte gestand die Tat und kam vorerst für ein Jahr in Untersuchungshaft. Das Centro Correcional y de Rehabilitacion San Felipe von Puerto Plata ist fortan die Heimatadresse des Mörders der das politisch aktive Mitglied der Oppositionspartei PRD (Partido Revolucionario Dominicano) auf dem Gewissen hat. Zwar ist der Täter geständig gewesen, doch Mord bleibt Mord, die Höchststrafe hierfür kann bis zu 30 Jahre betragen wenngleich einige Richter oft auch mit einer deutlich geringeren Strafzeit dieses Verbrechen ahnden. Doch was nun beim Kollegialgericht in Puerto Plata geschah ist für die Familie des Toten unfassbar. Eine Richterin entließ den Mörder. Die Geschwister von Ambiorix, Pablo und Margarita Capellán Santos verstehen die Welt nicht mehr. Nach ihren Worten hatte das Leben ihres geliebten Bruders wohl nur den Stellenwert eines Insektes. Aus diesem Grund wollen sie nun für Gerechtigkeit sorgen. Von der Justiz gnadenlos im Stich gelassen wollen sie nun selbst klagen gegen Salvador Almonte.

Das Gericht von Puerto Plata zeigt auffällig viele unverständliche Urteile. Der haitianische Mörder des Schweizer Bürgers Samuel B. aus Sosúa kam mit 15 Jahren Haft davon. Wer erinnert sich nicht an den Fall des Sekten-Gurus Peter Brunck? Er und sein Sohn kamen auf wundersame Weise gegen eine geringe Kaution frei. Das mitinhaftierte Sektenmitglied jedoch blieb vorerst in Haft, wurde erst später und gegen eine deutlich höhere Kaution in Freiheit gelassen. Man muss nicht das Gesetz verstehen, aber man würde sich bestimmt wohler und sicherer fühlen wenn es gerecht zugehen würde. Andernfalls wird immer verständlicher warum die dominikanische Bevölkerung oft so barbarisch reagiert und mittels Lynchjustiz ganz schnell und ohne Gerichtsverhandlung ein Urteil nicht nur fällt sondern auch gleichzeitig vollstreckt.

Und wem es noch nicht so ganz bewusst ist: Die Regierung benennt die hohen Richter. Wer also eine gerichtliche Karriere anstrebt, der sollte immer schön im Sinne der gerade amtierenden Partei handeln. Womit das dominikanische Recht dann doch ganz einfach und verständlich ist.

GROSSE ANKÜNDIGUNGEN, SCHNELLE TATEN, HEISSE LUFT

Sex und Rotlichtszene: DomRep - die Heimat der Scheinheiligkeit

In den letzten Tagen las man viel von Aktionen gegen die Prostitution. Die Generalstaatsanwaltschaft will Freier inhaftieren lassen, sie müssen damit rechnen wegen Kuppelei angezeigt zu werden. Damit wird jeder Freier aktenkundig bei der Polizei, hat einen Eintrag in seiner Akte. Diese Drohungen gelten erst einmal in den Städten Santiago und Santo Domingo, an den bekannten Plätzen wo sich der Straßenstrich ausbreitet (wir berichteten). Ebenfalls kam eine Drohung vom Tourismus in Puerto Plata, in Sosúa soll aufgeräumt werden. Prompt folgte eine Razzia bei der gleich 16 einschlägige Lokale besucht wurden. Eine Bar hatte man offensichtlich ausgeguckt, sie wurde geschlossen. Das „Carribean Men’s Paradise“ war dicht. Man hatte hier eine nicht volljährige Prostituierte ergriffen. Die beiden Deutschen die als Betreiber des Lokals gelten wurden inhaftiert. Doch mehr als eine Vorführung beim Untersuchungsrichter gab es nicht. Eine geringfügige Kaution war zu entrichten. Der Vorwurf gegen die deutschen Staatsbürger: Förderung der Prostitution. Man trommelt und macht eine große Welle. Man spricht von internationalem Menschenhandel, der Ausbeutung von Frauen und deren sexuelle Ausnutzung weil sie in Armut leben. Kuppelei und Menschenhandel, sexuelle Ausbeutung und Förderung der Prostitution, all das soll ja nicht nur geahndet werden, es soll ja auch die städtische Sicherheit gewähren. Der Bürger soll in Ruhe leben können, nicht durch die zahlreichen Huren in den Straßen irritiert werden. Legale Geschäftsleute sollen geschützt werden die unter den illegalen Betrieben leiden. Doch am Ende ist es Schaumschlägerei. Nicht zuletzt der stellvertretende Bürgermeister von Sosúa betreibt ja Nachtlokale, wurde reich und bekannt durch den Aufbau von Discotheken und Nacht-Etablissements. So war man wohl eher in Sosúa aktiv um der leidigen Konkurrenz eines auszuwischen. Böse Zungen gar, die langjährigen Landeskenner der Dominikanischen Republik, kennen diese Aktionen. Egal ob im Umweltbereich oder hier nun bei der Prostitution, die Gerichtsbarkeit kennt seine Pappenheimer. Doch wenn neue Ämter vergeben sind, Führungswechsel auf den Chefsesseln stattgefunden haben, dann ist nicht selten eine Aktivität zu verzeichnen. Auf einmal soll Recht und Ordnung herrschen. Dabei macht die Obrigkeit nur klar: schaut her, wir sind am Ruder, hier muss gezahlt werden. Denn eines ist klar: in Sosúa gibt es mehr als nur ein Lokal wo „Auslösen“ für die Bedienungen gezahlt werden müssen. Oft bekommen die „Chicas“ nicht einen Centavo von dem Geld was der Freier an den Barbetreiber zahlt. Wie sagte ein holländischer Strandbarbetreiber: Wenn Du mit einer Bedienung ausgehen willst entsteht mir ja ein Schaden. Ich habe dann weniger Bedienungen. Na ja, es ist hinlänglich bekannt dass viele seiner Camareras auch minderjährig sind. Jung, frisch und gesund, so werden sie angepriesen. Allein die Einnahmen durch gezahlte Auslösen sind ein gutes Geschäft, der Barbetrieb eher Mittel zum Zweck. Wer aber hätte auch ernsthaft geglaubt dass man gegen das Rotlichtgewerbe vorgehen will? Bisher haben alle Aktionen, egal wo, immer nur für Aufruhr gesorgt, für kurze Schieflagen, dann ging es weiter wie bisher. Seit wie vielen Jahren soll Boca Chica ein sauberer Ort werden? Nicht wegen der internationalen Touristen, vor allem wegen der dominikanischen Hauptstädter die gern diese Bucht als Hausstrand von Santo Domingo sehen würden. Doch eher verzieht sich die gute Gesellschaft an andere Strände und Boca Chica wird weiter als Ort für Sextourismus bekannt bleiben. Schlimmer noch, vor allem Kinderprostitution und die massive Einwanderung illegaler Prostituierter aus Haiti sorgen für weitere Konflikte. Denn eine haitianische „Straßenarbeiterin“ ist auch schnell und billig zu haben, zum Ärgernis der dominikanischen Kolleginnen die ihre Preise hoch halten wollen. Boca Chica zeigte es in der Vergangenheit, Sosúa ist aktuell. Juristische Angriffe gegen das älteste Gewerbe der Welt werden sicher nicht aus den propagierten Gründen durchgeführt, eher aus einem anderen Zweck: das einträgliche Geschäft der Prostitution muss auch für das Land Geld einbringen. Anders kann man die momentane Lage nicht beurteilen. Also auf liebe Freier, wir haben ja die Preise der Menu-Karte veröffentlicht. Das ach so furchtbare Geschäft blüht wieder.

STARK UMWELTSCHÄDIGENDES VERHALTEN BEI DEN EIGENEN LANDSLEUTEN BEOBACHTET

Umweltministerium soll künftig dominikanische Touristen kontrollieren

Das berühmte Zitat von Christoph Kolumbus „Das Schönste was Gottes Auge je gesehen hat“ (Kolumbus bei der Begehung der Insel Hispaniola) stimmt heute schon lange nicht mehr. Während internationale Touristen noch immer überwältigt sind von Traumstränden und Bergpanorama, so fallen die Blicke auch auf den Boden. Im Rinnstein, in Bächen und Flüssen, vor allem aber auch an Stränden türmt sich der Müll. Im Rinnstein, in Bächen und Flüssen, vor allem aber auch an Stränden türmt sich der Müll. Dort wo Dominikaner leben erkennt man was die Menschheit mit Wegwerfgesellschaft meint. Leider praktizieren Dominikaner nicht nur ein ausgelassenes Lebensgefühl, sie lassen auch viel zurück. Zum Strandausflug, oder dem Trip zum Fluss nimmt man natürlich Verpflegung und Getränke mit. Die leeren Styroporpackungen, Plastik in jeder Form, Glasflaschen – alles bleibt liegen. Wie wenig das Umweltempfinden bei der eigenen Bevölkerung ausgeprägt ist erkennt man am Beispiel in Sosúa. Internationale Organisationen bemühen sich Korallenbänke nicht nur zu schützen sondern auch aufzubauen. Dominikaner hingegen stehen inmitten der Korallen, brechen und trampeln kaputt was kaputt zu machen ist. Das vergangene lange Wochenende war wieder ein „Highlight“ der Verwüstung. Die beliebte Paradies-Insel wird nicht mehr lange so heißen. Jährlich kommen tausende internationaler Touristen und erfreuen sich dieser Naturschönheit. Am vergangenen Wochenende kamen hunderte Dominikaner. Doch das Auge für Natur und Umwelt blieb geschlossen, man hatte nur den Blick für Party, saufen und essen. Das Verhalten war so schlimm dass Aramis del Rosario, Präsident der Fa. Isla Paraiso Tours nun das Umweltministerium auffordert die dominikanischen Touristenanstürme besser zu kontrollieren. Umweltschädliches Verhalten hat er auch beobachtet in der Form dass Korallen abgebrochen werden um diese als Souvenir mit nach Hause zu nehmen. Die kleine Sandbank Cayo Arena wurde von über 1.000 Dominikanern heimgesucht, konnte dem Ansturm kaum standhalten. Beklagenswert ist wohl, dass dieses Verhalten nicht nur an dem vergangenen Wochenende zu beobachten war, oder nur in Punta Rucia. Es ist grundsätzlich so, dort wo Dominikaner in Massen auftauchen bleibt viel Unrat zurück. Ob Cabo Rojo in Pedernales, ob Guyacanes im Süden, die schönen Strände bei Bayahibe oder Samaná, die Müllreste erinnern eher an eine Deponie als an Strände.
Warum kommt nicht schon vorher das Umweltministerium, die Polizei und Politur darauf, hier einzuschreiten? Umweltbeschädigungen kann man schon lange beobachten, wie das belaufen der Korallenbänke in Sosúa. Erst wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, die Existenz von touristischen Unternehmern bedroht ist, dann wird um Hilfe, natürlich von der Regierung, geschrien. Klare Gesetze gibt es, man müsste nur einmal mehr auch die Gesetze auf Einhaltung kontrollieren. Doch die Herrlichkeiten in Uniform (sofern man sie überhaupt entdeckt) findet man an schattigen Plätzen. Man schnorrt sich von Strandbar zu Strandbar, bittet um Kaffee oder Getränk. Etwas Fettgebackenes aus der Fritura verachtet ein Polizist auch nicht. Ansonsten erfreuen sich die Ordnungshüter an den schönen Anblicken von Touristinnen. Den Blick für Sauberkeit und Ordnung, den hat der Polizist so wenig wie der einheimische Tourist für Umwelt und Natur. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt – also hoffen wir auf Aktionen von der Regierung, denn das Ziel mit 10 Millionen Touristen aus aller Welt pro Jahr begrüßen zu können wird man nie erreichen wenn man diesen nur noch vermüllte Natur präsentieren kann.

HEIDENTUM ODER KATHOLIZISMUS?

Vom religiösen Osterfest zum Saufgelage – oder: zum Teufel mit der Tradition

Ostern ist neben Weihnachten das bedeutendste Fest der katholischen Kirche. Die Dominikanische Republik hat laut Statistik 95% der Bevölkerung die Katholizismus als ihre Religion angeben. Wer durch das Land reist wird auch im normalen Sprachgebrauch immer wieder auf „Gott“ stoßen. „Dios de bendiga“, „Cuando dios quieres“ und viele weitere Floskeln sind aus dem alltäglichen Sprachgebrauch nicht wegzudenken. Auf Bussen und Autos findet man Glaubensbekenntnisse auf der Heckscheibe. „Gott ist mein Führer“ und ähnliche Dinge stehen dort auf den Heckscheiben. Marienbilder in Häusern und Wohnungen zeigen ebenso die tiefe Verbundenheit des Volkes mit der Kirche. Seit über 2000 Jahren hat Weihnachten und Ostern Tradition. Seit dieser Zeit geht man zum Gottesdienst, es ist die Zeit der Besinnung. Erholung, Ruhe und Reflexion, das sind Dinge die sich die Vizepräsidentin Dra. Margarita Cedeño für das Volk gewünscht hat. Dafür gab es jede Menge Leserbriefe, das Volk warf ihrer einst geliebten Primera Dama vor weltfremd zu sein, sich der Probleme des Volkes nicht anzunehmen und selbst dem Luxusleben zu frönen. Was kann man beobachten? Ruhe und Besinnung will das Volk nicht. Sich mit dem Leben und Leiden von Jesus Christus beschäftigen? Reicht es nicht wenn man sagt „soy cristiano“ oder „evangelico“? In der Dominikanischen Republik scheint die Kirche nur scheinheilige Anhänger zu haben. Statt Gebet und Besinnlichkeit geht es in die Ferien. Im Fluss baden, am Meer. Grillen (war Karfreitag nicht ein „fleischloser“ Tag?) und Saufen. Das sind die Prioritäten für die Tage die man als Gründonnerstag, Karfreitag und Ostersamstag/Ostersonntag kennt. Ein sündiges Leben, Genuss bis zum Exzess statt Fasten und Verzicht. Ruhe? Man muss wohl weit fahren um in diesen Tagen einen ruhigen Ort zu finden. Aus den Autos wummert es, die Musikanlagen haben mehr Power als der Motor. Aus den Colmados, Colmadones und Liquer Stores dröhnt es. Rumflaschen kreisen, die Übermut siegt über den Verstand, die Folgen kann man am Montag (in der Dominikanischen Republik gibt es keinen Ostermontag) im Bulletin des COE (Notfalloperationszentrum) nachlesen. Tote durch Alkoholvergiftung, Tote bei Verkehrsunfällen, Tote beim Badeunfall. Vielleicht eine Strafe weil man so voller Sünde die Ostertage verbrachte? Was ist der Grund warum in einem so katholischen Land wie der Dominikanischen Republik gerade an einem der höchsten christlichen Feiertage alles aus dem Ruder läuft? Soziologen haben eine einfache Erklärung. Vor rund 20 Jahren sei hier das Kapitel der Freizeit aufgeschlagen worden. Orte des Zeitvertreibs lockten mehr Besucher an als die Kirche. Gemeinsam die Zeit mit Freunden und Familie verbringen war auf einmal vorrangig, wichtiger als Gebete. Viele Urlaubstage haben dominikanische Arbeiter und Angestellte nicht, zu Ostern hat man aber 3-5 Tage frei. Wer Geld hat leistet sich einen Kurzurlaub. Die heiligen Tage werden degradiert zu Urlaubstagen. Somit entfallen Kirche und Gebet, Party ist angesagt. Die alten Generationen sind heute noch ein wenig mit der Kirche verbunden, die Jugend kennt Ostern jedoch nur noch als Urlaubszeit, die Bedeutung der Auferstehung rückt in den Hintergrund, wird zur Bedeutungslosigkeit. Medien und Unternehmen rücken die Unterhaltung in den Vordergrund. Konzerte und Feste, wer denkt da noch an Kirchgang und Gebete? Die Prozession von heute zieht nicht von Gedenkstätte zu Gedenkstätte, man zieht von Bar zu Bar, an Strände und Flüsse. Und in wenigen Jahren wird man sich vielleicht fragen: wer war Jesus Christus?

