Abschiebung von 1.100 illegal eingereisten Haitianern
Dajabon · 13. Juni 2013 · fj


DomRep-Magazin · Tageszeitung mit Nachrichten über die Dominikanische Republik · Artikel vom 13. Juni 2013
|
ARCHIVSUCHE Stichwortsuche: Durchsuchen Sie unser Archiv nach einem Suchbegriff oder #Hashtag: x in Überschriften x im Artikeltext - WERBUNG - |
Abschiebung von 1.100 illegal eingereisten HaitianernDajabon · 13. Juni 2013 · fj ![]() Nicht weniger als 1.100 Flüchtlinge hatten die Grenze zwischen Haiti und der Dominikanischen Republik heimlich passiert. Wie das Militär mitteilte versuchten die Haitianer in der Provinz Dajabon (Nordwesten des Landes) die Grenze zu passieren um ins Cibao zu gelangen. Zur Zeit haben die Flüchtlinge auf Plätzen und Straßen der Grenzstadt übernachtet, werden aber nun schnell repatriiert berichtete ein