JEDE MEDAILLE HAT ZWEI SEITEN

Boca Chica, Tourismusparadies oder „Wilder Westen“ im Rotlichtmilieu?

Unweit der Landeshauptstadt Santo Domingo befindet sich ein kleiner Ort, Boca Chica. Schon immer war dies der Badeort der Städter, doch mit der Zeit entwickelte sich die kleine Ortschaft auch zu einem beliebten Touristenziel. Vor allem die schöne und beruhigte Bucht (oft auch die größte Badewanne der Karibik genannt) hatte ihren Anteil daran, dass immer mehr Touristen kamen. Wie so oft im Leben, das Gute kommt nicht allein. Wo Touristen sind, dort ist Geld zu verdienen. Das zieht auch Prostituierte an, Gauner und Verbrecher. Wo dieses Gesindel ist, da sind dann auch die Drogen nicht weit und es ist nur noch ein kleiner Schritt bis zur Kriminalität. Lange Zeit hat man versucht den Ort Boca Chica wieder zu bereinigen, für Touristen attraktiv zu machen. Das bedeutete auch: weg mit den Huren. Einmal mehr gab es Aktionen die man, wie so oft im Land, als halbherzig betrachten kann. Man führte Razzien durch, suchte nach Minderjährigen die als Kellnerin arbeiteten oder als Besucher in Bars oder Discotheken zu finden waren. Dann wurden entsprechende Bußen verhangen an die Geschäftsbetreiber. Eine radikale Säuberung gab es nie. Nach dem Katastrophenbeben in Haiti klagte man über die Flut von haitianischen Prostituierten, vor allem Kinder waren unter ihnen.
Das Image von Boca Chica litt einmal mehr. Wieder vermisste man Aktionen. Wenn die POLITUR (Tourismuspolizei) aktiv wurde, dann nur gegen die Liebesdienerinnen welche kein „Schutzgeld“ an die Polizei entrichteten. Selbst dominikanische TV-Sender brachten Reportagen, immer wieder hörte man das Klagen der Putas (Prostituierte). Rund 500 RD$ am Tag zahle man damit man unbehelligt auf Kundenfang gehen kann. Ebenfalls eine dominikanische Eigenschaft: Klagen wiederholen sich. Enrique Feliz, Vorsitzender der Vereinigung von Kleinunternehmern von Boca Chica, ist besorgt. Immer mehr haitianische Huren sieht er auf der Straße, vor allem aber Feuerwaffen. Diese befinden sich nicht nur in den Händen von Dominikanern, auch von Ausländern. Offen werden die präsentiert so Feliz, der Eindruck des „Wilden Westen“ entstehe in Boca Chica. Dies sei vor allem die Ursache eines rapiden Besucherrückganges im kleinen beschaulichen Ort Boca Chica. Mehrfach habe man sich an das MIP (Ministerium für Inneres und die Polizei) gewandt und eine strengere Regulierung der Waffenlizenzen gefordert, Mitgliederversammlungen enden immer mit der Bitte um die Ergreifung von Maßnahmen gegen die Prostitution und Kriminalität, aber es kommt nicht Nennenswertes dabei heraus, so Feliz. Neben den vielen Waffenträgern und den illegalen haitianischen Huren sieht Feliz, der auf mehr als 500 besorgte Gewerbebetreibende (in diesem Falle nicht des leichten Gewerbes) hinweist, auch zahlreiche Bettler und ambulante Händler sind eine Belästigung für Touristen. Da solche Äußerungen keine Abhilfe des Problems bringen, im Gegenteil, eher noch schädlicher für den Tourismus sind, kam prompt eine Gegenreaktion. Und wieder melden sich die Händler von Boca Chica. Diesmal ist es Raul Valette, Vorsitzender der Händlervereinigung des Tourismusortes Boca Chica. Valette versucht zu retten was zu retten ist. Seiner Meinung nach hat sich Boca Chica in einen der ruhigsten Tourismusorte verwandelt, die Kriminalität sei um 90% zurückgegangen! Dies sei der Erfolg eines Planes den die Gemeindebehörde gemeinsam mit dem MIP ausgearbeitet habe. Hierzu zähle vor allem die Verstärkung der Polizeipatrouillen und die bessere Ausleuchtung von Straßen welche den positiven Wandel gebracht habe. Valette wirft Feliz politische Interessen vor die ihn zu diesen Äußerungen bewegt haben. Glaubt man nun den Aussagen von Valette, so sei Boca Chia gut besucht, die Hotels gut gefüllt und es gibt keine Klagen.
Dem Leser steht es nun frei sich ein Bild zu machen. Ist Boca Chica der verdorbene Ort, voller Prostituierter und Tagediebe, ein „Wilder Westen“ an der Karibikküste der Dominikanischen Republik, oder ist es ein Ort für Urlauber die hier in Ruhe entspannen können und das karibische Treiben genießen können? Fakt ist sicherlich, dass Boca Chica wie auch Sosúa im Norden des Landes für ihre Straßenprostitution bekannt sind. Einige mögen sich daran stören, doch ist es jedem Urlauber und Touristen unbenommen sich vor Reiseantritt in ein Land entsprechend zu informieren. Wer lebhafte Unterhaltung und Partystimmung sucht, der ist sicher besser in Boca Chica aufgehoben als ein Reisender der die Vogelwelt betrachten möchte und Naturfreund ist. Die Dominikanische Republik wirbt ja nicht umsonst mit dem Spruch: Das Land das alles hat. In Sachen Sicherheit und Kriminalität gelten nach wie vor die üblichen Regeln: Gehe nicht mit Schmuck behangen durch dunkle Gassen, halte die Handtasche nicht zur Straßenseite usw. . Hier braucht der Weltreisende wohl keine Informationen, die Regeln in vielen Ländern der Welt sind gleich. In diesem Sinne wünschen wir unseren Lesern einen schönen Urlaub, informieren sie sich vorher über die Urlaubsorte, dann gibt es auch keine bösen Überraschungen. Jeder Ort hat seine Liebhaber und damit wohl auch seine Berechtigung.

CARNAVAL DOMINICANO - DOMINIKANISCHER KARNEVAL

Tradition, Religion, Kultur, Musik = Karneval

Für alle die einmal etwas ganz Besonderes erleben möchten sei gesagt: Der dominikanische Karneval ist sehr besonders, sehenswert und immer einen Ausflug wert. Mit unserem Bericht können wir nur einen kleinen Abriss geben, so vielfältig ist die Geschichte und Tradition hier im Land, es reicht für ein Buch. Ans Herz möchten wir Ihnen La Vega legen, hier gibt es auch jeden Sonntag ab Nachmittag ein Gratiskonzert am Park - mit hochkarätigen Stars des Landes! Karneval ist ein kulturelles Ereignis in vielen Ländern und wird entsprechend unterschiedlich zelebriert. Die Schweiz feiert Karneval anders als dieser in Deutschland gefeiert wird und hier gibt es auch regionale Unterschiede. Parallelen zur Dominikanischen Republik findet man nur in seiner Vielfalt. In der Karibik feiert man den Karneval aus einem Kulturmix mit afrikanischen und europäischen Elementen. Man findet Traditionen und Kulturen wie auch religiöse Elemente. Dies hört man vor allem bei der Musik. Der typisch dominikanische Merengue gehört dazu, mehr und mehr spielt auch der Bachata mit hinein. Und in manchen Regionen erklingen haitianische und afrikanische Töne, sie erinnern an die Sklavenzeit. Sklaven aus Afrika waren es, die hier auf der Insel Hispaniola den Karneval mit prägten. Seit 1520 ist der Karneval auf der Insel bekannt, importiert durch die Kolonialmacht Spaniens, verfeinert mit afrikanischen Elementen durch Sklaven und in der heutigen Zeit durch dominikanische Interpretationen und Phantasie.

Die Dominikanische Republik hat natürlich ihre Hochburgen des Karnevals. Was in Deutschland Mainz, Düsseldorf und Köln sind, so sind dies hier Santo Domingo, San Juan, Bani, Cotui, Moca, Santiago, Santo Domingo und vor allem: La Vega. Spielt sonst die Hauptstadt Santo Domingo immer eine bedeutende Rolle im Land, so muss man sagen – in Sachen Carnaval spielt man hier nur die 2te Geige. La Vega ist Kult, von Jahr zu Jahr strömen immer mehr Touristen in die Stadt im Cibao, im Landesinneren der Dominikanischen Republik. Anders auch als in Deutschland gibt es nicht einen Umzug am Rosenmontag, hier steht der Karneval den ganzen Februar auf der Agenda. Jeden Sonntag finden Umzüge in den karnevalistischen Städten statt, wobei sich regionale Trachtengruppen, Tanzgruppen und andere gegenseitig besuchen. Das Tourismusministerium arbeitet gemeinsam mit dem Kulturministerium zusammen, Karneval ist schon längst nicht mehr nur bei Einheimischen beliebt. Es werden auch Touren von Reiseunternehmen angeboten, vornehmlich nach La Vega. Hier, wie andernorts auch, gibt es Umzüge jeden Sonntag im Februar. In Städten wo der Karneval weniger bedeutend ist sind die Umzüge nur 14tägig oder gar einmalig. Der Höhepunkt des Carnaval Dominicano ist dann am letzten Sonntag im Februar, manches Mal auch der 1te Sonntag im März. Dann findet ein riesiger Umzug statt bei dem die besten Karnevalsgruppen der verschiedenen Städte und Provinzen antreten und an einem Wettbewerb teilnehmen. Preise gibt es von den Ministerien für kulturellen Anspruch, beste Farben, beste Kostüme und weitere Kategorien. Apropos Wettbewerb! Vielerorts kürt man auch Karnevalskönige und vor allem Karnevalsköniginnen. Mittlerweile hat sich auch in der beliebtesten Urlaubsregion der Karibik, in Punta Cana, der Karneval etabliert. Einst gedacht als kleine Attraktion für Touristen ist hier ein Event entstanden an dem alle bedeutenden Gruppen des Landes auch hier zu einem Umzug antreten.

Zu diesen zählen vor allem „Las Chachúas“ aus Cabral, „Los Diablos Cojuelos“ (kommen sowohl aus Santo Domingo, La Vega und Bonao), übersetzt heißt dies „Die hinkenden Teufel“. Ihr Tanzschritt ist speziell, man zieht ein Bein hinterher (hinkt). Es erinnert an die Sklavenzeit als diese an einem ihrer Beine immer eine schwere Kugel mit sich ziehen mussten. Weitere berühmte Gruppierungen sind die „Los Taimácaros“ aus Puerto Plata, „Los Guloyas“ aus San Pedro de Macoris, „Los Papeluses“ aus Cotui oder die „Pintaos“ aus Barahona. Dann gibt es noch „Las Monjas“, „Los Teletubis“, „Los Pica Piedras“, „Las Hormiguitas“, „Los Bravos“, „Las Fieras“, „Los Panitas“ und viele mehr. In der Hauptstadt findet der Karneval eher zentriert am Parque Enriquillo statt. In La Vega führt ein Umzug fast quer durch den Ort und in Santiago startet der Umzug am Monumental. Der dominikanische Karneval hat neben seinen hinkenden Teufeln noch andere berühmte Figuren, unter anderem „Robalagallina“.
Meist sind es Männer die sich als Frauen kleiden, dabei vor allem die Brust und Hinterteile extrem betonen und ausstopfen. Der Geschichte nach geht die „dicke Henne“ von Geschäft zu Geschäft, sammelt Süßigkeiten für Kinder die ihr natürlich laut schreiend folgen mit dem Ruf „Roba la Gallina“. Im Cibao ist der „Baile del Muñeco“ eine Besonderheit, wie auch die Masken welche sehr lange Hörner haben, einen Schnabelmund und viele Dornen. Karneval in der Dominikanischen Republik ist an Vielseitigkeit, Freude, farbenfrohen Kostümen und Traditionen wohl kaum zu überbieten. Touristen die sich im Februar (bis Anfang März) im Land aufhalten sollten auf jeden Fall ihre Reiseleiter fragen wo man sich einen Umzug anschauen kann. Und dann noch eine Warnung an alle weiblichen Besucher: eine weitere (Un)Sitte ist es den Damen auf das Hinterteil zu hauen. Männer machen sich einen Spaß daraus und wer aufmerksam schaut erkennt das Vorhaben rechtzeitig. Der „Klaps auf den Hintern“ wird nicht mit der Hand ausgeführt, hierzu hat man eine Schweinsblase die prall aufgeblasen ist und an einem Seil oder Stock befestigt ist. Dann holt man aus und ... schon kreischt wieder eine Frau auf deren Gesäß von einem der Ballons getroffen wurde...

JUAN PABLO DUARTE

Gedenken an den Landesvater

Juan Pablo Duarte ist auch 200 Jahre nach seinem Geburtstag überall im Land präsent. Parks und Straßen sowie Plätze sind nach ihm benannt. Die höchste Erhebung der Karibik trägt ebenfalls seinen Namen, es ist der Pico Duarte in der Dominikanischen Republik, inmitten des Zentralgebirges. Ein wenig zur Geschichte: Heute vor 200 Jahren wurde Juan Pablo Duarte geboren. Er gilt als der Landesvater der Dominikanischen Republik. Gemeinsam mit seinen Mitstreitern Matias Ramón Mella und Francisco del Rosario Sánchez hat er sein Heimatland befreit. Dieser Tag war der 27. Februar 1844, dann endete die Herrschaft der Haitianer über die Dominikanische Republik. Die Befreiung von Haiti war die große Heldentat von Juan Pablo Duarte der am 26. Januar 1813 in Santo Domingo geboren wurde. Das Geburtshaus befindet sich in der Calle Isabel Catolica 308, in der Jugend jedoch soll Duarte in einem Haus aufgewachsen sein welches sich in der Nähe des heutigen Plaza de España befindet. Die Eltern von Juan Pablo waren der aus Spanien stammende Vater Juan Jose Duarte aus Cadiz, seine Mutter Manuela Diez Jimenez war Dominikanerin und kam aus El Seibo. Die Mutter Duartes kam ebenfalls aus einer Mischehe eines spanischen Vaters mit einer dominikanischen Mutter hervor.

Am 16. Juli 1838 gründete Duarte dann die geheime Vereinigung „La Trinitaria“ die das Ziel hatte das Land in seine Unabhängigkeit zurück zu führen. Die in verschiedene Zellen gegliederte Gruppe hatte das Motto „Dios, Patria y Libertad“(Gott, Vaterland und Freiheit). Zu den ersten Mitgliedern gehörten Juan Pablo Duarte, Juan Isidro Pérez, Pedro Alejandrino Pina, Jacinto de la Concha, Félix María Ruiz, José María Serra, Benito González, Felipe Alfau und Juan Nepomuceno Ravelo. Duarte war im Jahr 1828 oder 1829 (hier gibt es unterschiedliche Angaben) im Alter von 15 Jahren nach Spanien gereist und verbrachte dort 4 Jahre über die geschichtlich nicht viel bekannt ist. Im Jahr 1843 begann die Revolution gegen Boyer und Duarte führte die Widerstandsbewegung in Santo Domingo an. Duarte und einige seiner Gefolgsleute mussten das Land verlassen, doch verbleibende Kameraden haben am 16. Januar 1844 ein Manifest abgefasst in dem die Republik zu einem souveränen Staat erklärt wurde und Duarte in seine Heimat zurückkehren konnte. Später musste der dominikanische Landesvater ins Exil nach Venezuela wo er am 15.Juli 1876 verstarb.

NATURSCHAUSPIEL IN DER BUCHT VON SAMANA

Die Buckelwale - Wahldominikaner der Weltmeere

Wussten Sie eigentlich dass die meisten Buckelwale „Dominikaner“ sind? Die riesigen Meeressäuger welche eine Länge von 12-15 Metern erreichen sind treue Besucher der Dominikanischen Republik. Tausende von Kilometern legen sie zurück um sich hier in den warmen Gewässern zu paaren. Da die Tragzeit 12 Monate beträgt werden dann im Folgejahr die Walkälber geboren, in den dominikanischen Gewässern, genauer: in der Bucht von Samaná, einer der schönsten Buchten weltweit. Wir möchten Ihnen, passend zur Saison, einige Informationen geben. Der Buckelwal (Megaptera novaeangliae) erreicht eine durschschnittliche Länge von rund 13 Metern, es sind aber auch schon größere Tiere gesichtet worden die bis zu 18 Meter Länge erreicht haben. Das Gewicht eines ausgewachsenen Tieres liet zwischen 25 und 30 Tonnen. Trotz dieser Masse, sie sind elegante Schwimmer. Der Buckelwal zeichnet sich durch seine großen Seitenflossen aus und eine kleinere Finne welche eine Besonderheit darstellt. Die schwarz-weiße Musterung der Schwanzflosse ist einmalig. Wie bei uns Menschen der Fingerabdruck, so tragen die Wale hier ihr unverkennbares Merkmal. Dies macht es den Wissenschaftlern viel leichter die Wale wiederzuerkennen und ihre Zugbahnen in den Meeresgewässern zu verfolgen. Eine Datenbank hat die Fotos der Schwanzflossen gespeichert und so kann mit einem Programm ein schneller Abgleich gemacht werden. Die zur Gattung der Furchenwale zählende Spezies ist auf der Rückseite dunkelgrau / schwarz, am Bauch jedoch sind sie weißfleckig. Die Körper sind übersät mit Kieselalgen und vor allem die männlichen Tiere tragen viele Narben. Diese ziehen sich die Tiere zu wenn sie um die weiblichen Tiere buhlen. Mit geöffnetem Kiefer schwimmen die männlichen Wale auf Rivalen zu und rammen diese. Die zugefügten Verletzungen verheilen, zurück bleiben die Narben. Die „Männer“ müssen hart um ihre „Frauen“ kämpfen denn diese sind polygam. Treue bei der Partnerwahl ist also nicht gegeben, nur bei der Auswahl ihres Fortpflanzungsortes ist man treu. Die Wal-Männchen kämpfen aber nicht nur, sie singen auch. Selbst wir Menschen sind immer wieder begeistert wenn man Tonaufnahmen vom Walgesang hört der mehr als 622 Töne beinhaltet und Lautstärken von bis zu 190dB erreicht. Kommt es letztlich zur Paarung, so beträgt die Tragzeit 12 Monate. Exakt zur Wiederkehr werden die Kälber dann am Ort ihrer Zeugung geboren. Mit einer Länge von 4 Metern kommen sie zur Welt, dank der stark fetthaltigen Muttermilch wachsen sie in nur einem halben Jahr auf 8 Meter heran. Bis zur Geschlechtsreifevergehen 5 Jahre, dann haben die Wale eine Länge von 12 Metern erreicht.

Buckelwale kamen vor einigen Jahrzehnten noch zu zehntausenden vor, doch eine exzessive Jagd auf diese Tiere führte fast zum Aussterben dieser Spezies. Heute schätzt man den weltweiten Bestand auf rund 12.000 Tiere wovon knapp die Hälfte im Nordatlantik lebt und hiervon wieder die Hälfte „Dominikaner“ sind denn sie haben ihr Winterquartier in der Dominikanischen Republik. Neben der Bucht von Samaná gibt es noch ein weiteres Quartier der Meeressäuger. Die Silberbank, nördlich von Puerto Plata ist ein weiterer Paarungsort. Für Touristen jedoch bieten sich Ausflüge in der Bucht von Samaná an. „Walbeobachtungen“ werden von Jahr zu Jahr mehr von Urlaubern gebucht und Tierschützer betrachten dies mit Sorge. Die Sensationsgier treibt die Menschen dazu immer näher an die Wale zu fahren, die Kapitäne der Boote haben daher strenge Regeln auferlegt bekommen (an die man sich leider viel zu wenig hält). Zwar können die Säuger bis zu 20 Minuten abtauchen, doch dann müssen sie wieder an die Wasseroberfläche kommen und verraten sich vor allem durch eine Wasserfontäne wenn sie durch ihre Öffnung im Rücken abblasen. So erkennen die Bootsführer schnell wo Wale sind und steuern auf sie zu. Nach den Regeln dürfen jedoch nie mehr als 3 Boote gleichzeitig bei einem Wal sein (2 kleinere, 1 großes), sich nur auf maximal 60 Meter annähern. Nicht immer jedoch sind es rücksichtslose Kapitäne, manchmal sind Wale neugierig und schwimmen an Boote heran oder tauchen unter den Schiffen hinweg.

Wale sind gemütliche Schwimmer die mit einer durchschnittlichen Reisegeschwindigkeit von bis zu 10 km/h zwischen ihren Sommer- und Winterquartieren wechseln, dabei Strecken von bis zu 10.000 Kilometern zurücklegen. Die Routen der Wale sind den Walfängern genau bekannt. Trotz eines Walfangverbotes dem sich viele Länder angeschlossen haben gibt es noch immer Länder welche angeblich zu Forschungszwecken Wale erlegen. Vor allem Japan ist im Visier der Tierschützer. Eine Organisation die besonders erwähnt werden sollte ist www.seashepherd.org - eine Non-Profit Organisation welche Wale vor den Fängern schützt. Übrigens verbindet der Buckelwal auf eine besondere Art zwei Inseln. Während die Dominikanische Republik das einzige Land auf der Welt ist wo eine Bibel auf der Landesfahne abgebildet ist, so gilt dies auch für die kleine Karibikinsel Bequia in den Kleinen Antillen: hier ziert der Wal die Landesfahne.

ONLINE-PROTESTAKTION GEGEN "BARRICK GOLD"

Giftiger Goldbergbau - Kann man den Wahnsinn noch stoppen?

Kanadas Bergbaugesellschaften Barrick Gold und Goldcorps haben ein leichtes Spiel in der Dominikanischen Republik. Die mit der dominikanischen Regierung geschlossenen Verträge haben in erster Linie einen Gewinner: Barrick Gold. In zweiter Reihe stehen offensichtlich Mitglieder der Regierung von Ex-Regierungspräsident Dr. Leonel Fernández. Konflikte und Proteste des Volkes gab es, der Widerstand forderte gar Todesopfer. Dennoch, Fernández bestätigte (ohne geologische Fachkenntnisse) dass das Unternehmen aus Kanada alle Punkte des Vertrages erfülle und alles seinen rechten Weg geht. Barrick Gold hingegen tut ebenfalls sein Bestes in der Public Relation. Dergrößte Arbeitgeber des Landes vergisst nie zu betonen welche großen Gewinne doch auch die Regierung habe die doch zu 50% vom Nettogewinn des Metallabbaus profitiere. Damit nicht genug, 5% fließen nochmals in die Gemeindekassen, schließlich habe das Bergbauunternehmen ja auch eine soziale Verpflichtung und einen Auftrag zu erfüllen. Man repariere Straßen und Brücken (dass dies dem Schwerlastverkehr des Unternehmens dient und diese Lkw auch andere Straßengefährden – dass Schulwege unsicher werden und erhöhte Staubkontamination die Bewohner an den Zufahrtsstraßen erkranken, das wird verschwiegen). Es werden Gemeindeeinrichtungen wie Sportanlagen und Versammlungsräume gebaut, Die Bergbaugesellschaft also ein christliches Unternehmen? Das Volk sieht es anders und nicht nur dieses, auch Natur- und Umweltschützer. Der Ärger begann mit der Zwangsräumung von Familien und Bauern. Wo sie jahrelang wohnten und ihren Lebensunterhalt verdienten – dieses Land beanspruchte die Regierung. Das Volk musste weichen und bekam, so der Volksmund, für das Land den Preis einer „toten Kuh“. Damit nicht genug, die Regierung verkaufte anschließend teuer das Land weiter an Barrick Gold, doch die ehemaligen Bewohner mussten teils über ein Jahr warten bis auch sie Geld bekamen, das Almosen. Mit dem wenigen Geld konnten die ehemaligen Bauern kein neues Land kaufen um es zu bewirtschaften. Somit hatten sie kaum etwas in der Hand, den Familienunterhalt konnte man nicht mehr sichern. Soziale Not betraf viele, doch die Regierung sprach von einerVerbesserung der Lebensqualität, man habe ja nun unzählige Arbeitsplätze in der Region geschaffen. Tja, nur steigen auch die Lebenshaltungskosten. Wo vieleArbeiter wohnen müssen und Wohnraum benötigt wird, da steigen die Mietpreise immens. Was die Verbesserung der Lebensqualität angeht, da kann man getrost widersprechen. Was nutzen den Arbeit und Geld wenn einem der Lebensraum genommen wird? Nicht nur des Landes enteignet, nein. Barrick Gold fing an das Land vorzubereiten. Zahlreiche Grünflächen wurden gerodet, weggebaggert. Pflanzen und Tierwelt spürten den Impact des Bergbaus als erstes. Dann begannen die ersten Probeläufe, damit kam auch Chemie zum Einsatz. Flüsse verfärbten sich, die Uferbepflanzung zeigte sichtbare Schäden. Fische starben. ALLES in ORDNUNG, so lautete immer wieder die Antwort der Politiker aus Santo Domingo, begleitet von den Selbstbeweihräucherungen des Unternehmens Barrick Gold. Ist das Volk nun undankbar? Nein, das Volk wird krank. Der Staubkontamination folgten Krankheiten, Atemwegserkrankungen, Nervenleiden, Hautallergien. Im Wahlkampf gab es dann diverse Politiker derOpposition welche ebenfalls die Verträge der Regierung mit dem Unternehmenanzweifelten. Man forderte Einblick, doch Transparenz gab es nicht. Fest steht, das Unternehmen investiert Milliarden USD, die Regierung zeigt sich dankbar. Die ersten 3-4 Jahre sind kaum Steuern fällig, Barrick kassiert deutlich mehr als die Regierung. Das Volk und die Opposition forderten die Neuverhandlung von Verträgen, doch offensichtlich haben auch zahlreiche Regierungspolitiker profitiert, jede Kritik, jede Protestbewegung wird niedergeschmettert, dabei schreckt man vor Polizeieinsätzen nicht zurück, es wird gar scharf geschossen auf das Volk. Bei einer Demo gab es mehr als 30 Verletzte. Demokratie und Transparenz unterliegen offensichtlich Profitgier und Korruption. Die ehemaligen Bauern haben ein Dach über dem Kopf, mehr nicht. Den Boden zog man ihnen unter den Füßen weg. Das versprochene Ackerland – es war wohl ein Versprecher der Ex-Regierung. Es gibt ein Zitat der alten Indianer welches endet mit den Worten: „erst dann werden sie begreifen dass man Geld nicht essen kann“. Das Volk weiß es längst. Aber was kann man noch essen? Die Fische in den Flüssen vergiftet, das Uferlandebenfalls. Was verursacht diese Schäden? Es ist das lebensgefährliche Zyanid welches tonnenweise beim Bergbau benutzt wird. Zyanid bindet beim Abbau dasEdelmetall aus der Erde (man gewinnt Eisennickel, Kupfer, Silber und vor allem Gold). Angeblich gibt es teure Kläranlagen, offensichtlich ist jedoch: dieNatur wird zerstört, mit ihr wichtiger Lebensraum für Tiere und Pflanzen, auch für den Menschen. Teils sind die Gebiete wichtig für die Wasserversorgung, doch diese Brühe kann keiner mehr nutzen.

Man ist eben in der Karibik, in der Dominikanischen Republik. Ein Entwicklungsland welches sich hier ausbeuten lässt – Dank der Hilfe einiger gieriger Politiker. In Europa wäre so etwas undenkbar. Bereits im Jahr 2010 beschloss das Europaparlament Zyanid nicht mehr im Bergbau einzusetzen. EinVerbot existiert, verbindliche Richtlinien fehlen noch. Doch Deutschland, die Türkei, Tschechien und Ungarn haben ein Verbot von Zyanid im Bergbau eingeführt. Und in der Dominikanischen Republik? Seit kurzem hat man nun mit dem produktiven Metallabbau begonnen. Abscheideanlagen trennen das Edelmetall aus dem Erdreich, dabei wird das hochgiftige Zyanid eingesetzt. Bis zu 24 Tonnen Zyanid kommen in der Mine Pueblo Viejo zum Einsatz. Mehr als 100 Organisationen (politische, kirchliche und populäre) protestieren, verlangen die Annulierung der Verträge zwischen der dominikanischen Regierung und dem Unternehmen Barrick Gold. Der Selbstmord auf Raten hat begonnen. Kann man den Wahnsinn noch stoppen? Jeder kann dem Volk des kleinen Karibikstaates helfen, unterzeichnen sie eine Erklärung.

GEZWITSCHER ZUR BRUNCK-GESCHICHTE

Es hat mich geträumt......

...und gerüttelt ...und geschüttelt! Ein kleiner Vogel setzte sich auf meine Schulter, stellte sich als "Birdy" vor und sang mir lauthals ins Ohr .....sooo ein Taaag..... danach fragte er mich, was hälst Du denn von der „Brunck-Geschichte“? Was soll man dazu sagen? Da gibt es tausend Spekulationen, jede Menge wirres Zeug und einen gebackenen Käse, wie er nicht stinkiger sein kann! Wie sieht denn Birdy die Geschichte? Die überraschende Antwort war... Es hat mich geträumt... und gerüttelt... und geschüttelt! Ein kleiner Vogel setzte sich auf meine Schulter, stellte sich als "Birdy" vor und sang mir lauthals ins Ohr ... sooo ein Taaag ... danach fragte er mich, was hälst Du denn von der „Brunck-Geschichte“? Was soll man dazu sagen? Da gibt es tausend Spekulationen, jede Menge wirres Zeug und einen gebackenen Käse, wie er nicht stinkiger sein kann! Wie sieht denn Birdy die Geschichte? Die überraschende Antwort war...

Birdy sieht die Geschichte so, dass sie in der Geschichte keinen Platz findet, weil man sie schlicht und ergreifend verdunkelt und verschweigt! Es handelt sich hier um eine getarnte Organisation mit Schutz von ganz oben, die durch einen dummen Zufall in sich zusammenbrach. Kein Fanatiker oder
"Privater Sammler" legt ein derartiges Waffenarsenal an den Behörden und Geheimdienst vorbei an. Jemand der denkt, die Dominikaner, deren Behörden und Geheimdienst wären blöd, ist im falschen Film. Ebenso hätte ein Zugriff von Interpol sicherlich einen organisierten Verlauf genommen und wäre nicht in Chaos geendet - so blöd ist auch Interpol nicht. Blöd war nur, dass der Jünger des "Herrn" (Gott hab ihn selig), einfach nur in Panik geriet und das Feuer eröffnete, als ein Fiscal mit Polizei erschien, um "ihn"abzuholen, da er vorherige Vorladungen zur Fiscalia einfach ignorierte - also, genauso, wie der Gesetzgeber es vorschreibt.

Genau das war die unerwartete Einladung zum Sturm der Festung und so kam es, dass außer dem Telefonisten, kein einziger Polizist weder im Präsidium noch in der Stadt zu finden war. "La Mulata" wurde abgeriegelt - die Bastion gestürmt, mit Anforderung von Militär, Feuerwehr und Ambulancias. Natürlich waren auch die Medien dort, die auch treu ihrem Auftrag die ersten Waffenfunde filmten um die Öffentlichkeit mit Bildern zu informieren und mit der Sensation zu schocken! Spätere Funde ausgeschlossen! Ebenso gab es umgehend Dementi über den vorher angedeuteten Organhandel. Stell dir einmal vor, wer da alles auf die Idee kommen könnte - bis hin zum Organtourismus unter dem Motto: "Ich kauf mir einen Körper und renoviere mich komplett"- Pervers!!!???

Ich dachte Birdy geht die Phantasie durch, aber in einem Punkt hat er recht: Brunck hätte seinen "Jünger" ausliefern sollen, um ihn idann nnerhalb 24 Stunden per Anwalt wirder auszulösen - denn er hat doch Schutz von ganz oben!? ... oder? ... Dann wäre nämlich heute noch alles in bester Unordnung und es gäbe nichts zu spekulieren!

Gruß, Ihr Peter Brockmans (und Birdy)

AFFH-DORF - ES KEHRT RUHE UND FRIEDEN EIN IN SOSÚA

Hat der "König von La Mulata" abgedankt?

Der Trubel um La Mulata III scheint vorbei. Nach der Schießerei zwischen dem "AFFH-Dorf" und der Policia Nacional, bei der ein Deutscher zu Tode kam, ist unter den Anwohner wieder Ruhe eingekehrt. Doch was waren die Hintergründe? Was berichten Anwohner über einen Mann, der sich selbst gern als "König von La Mulata" darstellte? Der Trubel um La Mulata III scheint vorbei. Nach der Schießerei zwischen dem "AFFH-Dorf" und der Policia Nacional, bei der ein Deutscher zu Tode kam, ist unter den Anwohner wieder Ruhe eingekehrt. Doch was waren die Hintergründe? Was berichten Anwohner über einen Mann, der sich selbst gern als "König von La Mulata" darstellte?

Sosúa ist ein kleiner touristischer Ort an der Nordküste. Einst das ehemalige „Ibiza der Karibik“ genannt wurde es seit dem Milleniumswechsel ruhig um diesen Ort. Das änderte sich für einige Bewohner im Jahr 2002. Da begann Peter B., gelernter Orthopädietechniker und (selbsternannter Wissenschaftler mit zwei Doktortiteln deren Herkunft offenbar unbekannt ist) mit dem Bau eines Sekten-Dorfes. In „La Mulata III“ kaufte er Land, errichtete einige Häuser und sicherte diese wie eine Militärfestung.

In Europa hielt er esoterische und pseudowissenschaftliche Seminare. Diese waren nicht billig, dienten aber gerade auch mit ihren hohen Kursgebühren dem Zweck reiche Leute zu finden. Brunck, zweifellos ein Genie der Rhetorik und Künstler wenn es darum geht Menschen zu beeinflussen, suchte hier finanzkräftige „Gläubige“ seiner Theorien und Thesen.

In der Karibik, speziell in der Dominikanischen Republik herrscht viel Armut. Erbaut man nun ein „Residencial“ oder eine andere große Wohnanlage, speziell für wohlhabende Bürger, so steht für diese die Sicherheit im Vordergrund. Natürlich will man Komfort und Luxus, fürchtet aber auch um sein Hab und Gut, nicht zu Unrecht. In Sosúa gibt es zwei luxuriöse Wohnanlagen (Sea Horse Ranch und El Choco), hier wohnen die Millionäre. Sie haben ihre Anlage gesichert, die Bewohner leben in Ruhe und fühlen sich sicher. Brunck jedoch, der hier sein AFFH-Dorf errichtete, trieb es auf die Spitze. Hoher Bewuchs und ein Maschendrahtzaun sind sofort erkennbar. Auf den zweiten Blick sieht man auch einen Elektrozaun, im Hintergrund weitere Zäune. Sicherheitskameras überall. Und wieder bedarf es einen zweiten Blick um Unterschiede zu erkennen. Diese Kameras richten sich nicht nur auf die Grenze, den Eingangsbereich und die Straße welches um das riesige Anwesen führt. Diese Kameras sind auch nach innen gerichtet, in die Anlage. Und man erkennt Zäune die ebenfalls nach innen abgewinkelt sind. Sollten die Bewohner auch an der Flucht aus dem Dorf gehindert werden? Der erste Streit um Brunck (nie mit den Bewohnern des Dorfes) und die Nachbarschaft begann früh. Waren Nachbarn zuerst froh über einen neuen finanzkräftigen Bewohner so stellten sie schnell fest, dieser Mann ist „anders“.

Der „König vom Berg“, so wollte Brunck erscheinen. Gegenüber den Nachbarn erklärte er sich zum „Präsidenten von La Mulata“. Alles in der Hand von Brunck. Mulata III hatte eigene Spielregeln: „Este es un residencial con reglas internas“ was übersetzt heißt: Dies ist eine Wohnanlage mit internen Regeln! Die Nachbarn staunten nicht schlecht als sie auf einmal auf der Zufahrtstraße zu ihren Häusern und Grundstücken eine Schranke vorfanden, mit Wachhaus und schwer bewaffneter Security-Mannschaft. Man verlangte von den Bewohnern von La Mulata 3 eine Gebühr. Über 300 US$ sollte man zahlen wenn man hier passieren wollte. Passieren zu seinem eigenen Wohnsitz! Natürlich wehrte man sich dagegen. Es dauerte lange bis man gerichtlich den Abbau der Schranke erwirkte. Doch damit war es nicht genug. Brunck brannte ein Pumpenhaus nieder welches die Wasserversorgung der Bewohner hoch oben auf den Hügeln von Sosúa sicherstellte. Strom und Wasser sind für europäische Bürger eine Selbstverständlichkeit, im Paradies nicht. Hier muss man schon etwas nachhelfen um an Wasser und Strom zu kommen. Brunck wusste um die Wichtigkeit dieser Dinge, schikanierte die Nachbarschaft indem er diesen die Versorgungsleitungen beschädigte. Stromleitungen wurden abgerissen, Wasserrohre beschädigt und perforiert. Auch Telefonleitungen von Nachbarn riss Brunck nieder. Er konnte sich alles erlauben. Gerichtlich gab es kein Vorkommen gegen den "König von La Mulata". Er herrschte uneingeschränkt. Sonst ein agiler Mann, bei Gerichtsverhandlungen erschien er gern mit eigenem Ambulanzwagen, mit Begleitung von bis zu zehn seiner „Jünger“ und im Rollstuhl. Das Bild eines alten und gebrechlichen Mannes vorgaukelnd, spielte er immer wieder den harmlosen „Alten“ der umgeben von bösen Nachbarn ist. Diese fahren seine Schilder um, nerven mit ihren Hunden die laut bellen und überhaupt sind wohl alle gegen Brunck der doch nur seine Freunde um sich scharen will und vom Weltuntergang philosophiert.

Richter, Staatsanwaltschaft und Polizei, sie alle ließen Brunck die gewünschte Narrenfreiheit. Anfangs, so im Jahre 2002 habe der Sektenführer mal berichtet dass er „bis oben hin geschmiert habe“ und somit unantastbar ist. Dies demonstrierte er. Immer wieder waren die Schikanen von Brunck gegenüber Nachbarn Bestandteil von Berichterstattungen. Der lokale TV-Sender OLA TV kann ein Lied über Brunck singen. Junior, Chef von OLA-TV ist ein mutiger Mann, er berichtete immer wieder. Doch näherte er sich dem Anwesen, so rückte die Sicherheitsmannschaft des AFFH-Dorfes vor. Sie schlugen die Kamera nieder und zerstörten diese. Ein hoher finanzieller Verlust für den kleinen TV-Sender der nur von wenigen Werbeeinnahmen lebt. Mit einer anderen Kamera rückte man wieder an, es gab einmal mehr etwas zu berichten. Und wieder kam die Security, nahm dem Kameramann die Kamera weg und warf sie auf das eigene Gelände. Wohl gemerkt, der Angriff auf Berichterstatter ereignete sich auf einer öffentlichen Straße. Der TV-Sender klagte und erreichte nichts. Junior ist auch ein kluger Mann. Man erkannte schnell: wenn man mit der (korrupten) Justiz nicht gegen Brunck vorgehen kann, dann hat letzterer wohl ganz offensichtlich „Macht und Schutz“ von Leuten die ganz oben in der Regierung stehen.

Da steckt man besser zurück. So auch die Nachbarn. Viele gaben auf, zogen in die Heimat. Holländer, Engländer, Schweizer und auch Deutsche gaben auf und verkauften ihre Anwesen. Teils mit großen Verlusten – denn die Machenschaften von „dem Irren auf dem Berg“ sprachen sich natürlich herum. Dazu gehörte auch das regelmäßige vergiften von Hunden. Ein Nachbar fand seinen Hund vor seiner Tür, mit einer Machete hatte man versucht den Hund zu köpfen, eine fast 30cm lange Schnittwunde klaffte am Hals. Dem guten Tierarzt und der Zähigkeit des Hundes sei Dank dass das Tier überlebte. Ein anderer Nachbar bekam seinen Hund per Schubkarre „frei Haus“ geliefert. Der Sicherheitsdienst hatte den Hund erschossen, angeblich habe dieser ein Kind gebissen. Einen Beweis dafür konnte man jedoch nicht erbringen. Das Kind hatte zwar einen Verband angelegt bekommen, doch die angebliche Bisswunde wollte man nicht zeigen. Dass Brunck auf seiner Anlage 2x täglich Glocken erklingen ließ die Hügel und Täler von La Mulata beschallten, das war jedoch erlaubt. Hundegebell nicht. Irgendwann im Jahr 2012, dem Jahr des prophezeiten Unterganges, kam es im Dorf zu Unstimmigkeiten. Brunck trieb es wohl zu weit. Zäune und Sicherheitsschleusen (Einfahrten hatten zwei Tore die elektrisch geschlossen wurden) waren offensichtlich nicht nur eine Sicherheitseinrichtung, auch eine Flucht aus dem Dorf ist kaum möglich. Die Dorfbewohner wurden mit Kameras bewacht, Telefone wurden abgehört. Sich frei im Dorf Sosúa bewegen wurde von Brunck nicht gern gesehen, gar verhindert. „Da unten lebt nur Abschaum“- damit gibt man sich nicht ab. Wer einkaufen gehen wollte konnte dies nur in Gesellschaft. Fast wie im damaligen Osten, man war immer unter Bewachung, hatte seinen eigenen „Stasi-Freund“ immer dabei. So konnte kaum jemand der AFFH-Bewohner Kontakt zur Außenwelt halten.

Im Dorf rumorte es, einige verließen das Dorf. Mit großem Verlust. Denn hatte man damals von Brunck eine Immobilie erworben so stellte man nun fest dass einem NICHTS gehörte. Von wegen „es ist alles in Ordnung“ wie der Sektenführer seinen Mitgliedern immer Glauben machen wollte. Das der„König“ seinen eigenen Vater in der Anlage pflegen ließ und diesen alten Herren total isolierte erfuhren wir bei Recherchen mit einem RTL-Team von der damaligen Pflegerin des Dorfes. Der Mann durfte weder TV sehen noch eine deutsche Zeitung lesen. Er durfte nur Geld an seinen Sohn abführen. „Böse Menschen“ rieten dem alten Mann er möge wieder nach Deutschland gehen.

Letzte Woche kam es zum Exodus. Die Polizei rückte an. War es die ehemalige „rechte Hand“ von Brunck die den Herrscher absetzen wollte? Waren es die Dorfbewohner denen es zu bunt wurde? War es die Nachbarschaft die immer wieder der Polizei mitteilte dass im Gelände des AFFH-Dorfes mit automatischen Waffen geschossen wird? Keiner weiß es bis heute. Doch nach dem Einsatz zog man Bilanz. Ein toter Deutscher (Peter D.) ist zu beklagen, sowie verletzte Polizisten und Gärtner. Der Tote wurde von ehemaligen Bewohnern als nett und hilfsbereit beschrieben. Leider hatte sich der Mann unter Brunck’s Einfluss gewandelt und wurde ausgenutzt. Als Held stellte er sich der Polizei entgegen, mit schusssicherer Weste und Sturmgewehr. Er starb.

Brunck hingegen ergab sich und spielte seine Rolle „als sterbender Schwan“ perfekt. Fast leblos lag er auf dem Pick Up der ihn in die Klinik fuhr. Von dort kam er wieder als „gebrechlicher Mann“ aus dem Hospital, im Rollstuhl. Keine Kugel hatte ihn an Bein oder Hüfte getroffen, aber auf einmal konnte der sonst so agile Mann nicht mehr laufen. Schau, auf dem Weg ins Gerichtsgefängnis. Ein Jahr Untersuchungshaft sind verhängt worden. Man fand auf dem Gelände ein Waffenlager welches mit modernsten Waffen bestückt war, besser als die Waffen des dominikanischen Militärs. Man hatte Vorrichtungen um Munition herzustellen und klar, auch die Lizenzen und Ausweise für die Waffen fälschte man sich selber. All das fand die Polizei. Der Polizeichef kam nebst Generalstaatsanwalt aus Santo Domingo. So etwas hatte man bisher in der Dominikanischen Republik noch nicht gesehen! Die Meinungen unter den Residenten gehen auseinander. Die einen rechnen mit einer baldigen Freilassung auf Kaution von Peter B.. Dieser könnte dann mit falschen Papieren sicher schnell das Land verlassen, wie einst Südafrika. Andere glauben dass die neue Regierung (sie ist erst seit 3 Monaten an der Macht) zeigen wollte dass man nicht korrupt ist. Der heutige Generalstaatsanwalt Dominguez Brito war schon einmal vor Jahren im Amt, er ist ein Gegner der Korruption und nun will er wohl wieder zeigen dass die neue Regierung nicht korrupt ist.

Pessimisten hingegen sagen: die neue Regierung zeigt nur ihre Macht – und verhandelt über neue Preise. Man darf gespannt sein auf die Entwicklung in Sosúa. Momentan freuen sich die Nachbarn, Ruhe und Frieden kehrt in La Mulata III ein. Über Nacht wurden Grundstücke und Häuser wieder zu einem lebenswerten Ort im Paradies, nahmen um mindestens 30Prozent an Wert zu. Der Tyrann ist weg – die Frage ist nur: wie lange? Sicher ist man sich jedoch – er kommt nicht mehr wieder. Kommt er auf Kaution frei bleibt ihm nur die Flucht. Oder das Gefängnis. Er hat zwar nicht geschossen auf die dominikanischen Polizisten, die Drecksarbeit machten wie immer andere aus dem Dorf. Aber er gab den Befehl. Er ist der Verantwortliche für den Waffenschmuggel, denn rechtmäßig konnte man diese Waffen nicht erwerben und besitzen. Ehemalige Bewohner aus dem AFFH-Dorf klagen und wollen ihr Eigentum. Vielleicht kommt aber auch alles noch anders. Brunck kennt ja 68 verschiedene Arten von Aliens. Laut seinen Prophezeiungen geht die Welt unter und nur die Auserwählten werden dann von den Außerirdischen abgeholt. Vielleicht holen sie ihn ja, zumindest Sosúa und seine Bewohner wären froh. Jetzt aber freut man sich über Ruhe und Frieden, die Jahre der Drangsalierung und des Schikanierens sind vorbei. Man kann (nun wieder über Wasser, Strom und Telefonleitungen verfügen ohne Sabotage-Akte zu befürchten. Und letztendlich können nun auch die Hunde von La Mulata befreit aufbellen...

REALE CHANCEN MIT DER NEUEN REGIERUNG

Lust auf Zukunft?

Am 16. August übernimmt die neugewählte Regierung mit Danilo Mejía einen Präsidenten, der für Antikorruption, Entwicklung und klare Entscheidungen zugunsten von Zukunft steht. So deutet er es jedenfalls schon im Vorfeld durch mutige Maßnahmen mit der Besetzung seines Parlaments an. Sollte er es schaffen seine erklärten Prinzipien und Ziele, gegen die "gewachsene Struktur" und den alten Zopf durchzusetzen, könnte damit für mich persönlich, dass heißt zu Gunsten aller, ein gut zwanzig Jahre alter Traum in Erfüllung gehen. Am 16. August übernimmt die neugewählte Regierung mit Danilo Mejía einen Präsidenten, der für Antikorruption, Entwicklung und klare Entscheidungen zugunsten von Zukunft steht. So deutet er es jedenfalls schon im Vorfeld durch mutige Maßnahmen mit der Besetzung seines Parlaments an. Sollte er es schaffen seine erklärten Prinzipien und Ziele, gegen die "gewachsene Struktur" und den alten Zopf durchzusetzen, könnte damit für mich persönlich, dass heißt zu Gunsten aller, ein gut zwanzig Jahre alter Traum in Erfüllung gehen.

So oft - zu oft - habe ich geglaubt, ich lebe im falschen Film. Habe ich doch miterlebt, wie hier im Laufe der Jahre - ohne dies zu übertreiben - Milliardenbeträge, von meist erfolgreichen Ausländern einfach "so" kaputt gemacht wurden und sich auf die "dummen" Dominikaner ergossen, um auch hier widerum kaputt gemacht zu werden! Ergebnis = fast 0. Dieses "0"-Ergebnis aus Arroganz und von Besserwisserei die sich reproportional gezeigt hat, weil es danach erst alle besser wissen - so auch ich.

Also - mit dem Wissen und den Erfahrungen von Heute und einer Regierung, so wie sie sich ankündigt, kann man die "Goldgräberjahre" abhaken und eine goldene Zukunft beginnen. Das Spiel ist kein Spiel mehr - auch wenn es wie "Monopoli" erscheint. Es bieten sich reale Chancen und unglaubliche Erfolge an, wenn man das Spiel und die Gegenspieler kennt, wenn man ehrenwerte Lizenzhalter (ohne die hier gar nichts geht) trifft und mit internationalen Verträgen bindet. Man kann "dabei" sein, wenn die Erkenntnis eintritt, dass dieses Land viel entwickelter und reicher ist, als es sich nach außen darstellt und dass das Bedürfnis nach "mehr" in Kreisen der maßgeblichen Familien wie seit jeher vorhanden ist.

Wen es interessiert, bitte mailen...

EINE WAHRE DOMINIKANISCHE BEGEBENHEIT

Das endlose Leiden des Klaus H.

Klaus H. ist Anfang 70 und noch von gutem äußeren Aussehen, ohne Haarkranz und überhängender Wampe, sein Körper von der Sonne reichlich verwöhnt. Er hält sich seit ca. sieben Jahren in der Wärme der karibischen Palmeninsel auf und lebte etwas mehr als drei Jahre mit der Dominikanerin Maggie zusammen. Inzwischen rennt die saubere Maggie jeden Tag dem Gericht die Tür ins Haus und arbeitet daran, Klaus schnellstens in den Knast zu bringen... Klaus H. ist Anfang 70 und noch von gutem äußeren Aussehen, ohne Haarkranz und überhängender Wampe, sein Körper von der Sonne reichlich verwöhnt. Er hält sich seit ca. sieben Jahren in der Wärme der karibischen Palmeninsel auf und lebte etwas mehr als drei Jahre mit der Dominikanerin Maggie zusammen. Immer im europäischen Sommer verlässt er die Karibik und verbringt drei bis vier Monate in der Inselwelt Griechenlands. Dort überwintert in einem Jachthafen sein Segelboot, das er dann zusammen mit seinem Kumpel Egge für Tauchabenteuer zahlender Gäste nutzt.

Maggie ist jetzt wohl knapp 50 und hat als Nutte in Juan Dolio angeschafft, vom Zuhälter Mario betreut. Der hat ihr auch eine Brustvergrößerung verordnet, die dann sich später nach mehreren Jahren wegen fehlender Nachsorge zu einer ekligen Eiterquelle entwickelte. Als Klaus sie kennenlernte, faselte sie etwas von drei Kindern, hat aber in Wirklichkeit fünf, an einen Lügendetektor angeschlossen, sogar acht. Ein Älterer, natürlich ohne Job und Einkommen, hat sich inzwischen auch erfolgreich bevölkerungspolitisch betätigt und erhebt reichlich finanzielle Ansprüche. Die jetzt wohl 18-jährige kleine Nutte hat viel von ihrer Mutter abgeguckt und trägt als Ergebnis zurzeit für mehrere Monate einen dicken Ranzen mit sich herum. Die Dritt- oder wie viel auch Geborene ist nun das eigentliche Schmuckstück, .Aber nicht mehr lange, weiß die dann auch, wozu man die Beine breit macht. Bei einer anderen Hinterlassenschaft soll auch dieser Mario seinen Stecken, äh seine Hände im (Liebes)Spiel gehabt haben.

Und das Problem des Klaus H.? Der hat eine Prostataoperation hinter sich und konnte mit Ach und Krach gerade noch den größten Teil seiner Männlichkeit erhalten. Und diese Maggie hat es glänzend verstanden, den etwas durch Panik in Unordnung geratenen Verstand des Klaus H. für sich zu vereinnahmen, in dem sie geschickt aus Cola, Rum und Viagra Zauberdrinks mixte, die dem sichtlich davon angetanen Klaus H. in Glückszustände versetzten. Er ließ nichts auf seine Maggie kommen, ignorierte auch die Warnungen einer vertrauten Freundin und beendete damit diese Freundschaft. Wie sagt man so schön, wer nicht hören will, muss fühlen. Und Klaus fühlte anfangs allzu viel, leider nur Glückszustände. Er baute einen Salon für seine Maggie aus, der aber alsbald mangels salonfähiger Gäste hier verlustreich wieder einschlief. Auch für das Äußere und Innere des Häuschens seiner Maggie waren seine Hände nicht knausrig. Selbst für den wohnlichen Zustand der Hütte ihres ziemlich sehuntüchtigen Vaters wurde nicht gespart. Mit der Geldzirkulation nahm er es auch nicht so genau, und so konnten etliche Peso lauter und unlauter in andere Kanäle fließen. Alles in allem ist oder besser war er ein Gringo, wie ihn sich die auf Ausländeranschluss bedachte dominikanische Weiblichkeit nur wünschen kann.

Schließlich wurde von ihm der Entschluss gefasst, in der nobleren Adresse S. P. nämlich am Malecón („Prachtküstenavenue“) ein Haus zu erstehen, dessen Verkäufer auch etwas unter Zugzwang geraten war. Um möglichst als Ausländer nicht über den Leisten gezogen zu werden, wurde als Käufer die einheimische Geliebte Maggie arrangiert, damit wie gesagt, der Kaufpreis sich in Grenzen hielt. Heute weiß er mit Sicherheit, dass durch diese ganzen Umstände der Kauf teurer wurde als ohne diese ominöse Strohpuppe Maggie. Als dann das geschickt Eingefädelte vollzogen war, wurde nun der Weiterverkauf an den Señor Klaus H. in die Wege geleitet. Zusammen mit einer korrupten Winkeladvokatin, deren es hier schier genug zu geben scheint, wurden von dieser ominösen Rechtsbeugerin Dokumente gefälscht und wichtige dem ahnungslosen neuen Besitzer vorenthalten. Ziel der ganzen Aktion war es, das Haus auf unredliche Art und Weise, in klarem Deutsch, durch Betrug sich anzueignen. Letztendlich hatte er nun das Haus, war aber nicht der Eigentümer. Jetzt wurden auch Verschönerungsarbeiten und Umbaumaßnahmen durchgeführt, sogar eine etwas leider immer windige Dachaussichts-Terrasse mit dem oft in Reisekatalogen angepriesenen Meeresblick wurde konstruiert, alles auch von der Bauleiterin Maggie gewissenhaft arrangiert, kontrolliert und abgerechnet, so dass man als Fazit sagen kann, bestimmt die Hälfte der Investitionen flossen in die Baustelle ihres Bruders; von Zeugen beobachtet, weil Klaus sich gerade zum Segeln wieder einmal in Griechenland aufhielt.

Als die Beziehung durch die ständige Geldgier der raffsüchtigen Maggie und deren an Benehmen armen Kinder immer mehr in die Brüche ging, fasste Klaus nun den Entschluss sich abzusetzen und diese Maggie aus seinem Anwesen zu vertreiben. Längere Zeit hielt er sich nun in Qu. in der Casa seines Freundes Egge auf, um sich von ihren Liebesspielchen zu distanzieren und die entsprechenden Maßnahmen ihrer Ausbürgerung (Rausschmiss) in die Wege zu leiten. Schnell hatte er auch wieder Anschluss an eine ehemalige Bekannte gefunden, ebenfalls eine Nutte a.D., diesmal aber mit nur drei Plagen, die wahrscheinlich auch alle Tricks kannte, um sein nun nutzlos herumhängendes Stehaufmännchen wieder auf die Beine zu verhelfen. Da diese Joanah die aufgefrischte Beziehung aber zu schamlos gewinnbringend vermarkten wollte, nahm er recht schnell Abstand von der alten Liebe. Nun brachte er das Umfeld einer hübschen Neunzehnjährigen mit Gott sei Dank mal nur einem Kind in Aufregung, die aber ihm ziemlich kalt und herzlos unverblümt zu verstehen gab, dass er sie nur beglücken darf, wenn er ihr jeden Monat 7500 Peso =150 € für die Finanzierung eines Studiums vorstreckte. Übrigens aus meiner Sicht ein gutes Angebot für etwas fast Frisches, nicht abgenutztes, wenn man sich überlegt, was so eine abgewetzte Nutte für nur einmal verlangt. Das schockte aber den nach Liebe sich sehnenden Klaus sichtlich, dass er sich auf diese Geld-Ware-Beziehung vernünftigerweise gar nicht erst einließ, denn die Hübsche hatte noch einen eifersüchtigen Jüngling im Gefolge. Schließlich landete er bei einer etwa 40-jährigen etwas unterernährten Lehrerin mit dem dominikanischen Standard von drei Plagen, mit der er nun in einem Apartment hier in Quisqueya hoffentlich friedlich und glücklich zusammenlebt wird, vielleicht auch gar nicht lange.

Die Inbesitznahme seines Eigenheimes erwies sich aber als ein ziemlich schwieriges Unterfangen; fremde Länder, fremde Sitten bzw. Gesetze. Mit Hilfe eines sich bald als Abzocker erweisenden Advokaten wurde schließlich ein Prozess in die Wege geleitet, den er als eigentlichen Sieger verließ. Die plumpen Manipulationen dieser Winkeladvokatin, alle Beteuerungen der Maggie, dass sie das Geld von einer Tante in New York hat, verhalfen nicht zur betrügerischen Inbesitznahme des noblen Anwesens, und ihre hysterischen Gefühlsausbrüche und Beleidigungen vor Gericht werteten ihr Ansehen auch nicht gerade auf. Recht bekommen und Recht haben ist ja bekanntlich zweierlei. Auch hier mahlen die Mühlen der Justiz äußerst langsam, und ungeduldig wartet der besitzlose Eigentümer noch immer auf die Bestätigung des Urteils aus der Hauptstadt Santo Domingo. Auch dass die betrügerische Maggie solange noch in dem Haus wohnen kann, allerdings mit der Auflage, dass sie nichts verändern darf, besserte nicht gerade seine Siegesstimmung auf. Und Maggie hatte noch das eine oder andere Mal versucht, die wegschwimmenden Euro-Felle zu retten, schwafelte plötzlich etwas von seinem prächtigen Samenerguss und kündigte glücklich Mutterfreuden an, mit ominösen Fotos der Sonographie dieses 7-Tages-Fötus untermauert, obwohl bei einem Mann nach dieser Prostataoperation nur noch Luft aus dem Verehrten herauskommt; und tauchte sogar auch einmal in der Casa des Egge auf. Sich bewusst als ungebetener Gast, brachte sie anständig die Getränke mit, großzügig allen zur Verfügung stellend. Selber aber vergaß sie, sich auch davon zu laben, hatte sie doch tatsächlich irgendwelche Drogen beigemischt. Nur die ungeschickte Altafuncia musste mal gierig davon probieren und vermöbelte dann in einem rauschartigen Zustand diese Joanah, die durch ihre öfters nächtliche Anwesenheit und die damit verbundene rhythmische Gymnastik im Dachkämmerchen der Villa Egge die liebe Altafuncia mächtig verärgert hatte. Die gedemütigte Vermöbelte konnte den hier so reichlich verehrten Dios nicht mehr verstehen und heulte sich anschließend fassungslos bei meiner Lebensgefährtin Morena und in meiner Anwesenheit aus.

Wie gesagt, Maggie durfte vorerst wohnen bleiben und nichts am Haus verändern. Das nahm sie nicht allzu wörtlich und begann mit einer Reihe von Modernisierungsmaßnahmen. Das bereits durch sie und liebenswerten Kinder heruntergewirtschaftete Möbel verschwand, und alles andere, was nicht nietundnagelfest war, wurde auch abtransportiert. Türen, Fenster und sogar die Wendeltreppe zur Aussichtsplattform fanden einen neuen Besitzer. Öffnungen wurden zugemauert, neue geschaffen, das einzige Vorzeigeobjekt hat nichts mehr zum Vorzeigen. Die Interventionen beim geschäftstüchtigen Anwalt Klauses führten nur zur gewichtigen Aussage, das sei kein Problem, das wird geregelt, wir machen einen neuen Prozess, da geht sie in den Kahn; der Prozess kostet aber 200.000 Peso = 4.000 €. Damit war auch dieses Anwaltsgeheimnis gelüftet. Aber Klaus hielt weiter an ihm fest.

Inzwischen hatte die hysterische und rachsüchtige Maggie wohl so ziemlich alle Karten offengelegt, dass sie mit kriminellen Machenschaften zu allem fähig ist. Ihre Drohungen richteten sich nun auch gegen Egge und Altafuncia, die eigentlich an allem Schuld waren; wahrscheinlich, weil Egge ihm mehrmals als Freund und Berater empfahl, mit dieser Schlampe nun endlich Schluss zu machen. Ihren Haupttrumpf hielt sie aber noch in Hinterhand. Als in den letzten Jahren hier viele Frauen durch eifersüchtige Männer oder aus anderem Grunde immer mehr belästigt, bedroht, geprügelt, umgebracht wurden, verabschiedete die Sonnendemokratie ein Gesetz, dass man den Aussagen der armen geschrundenen Weiblichkeit hier mehr Gehör und Glauben schenkte sollte und öffnete damit eine Tür zur Narrenfreiheit (korrekterweise Freiheit der Närrinnen). Nun braucht eine dieser Damen sich nur dahingehend zu äußern, dass so ein Macho, ungeliebter Verehrer oder sie demütigender Ehemaliger belästigt oder gar Mord androht, und schon hat der ein nicht nur großes, sondern riesengroßes Problem am Hals, denn der Einkauf von Zeugen scheint hier Gang und Gebe zu sein. Und genau das weiß diese Maggie schamlos und kriminell für sich auszunutzen und macht sie im Moment zum großen Ganador (Sieger). Eine Anzeige bei der Polizei, sie hätte Zeugen, das Klaus H. wohl 50.000 oder 30.000 Peso so einer einkaufbaren, seriösen Person versprochen hat, die sie umbringen soll; und schon war der begehrte Haftbefehl ausgestellt. Da sich Klaus H. ziemlich unbekümmert fühlte, und statt sofort einen anderen Anwalt zu nehmen und sich der Justiz zu stellen, um schnellstens eine Klärung herbei zu führen, eventuell mit einer Gegenklage wegen Verleumdung, Ausländer- Verunglimpfung oder was auch immer in die Offensive zu gehen, damit der Glaubwürdigkeit dieser Zeugen mehr Aufmerksamkeit gewidmet wird, verhielt er sich abwartend und immer noch diesem geldgierigen Winkeladvokaten vertrauend. Das war wohl sein Kardinalfehler.

Dass die hiesige Polizei nur mäßigen Eifer zu Tage legt, um den nun polizeilich Gesuchten ausfindig zu machen, ist allzu verständlich, ist das doch mit enormer zusätzlicher Arbeit verbunden, und das bei dieser so miserablen Besoldung. Umso mehr aber entwickelte die auf Vergeltung bedachte Maggie Initiativen, um endlich diesen verhassten und nun auch mordlüsternen Deutschen vor die Schranken der „Gerechtigkeit“ zu bringen. Es ist nicht schwer, den monotonen Wochenablauf der beiden Alemannen Klaus und Egge auszukundschaften, fahren die doch fast jeden Tag mit dem Moto an die Sonnenküste nach Juan Dolio oder Guayacanes, um sich ihr Mütchen im Wasser zu kühlen. Da traf ich doch noch den Klaus H. in Juan Dolio im Platz Schokolade, und keiner ahnte, dass der liebe Klaus paar Stunden später im Knast einsitzt und die Luft gesiebt einatmet, weil die tüchtige Maggie mit einer Kopie der Anzeige oder des Haftbefehls oder was auch immer für ein Pamphlet die Touristenpolizei in Juan Dolio auf ihn angesetzt hatte. Die brauchte nur abzuwarten, dass die Beiden aus dem erfrischenden Nass kommen und schon war der Haftbefehl vollzogen. Triumphierend gab sie Klaus noch einen mit: „Das wirst Du noch verstehen, das ist dominikanisches Recht.“ Und sichtlich hatte sie es genossen, wie der arme Klaus bei der ersten Anhörung wie ein Schwerverbrecher in Handschellen in den Saal geführt wurde.

Recht hat sie doch, denn wer soll das als zugereister Mitteleuropäer verstehen, was sich jetzt hier abspielt. Rein oder Raus aus dem Knast, zwischendurch mal freigeschmiert, geschmiert auch für die freie Wahl einer schäbigen Zelle mit 30 oder 40 Insassen oder in einer sauberen Einzelcasa, geschmiert für den nächtlichen Aufenthalt in seinem Apartment, und mehrere Tage von früh bis spät abends auf Achse im Tribunal. Das verlangte alles vom schon arg genervten Klaus H., seinem körperlich behinderten Kumpel Egge, auch vom als Dolmetscher fungierenden und abgedankten Exmanager Christian S. und vom neu eingesetzten übernervösen Dorfanwalt ab, der dann auch gleich einen hoffentlich kompetenteren Nachfolger fand. Das Schlimme an der ganzen Sache ist, dass der Begriff Meineid hier in der Palmenrepublik ein absolut unbekanntes Wort = Fremdwort ist, dass sich für paar Peso oder eine Flasche Rum ganz schnell ein "Zeuge" finden lässt, der ohne mit der Wimper zu zucken und aus Scham rot zu werden stock und steif behauptet, dieser Klaus H. hätte ihm 30.000 Peso = 600 € angeboten, wenn er die Maggie umbringt. Da müsste doch mal so einem Richter irgendwie ein Licht aufgehen, wenn der Klaus H. den Prozess gewonnen hat, diese Maggie irgendwann aus dem Haus heraus muss, ihr noch ein schöner Prozess mit guten Siegaussichten für ihn für den am Haus angerichteten Schaden bevorsteht, warum er sie eigentlich umbringen sollte. Und mit diesem Betrugsversuch und ihrem Benehmen vor Gericht hat sie ja nun auch nicht gerade Glanzlichter gesetzt und somit ihren wahren Charakter offenbart. Aber das sind Erkenntnisse, die in diesem Prozess in diesem Staat juristisch keine Rolle spielen, weil man hier den Machoismus unbedingt ausrotten will; und außerdem, wie kann einem hier ein Licht aufgehen, wenn ständig der Strom weg ist. Und noch unverständlicher, regelrecht kopfschüttelnd macht die ganze Sache, dass dieser ominöse Zeuge als Säufer und charakterlose Person bekannt ist und wohl sogar etwas angedudelt zur Aussage vor Gericht erschienen sein soll und wankend faselte, dass Klaus ihm wohl nur 13.000 Peso für den ominösen Auftragsmord geben wollte, und er deshalb sich an dieses bedauernswerte, nun arg unterbewertete Opfer Maggie gewandt hatte. Ein angeblicher Mittelsmann dieses ominösen Mordauftrages ist gar nicht erst vor Gericht erschienen. Aber all das versteht man dann, wenn man weiß, dass diese abgewirtschaftete Nutte a.D. zwei recht schmierige, mit allen Wassern gewaschene Winkeladvokaten aufgetrieben hat, und ihr größter Trumpf in Hinterhand der Oberoberstaatsanwalt ist, der hier wohl Chef am Tribunal in S. P. sein soll, der wohl auch schon mal auf ihr fleißig geritten hat und nun einen guten Freund von ihr darstellt, im Moment eine wertvolle und entscheidende Figur in dieser kriminellen Intrige spielt. Zurzeit hat klar sie die besseren Karten, aber angesichts des bevorstehenden Prozesses und garantiert eines Revisionsverfahrens mit einem richtigen heißen Strafverteidiger im Rücken, der diese alkoholisierte Ratte als Zeuge mal so richtig vor Gericht ins Kreuzverhör nimmt, dürfte das Lügengerüst der seriösen Maggie arg ins Wanken geraten. Wenigstens ein Lichtblick mit ungesiebter Luft zeichnete sich nun am dunklen Horizont für den armen Klaus ab, denn bei einer Kaution von 200.000 Peso = 4.000 € und 13.000 Peso Nebenkosten darf er erst einmal für die nächste Zeit bis zum nächsten Prozess wieder die Freiheit schnuppern, wenn auch meldepflichtig und regional etwas eingeschränkt; sein Pass hat einen Ehrenplatz im Tresor der Staatsanwaltschaft. Und in den nächsten sechs Monaten will die Staatsanwältin den Schwerverbrecher Klaus in den Knast bringen, ein grausiger Gedanke bei diesen Verhältnissen hier in der Palmenrepublik.

So kann man über die Fortsetzung des Leidensweges des Klaus H. gespannt sein. Irgendein Richter müsste ja dann im Hauptprozess dieses Schmierentheaters wirklich mal bewusst werden, wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, und wenn er auch die Wahrheit spricht. Und wie sagt man so schön in Deutschland: „Lügen haben kurze Beine.“ Demnach müsse die saubere Maggie schon mit ihrem Allerwertesten, von den vielen Liebhabern vergangener Tage abgewetzten Culo (Arsch) auf der Straße schlürfen, so kurz sind inzwischen ihre Beine vom vielen Lügen. Und diese Nutte hat im Prozess um das Hauseigentum des Klaus H. mehr als einmal gelogen. Wer kann da noch an ihre Redlichkeit glauben. Inzwischen hat sie auch die ganze Schändlichkeit ihres Ansinnens ans Licht gebracht, denn ihre schäbigen Anwaltsknechte haben wohl schon einen Deal verlauten lassen, wenn der Klaus ihr die Hälfte des Hauspreises auszahlt, ziehen sie die Anklage zurück. Also daher weht der Wind! Wohnen möchte sie in der Ruine nicht mehr, aber Pesos braucht sie dringend mehr als genug. Sind das eigentlich erlaubte juristische Schachzüge oder ist das Ansinnen dieser Anwälte Erpressung, der Anfang einer Straftat bekanntlich ohne Ende? Dabei hat einer dieser Superanwälte im vertrauensvollen Dialog mit dem Kollegen der Gegenpartei durchblicken lassen: „Ich weiß, dass sie lügt, aber schließlich ist sie unsere Klientel und wir arbeiten für sie.“ Eine feine Gesellschaft! Und von welchem Preis des Hauswertes hätt sie denn gern die Hälfte, etwa vom Kaufpreis oder vom jetzigen Wert der Ruine, der bei einem Verkauf noch herausspringen würde? Dann hätte sie nämlich angesichts des Schadens schon viel mehr als die Hälfte bekommen und müsste zurückzahlen. Erst pfiff es ein Spatz vom Dach, jetzt pfeifen es die Ratten aus den Löchern, dass sich ihre kriminellen Phantasien auf zwei Millionen Peso = 40.000 Euro belaufen. Eine schwere Entscheidung für den Klaus H., eventuell für längere Zeit in einen elendigen Knast oder aus Angst das Gesicht gänzlich verloren, immer eine triumphierende, miserable Nutte in Erinnerung, sein Herzblatt vergangener Tage. Bliebe noch, mal in Erwägung zu ziehen, was es hier mit den sogenannten Freikauf nach einer Verurteilung bei bestimmten Straftaten auf sich hat. Davon hat man ja schon gehört, ohne Konkretes zu wissen. Das wäre ein echter Deal, dann geht die kriminelle Maggie leer aus, und dem hochverschuldeten Inselstaat kämen paar Devisen zu gute, und dem Klaus blieb der Aufenthalt in so einem Rattenloch erspart. Darüber sollte man doch mal mit einem wirklich kompetenten Anwalt sprechen und an der Hintertür der Staatsanwältin klopfen. Da sich hier die Staatsanwälte, Richter und Advokaten besonders gern haben und immer liebevoll umarmen, müsste doch irgendein Kuhhandel zu regeln sein. Ansonsten sollte man die ganze Sache etwas nüchterner sehen. Egal, was dieser Justizkomplott hier in S. P. veranstaltet und was die auch immer für ein Urteil zu Recht basteln, bei einem Revisionsverfahren herrschen andere Spielregeln.

Inzwischen rennt die saubere Maggie dem Gericht jeden Tag die Tür ins Haus ein und arbeitet daran, den Klaus schnellstens wieder in den Knast zu bringen, ihn für diesen ominösen Peso-Deal weich zu klopfen, und findet erstaunlicherweise auch Gehör. Nun soll schon in zwei Wochen wieder vor Gericht ein Entscheid über den neuen und alten Aufenthaltsort des Klauses herbeigeführt werden. Ist es nur die Beziehung mit dem Herrn Oberoberstaatsanwalt oder welche Macht hat diese Frau, dass man ihrem Intrigenspiel Tür und Tor öffnet? Aber zu ihrem Leidwesen und großen Nachteil hat man die nächste Anhörung erst einmal um vier Wochen auf Ende Januar verschoben. Wie wäre es denn, wenn diese Maggie ihr Ansprüche erheblich zurückschrauben würde, für 7000 Peso im Monat jeden Tag irgendwo von morgens bis abends arbeitet und somit wie viele Frauen und Mütter hier versucht, auf redliche Art und Weise sich durchs Leben zu schlagen. Aber das hat sie wahrscheinlich noch nie in ihrem Leben gekonnt, war es doch ein leichtes, als zapplige Unterlage mit breiten Beinen das schnelle Geld zu machen. Da dies heute als abgewirtschaftete Nutte nicht mehr funktioniert, versucht sie es mit kriminellen Machenschaften und findet erstaunlicherweise hierfür dankbare Abnehmer und das sogar auf staatlicher Ebene.

Wenigstens hatte Klaus H. in der Zwischenzeit erkannt, dass es keinen Sinn macht, sich über die Justiz und ihre Arbeitsweise hier überhaupt noch aufzuregen. Für ihn war die Sache mit dem Haus eigentlich schon abgehakt, den finanziellen Verlust von ca. 100.000 €, er hatte wohl ein etwas historisches Gebäude in Deutschland verkauft, den die aufregende Liebschaft ihn insgesamt bisher gekostet hat, moralisch bereits abgeschrieben. Aber mit diesem Zwischenfinale hatte er bestimmt nicht gerechnet. Also viel Glück in den nächsten Monaten!

Und das Glück, besser die Gerechtigkeit scheint auf seiner Seite zu stehen. Die mit Spannung erwartete weitere Anhörung ließen die Aktien der Lügennutte wesentlich in die Verlustzone rutschen. Neue Besen kehren bekanntlich gut, sagt man sprichwörtlich. Ein anderer Staatsanwalt, eine faire Richterin, dazu die Unwissenheit und damit Unfähigkeit ihrer Winkeladvokaten gepaart mit der Aufwartung neuer plumper Lügen ihrerseits, verpassten der Lügennutte eine gehörige Abfuhr und ließen sie und ihre Helfershelfer ganz schön alt aussehen. Es wurde für sie leider nix daraus, den abtrünnigen Exliebhaber Klaus H. wieder einzulochen. Nun muss die Hauptverhandlung durchgezogen werden. Und da stehen die Aktien auch dank der Intervention der deutschen Botschaft bei den kompetenten Stellen der Inseljustiz nicht schlecht...

J.C.
Anmerkung: Verschiedene Namen wurden im Interesse des Betroffenen geändert.

PETER BROCKMANS - ALIAS DER "DEUTSCHE HERALD"

Hallo ihr Alle - ich bin´s...

Hatte ich doch heute meinen zweiten Besuch von Einem, der meinen letzten Artikel gelesen hatte. Seine Kernfrage war, ob ich stark altere, oder warum die Agression und meine Attacken fehlten? Er selbst sehe, so wie alle Anderen auch, nichts als Stagnation, um nicht zu sagen den totalen Untergang der gesamten Region Puerto Plata, Sosúa und Cabarete und dass jeder einzelne Investor ein Verlierer ist. Hatte ich doch heute meinen zweiten Besuch von Einem, der meinen letzten Artikel gelesen hatte. Seine Kernfrage war, ob ich stark altere, oder warum die Agression und meine Attacken fehlten? Er selbst sehe, so wie alle Anderen auch, nichts als Stagnation, um nicht zu sagen den totalen Untergang der gesamten Region Puerto Plata, Sosúa und Cabarete und dass jeder einzelne Investor ein Verlierer ist...

Auch hier sehe ich - wie üblich - wieder einmal das Gegenteil. Denn nur wer stagniert, der verliert! Und nach Regen folgt bekanntlich Sonnenschein! Ist es doch so, dass die besonders Schlauen genau in der sogenannten "Hochkonjunktur" investierten, zu der Zeit, als die Sandmännchen die schönsten Geschichten zu erzählen wussten. Die märchenhaften Zeiten scheinen nun vorbei zu sein!? Oder? Oder fängt das Märchen jetzt erst an, nachdem der " erste Akt" vorbei ist? ...nachdem sich die Spreu vom Weizen getrennt hat und die Summe fast aller Fehler bekannt ist? Gottseidank ist fast das ganze Gesindel, die Plattmacher, Großkotze und die Masse der "Kaputten" hier vergrault und verschwunden... den Rest schaffen wir auch noch! Deren Ergebnis ist eine Schande und es ist schade für die ca. 4.000 "Soliden", die hier fest etabliert sind sowie für deren Freunden und Geschäftspartner, die sich fürchterlich schämen hier in Babylon auszugehen und gesehen zu werden und genau deshalb das Revier wechseln!

Es liegt am allerwenigsten an den fehlenden Touristen, welche sowieso entweder garnicht ausgehen, oder genau für DAS herkommen, was wir soo nicht brauchen! Das ist auch der Grund, warum der "gehobene Dominikaner" nicht mehr diese Zone sucht. Wie schön wäre eine Vermischung der Kulturen auf gehobenem Niveau! Genau hier ist der Ansatz, um dem Märchen ein "Happy End" zu verschaffen und das Zauberwort heißt Imagewandel! - Weit weg von dem Negativimage "Sex, Suff und Sonne" sollte der Slogan "Kultur pur" heißen, was bei der stattfindenden Globalisierung in Sosúa mit sage und schreibe bisher 72 ationen in Residencias bei einer geordneten Struktur nicht schwer sein sollte.

Aber, ohne Aber geht es nicht. Wie immer liegt es am Geld, etwas in die richtige Richtung zu lenken und wer wissen möchte, wie das geht und wie man mit so wenig wie nur 100.000 Euro die Regie führt und die Umsetzung des Märchens realisieren kann, der kann mich gern fragen (wenn er das Geld dazu hat! Merke: Wenn hier alles in bester Ordnung wäre, dann wärest du mit deinem Investment zu spät, weil dann wiederum alles zu teuer wäre und nicht mehr klar wäre, welchem Sandmännchen man wohl am besten vertraut - wenns denn so wäre! Sandmännchen-Opas mit der nötigen Erfahrung, die kennen sich aus und stechen mit klaren Fakten...

Gruß, Ihr Peter Brockmans

VON EINEM DER AUSZOG, EINEN RUHIGEN LEBENSABEND ZU FINDEN

Ruhiges Karibikleben gesucht – Höllenlärm gefunden

Für viele Menschen gibt es einen Lebenstraum: ein Leben in der Karibik. Dieses kann sehr unterschiedlich sein. Karibik ist ja nicht nur Sonne, Strand und Palmen. Es ist auch bekannt für sein buntes und vor allem lautes Leben. Musik spielt eine sehr große Rolle im Alltag. Es wundert nur den Neuankömmling, wenn zur Musik aus dem Lautsprecher im Supermarkt oder Geschäft auf einmal die Verkäuferin lauthals mit einstimmt, ihre Hüften schwingt und tanzt. Der Kunde? Nebensache! Für viele Menschen gibt es einen Lebenstraum: ein Leben in der Karibik. Dieses kann sehr unterschiedlich sein. Karibik ist ja nicht nur Sonne, Strand und Palmen. Es ist auch bekannt für sein buntes und vor allem lautes Leben. Musik spielt eine sehr große Rolle im Alltag. Es wundert nur den Neuankömmling, wenn zur Musik aus dem Lautsprecher im Supermarkt oder Geschäft auf einmal die Verkäuferin lauthals mit einstimmt, ihre Hüften schwingt und tanzt. Der Kunde? Nebensache!

Doch das ist nicht das Thema. Lebensfreude und Ausgelassenheit gehören zum Leben in der Karibik. Die Dominikanische Republik gilt sogar als seines der lautesten Länder der Welt.

Einen Residenten, der seinen Traum vom Karibikleben verwirklichen wollte, zog es an die dominikanische Nordküste. Da er Ruhe suchte, wollte er nicht in den touristischen Dörfern Cabarete oder Sosúa wohnen, es verschlug ihn ins Campo, genauer nach La Yagua. Ein kleiner Ort zwischen Gaspar Hernandez und Rio San Juan. Perfekte ländliche Idylle. Gesucht - aber nicht gefunden. Denn kaum ist es Freitag erklingt infernalischer Lärm. Das Gedudel und Geplärre aus den Lautsprechern dauert dann bis Sonntag. Drei Tage Dauerbeschallung, bei der sich aber keiner ablöst sondern eher ein “Lärmwettbewerb” stattfindet. Wer kann es lauter? La Bombita, die Dorfdisco? Einer der vielen Colmados oder Colmadones? Oder doch der Billard-Salon? Für den Residenten der mit seiner Partnerin Ruhe und Frieden suchte ist dieses Spektakel, welches zwar nicht in Sichtweite aber in nur 400 m Luftlinie entfernt seines Hauses stattfindet, kaum mehr erträglich. Wer Land und Leute kennt, der weiß auch: es gibt keine Lautstärke. Es gibt nur: bis zum Anschlag aufgedreht. Von Klang keine Spur, die Membrane des Lautsprechers droht jeden Moment zu zerbersten. Und klar, das Lärmensemble wäre nicht komplett kämen nicht die Gäste mir ihren fahrbaren Boxen, oder sind das Autos? Natürlich, Musik aus allen vier Himmelsrichtungen reicht nicht, man zeigt auch seine eigene Kompetenz beim Krach machen. So haben die Anwohner zwar 400 m Abstand, gefühlt sind es keine fünf Meter. Die Ohren getillt, im Bauch wummert der Bass. Natürlich gibt es Lösungen. Doch selbst Doppelisolierfenster aus Deutschland, fest verschlossene Türen, all das kann dem Lärm nicht widerstehen.

Da kann man doch froh sein dass es in der Dominikanischen Republik die „Leyes Ambientales“ gibt. Da wird alles fein, schwarz auf weiß, festgehalten. Es gibt auch vom Innenministerium Regelungen über Schließungszeiten. Fein, so denkt der Resident nebst seiner Nachbarschaft, da haben wir doch was in der Hand. Lärmkontamination ist ja auch hier bekannt. Ein Besuch beim Bürgermeister war kein Erfolg. Er ist ja einer aus dem Dorf, also unternimmt er nichts. Er will ja auch mal dort ein „bien Fria“ genießen, dort, wo sein Volk sich amüsiert. Außerdem braucht er Wählerstimmen, also bloß keine unpopulären Entscheidungen treffen. Vielleicht kann man ja mit den Verursachern der Belästigungen verhandeln? Bei dem Treffen war sogar die Polizei anwesend und alle unterzeichneten ein Abkommen. Genau geregelt von wann bis wann man Musik spielen darf, die dB legte man nicht fest. Warum auch? Man hielt sich eh nicht an die schriftliche Einverständniserklärung. Mittlerweile weiß der Resident: Gesetze haben hier eine gänzlich andere Eigenschaft als in Europa. Man hat sie um sie zu umgehen. Neben Domino und Hahnenkampf eine weitere Lieblingsbeschäftigung der Dominikaner. Man versuchte erneut die Krachmacher zu mehr Ruhe zu bewegen, doch mittlerweile ist die kleine Wohngemeinschaft bekannt, bekannt als Unruhestifter. Man wurde also schon bedroht. Da hilft nur die nächst höhere Instanz. Statt Dorfpolizei die Hauptstelle in Gaspar Hernandez. Zumindest jetzt durfte sich der Resident wie in Deutschland fühlen. Denn das typische Behördenverhalten gibt es auch in der Karibik. Man verwies an die nächst höhere Polizeidienststelle. Nach Puerto Plata. Man weiß schon wie man diese fremdländischen Eindringlinge zermürbt.

Die Frage stellt sich: Was tun? Es gibt vier Möglichkeiten:
1.) man verkauft sein idyllisches Plätzchen (Immobilienbegehung nur montags bis donnerstags)
2.) man schmiert (und zahlt sich dumm und dämlich – ohne garantierte Aussicht auf Erfolg)
3.) man ergibt sich seinem Schicksal und hofft dass die Schwerhörigkeit recht bald eintritt
4.) man kämpft. Einen Anwalt kann man sparen, es helfen hier nur Beziehungen.

Ein anderer Fall, dieser ereignete sich in Sosúa. Eine recht komfortable Wohnanlage mit Mehrblick. Appartements für Dauerresidenten aber auch Touristen. Das Problem auch hier: Lärm. Nach vorne ein traumhafter Blick auf den Atlantik, nachts von hinten die Discobeschallung. Ein Club veranstaltete zudem jeden Freitag Karaoke. Ein Event der immer gut besucht ist. Und wer die Steigerung von Lärm kennen lernen will: Karaoke. Nicht nur extrem laut, auch extrem falsche Töne werden angeschlagen. Der Disco-Betreiber freute sich, volle Kassen. Die Appartementvermieter trauerten – um ausbleibende Touristen. Die Dauermieter klagten. Die Polizei kam - mehrere Lautsprecher wurden „verhaftet“. Doch bis zum kommenden Wochenende wurden dieses gegen Bares wieder ausgelöst. Der Lärm begann erneut. Die Klagen auch. Man wehrte sich, legte gar ärztliche Gutachten vor. Die Menschen klagten über Schlafstörungen, Bluthochdruck, Nervosität. Man verwies auf die Polizeibehörde in Puerto Plata. Ein General höchstpersönlich, dem man sich wohlgesonnen gezeigt hatte, wollte für Ruhe garantieren. Tatsächlich, einmal rief man den General nachts an und bat um einen Polizeieinsatz wegen Ruhestörung. Es wurde gehandelt. Doch scheinbar erwartete der General wohl jedes Mal eine wohlgemeinte Tat ($$$) damit er aktiv wird. Das war keine Lösung.

In diesem Fall zeigt sich, es ist nicht nur Geld wichtig, auch Beziehungen. Man ging eine hohe Instanz an. Höher geht nicht. Die Regierung (Tourismusministerium) wurde eingeschaltet. Es kommen weniger Touristen, viele hatten sich ja schriftlich wegen der nächtlichen Unruhen beschwert. Es war ein Kampf, bis hin zu persönlichen Besuchen in der Hauptstadt Santo Domingo. Die Appartmentverwaltung, die Mietergemeinschaft, sie alle legten ein Veto ein und letztendlich, es tat sich was. Ruhe kehrte ein, man drohte der Disco mit Schließung.

Tipp: Im Falle von Gaspar Hernandez kann man kaum ein Tourismusministerium ansprechen, aber eventuell die Presse "Piera" und "Ortega" (sind immer gefürchtet) nebst den Anschreiben an die Ministerien für Umwelt und Gesundheit. Denn die haben ja solche Gesetze erlassen. Dann sollte man sich an diese wenden und fragen, warum sie nicht in Gaspar Hernandez gelten? Dann steht man in Zugzwang. Eine Ruhegarantie ist es nicht, aber die letzte Möglichkeit vor einem Verkauf...

BUCHVORSTELLUNG - EIN BUCH VON CHRISTIAN VOGT

Sosúa-Storys

Geschichten aus Sosúa, der sündigsten Stadt der Karibik. Erlebt und aufgeschrieben von einem, der auszog, um dem Spießer-Leben zu entfliehen: Christian Vogt. Der Autor ist von Köln in die DomRep ausgewandert. Er wurde angeschossen, überfallen, hatte mehrere Unfälle, in seine Wohnung wurde eingebrochen, sein Motorrad entwendet und von der Polizei "wiederbeschafft". Er erlebte in kurzer Zeit einen tropischen Sturm und ein starkes Erdbeben, wurde eingesperrt. sollte angeblich der Vater mehrerer Kinder sein. Dennoch ist Christian Vogt niemals in seinem Leben so glücklich gewesen wie in Sosúa. Für viele Menschen gibt es einen Lebenstraum: ein Leben in der Karibik. Dieses kann sehr unterschiedlich sein. Karibik ist ja nicht nur Sonne, Strand und Palmen. Es ist auch bekannt für sein buntes und vor allem lautes Leben. Musik spielt eine sehr große Rolle im Alltag. Es wundert nur den Neuankömmling wenn auf einmal zur Musik aus dem Lautsprecher im Supermarkt oder Geschäft auf einmal die Verkäuferin lauthals mit einstimmt, ihre Hüften schwingt und tanzt. Der Kunde? Nebensache.

Auszug aus dem Kapitel: "Eine etwas andere Bank!"

Ich soll mit Freund T. 45.000 US-Dollar abholen die er in einer Bank an der Haupt Taxi Haltestelle in Puerto Plato angelegt hat! Er hat vier Jahre lang 10% Zinsen pro Jahr auf US-Dollar versprochen bekommen. Ein geradezu absurd hoher Zinssatz - ich äußere meine schweren Bedenken, dass das Geld zwar nicht weg wäre, aber woanders! Die Bank sieht außen wie innen wenig Vertrauen erweckend aus.

Alles ist total primitiv, einfach und billig! Wir müssen warten - "El Chefe" kommt aus Santiago. Nach einer Stunde erscheint er tatsächlich, entschuldigt sich wortreich und bittet uns doch an seinem Schalter zu kommen. Der "Schalter" besteht aus einer nicht lackiertem billigen Pressspanplatte, im Hintergrund ein riesiger Tresor der mich in seiner Schlichtheit an Dagobert Duck's Comic-Tresor erinnert. Die Tresortüre weist einige Vertiefungen auf. Ich frage. Der nette Boss erzahlt uns, dass an einem Wochenende Gangster ein Loch in die Mauer geschlagen hätten und dann anschließend mit der Spitzhacke! versucht hätten, die Tresortüre zu öffnen. Der beste Teil kommt jetzt! Aus einer "Knister Klarsichttüte" schüttet er ungeschälte Erdnüsse auf das Schalterbrett und bittet uns, sich zu bedienen.

Das Ganze ist im Vergleich zu einem deutschen Geldinstitut jetzt nur noch völlig absurd! Das Geld wird von mehreren Angestellten mehrfach "händisch"! akribisch gezählt und T. erhält absolut korrekt sein Geld zurück! - mit allen zugesagten Zinsen! Da viele Scheine bloß 1- und 2-Dollar-Noten sind, verlassen wir die Bank mit einem Sack voll gebündelten Geld! Im Hotelzimmer von T. machen wir Spaßfotos und posieren vor, hinter und neben den Geldbündeln, weil es aussieht wie 10 Millionen Dollar!

Unvergessen! Wir haben zu Dritt Erdnüsse geknackt und gegessen, während wir auf das Ende der "Geldzähl-Aktion" gewartet haben! Das werde ich nie vergessen! Erdnüsse knacken und Essen mit T. und dem Bankdirekto während man wartet. Das verbindet einen doch für ewig...

(Books on Demand / 124 Seiten / 14,90 Euro)

ERFAHRUNGSBERICHT DEUTSCHER DOMREP-URLAUBER

Tagesausflug mit "Melissa-Tours" - nie wieder!

Wir buchten im Büro von Melissa-Tours in Sosúa den Ausflug Punta Rusia/Paradise Island zu zweit, pro Person 45 US-Dollar. Die Offerte klang jedenfalls viel versprechend: "We drive from your hotel to Punta Rusia with some interesting stops on the way. By the enormous cactus, on the top of one mountain to watch the wonderful paradise island to take some pictures and film. In Punta Rusia we take a boat to go to the lagoon through the mangroves forrest and to the island where we stay 3 hours. We will see on the way too some sugar cane, rice, banana, tabaco, coffee, cacao and others... Includets: Lunch, boat trip, entrance to the National Park of Montecristi, Drinks during the whole trip in the bus and on the island without alcohol." - Die Realität sah leider ganz anders aus. Wir buchten im Büro von Melissa-Tours in Sosúa den Ausflug Punta Rusia/Paradise Island zu zweit, pro Person 45 US-Dollar. Die Offerte klang jedenfalls viel versprechend: "We drive from your hotel to Punta Rusia with some interesting stops on the way. By the enormous cactus, on the top of one mountain to watch the wonderful paradise island to take some pictures and film. In Punta Rusia we take a boat to go to the lagoon through the mangroves forrest and to the island where we stay 3 hours. We will see on the way too some sugar cane, rice, banana, tabaco, coffee, cacao and others... Includets: Lunch, boat trip, entrance to the National Park of Montecristi, Drinks during the whole trip in the bus and on the island without alcohol."

Die Realität sah leider ganz anders aus. Vereinbart war eine Abholung am Hotel Central Sosúa für 7:00 Uhr morgens. Um 7:00 Uhr war kein Bus da, auch nicht 7:30 Uhr. Als es dann 8.00 Uhr wurde und ich mehrmals vergeblich versucht hatte jemanden von "Melissa Tours" telefonisch zu erreichen, entschloß ich mich leicht erzürnt das Büro aufzusuchen. In dem Moment klingelte mein Telefon. Zum Glück hatte ich intuitiv meine dominikanische Telefonnummer hinterlassen. Am anderen Ende war der Busfahrer, der angeblich das Hotel Central nicht fand. Jeder weiß wo das Central in Sosúa ist, nur dieser Busfahrer fand es nicht. Konnte er auch nicht dort wo er gesucht hat, im 20 Kilometer entfernten Playa Dorada. Sein Vorschlag, wir sollten den Ausflug auf einen anderen Tag verschieben. Er wäre schon zu weit weg von Sosúa und hätte alle Leute bereits im Bus.

Dank meiner Spanischkenntnisse konnte ich ihn mit deutlichen aber nicht sehr netten Worten davon überzeugen, seinen Vorschlag sofort zu verwerfen und stattdessen nach einer Lösung zu suchen. Er müsse erstmal seinen Chef anrufen. Nach 10 Minuten kam dann der Lösungsvorschlag. Man schickte uns einen Kleinbus nach Sosúa, während der große Bus schon mal nach Punta Rusia fuhr. Endlich gegen 8:35 kam dann der Kleinbus, dessen Chauffeur sich auch noch zweimal telefonisch meldete und nach dem Weg zur allseits bekannten Straße "Pedro Clisante" fragen mußte. Doch nun ging es endlich los. Er schaffte es sogar kurz vorm Ziel den großen Bus einzuholen. Die Fahrt mit Drängelei bei durchschnittlicher Entfernung von unter zwei Metern zum Vordermann mit riskanten Überholmanövern und Hupkonzert wäre nichts für Leute mit schwachen Nerven gewesen.

Getränke gab es entgegen den Versprechungen schon mal keine im Bus. Übrigens auch nicht im anderen Bus, wie ich von deutschen Teilnehmern erfahren konnte. Auch wurde mit keinem der Busse irgend ein Fotohalt an den angekündigten interessanten Orten gemacht und von einem Nationalpark für den ein Eintritt im Preis enthalten gewesen wäre war auch absolut nichts zu sehen.

Die Fahrt zur Insel mit den Schnellbooten ging ziemlich zügig auf direktem Wege vonstatten. Störend war nur der zum Reiseteam gehörende Nervsack mit der Viodeokamera, welches ständig irgendwelche Sirenengeräusche imitierte. Zum Glück siteg er auf halber Strecke um ins andere Boot. Daß es mit dem Schnorcheln auf der Insel nicht so geklappt hat wie geplant lag ausnahmsweise nicht an "Melissa Tours", sondern am aufkommenden Regen und dem Wellengang.

Dafür konnten wir den über 2-stündigen Aufenthalt auf der ca. 30 Meter langen Insel mit der Einnahme von merkwürdigen Getränken verbringen. Zu trinken gab es Sprite oder "Kola Real" - ein fürchterlich mißlungener Abklatsch von Coca Cola. Auf Wunsch wurde sogar irgendwelcher stark verdünnter Billigfusel beigemischt, aus Flaschen in denen früher mal laut abgegriffenem Etikett "Brugal Dorado" gewesen sein mußte. Die Firma Brugal wäre sicher begeistert ob solcher Rufschädigung.

Rückzu ging es ebenfalls mit Höchstgeschwindigkeit im Schnellboot. Die angekündigte Fahrt durch die Mangrovenwälder gestaltete sich in Form von etwa einer Minute langsamerer Fahrt in Ufernähe. Von all dem angekündigten war jedenfalls nichts zu sehen.

Nun ging es zum "Lunch" in ein nahe gelegenes Restaurant. Essen gab es in Büfettform, dominikanisch, schlicht und einfach, aber o.k. Nur gab es auch hier kein einziges Getränk. Jedenfalls nicht wie versprochen gratis. Nebenan lauerte jemand, der Getränke zum Gaststättenpreis verkaufen wollte. Die Rückfahrt wurde dann vom Fahrstil her etwas langsamer angegangen. Der Fahrer des Kleinbusses war wenigstens so freundlich, am nächsten Colmado anzuhalten, damit wir uns Getränke kaufen konnten.

Fazit: Ich kann jedem nur empfehlen bei diesem Unternehmen keine Ausflüge zu buchen. Wie befürchtet beschränkte sich die Reklamationsbearbeitung am Folgetag auf das Abstreiten aller von uns geschilderten und durch Zeugen belegbaren Tatsachen. Eine Entschuldigung oder gar ein Kulanzangebot als Entschädigung - Fehlanzeige. Nach unserem Verständnis grenzt das ganze schon an Betrug.

Johnnie Mieth

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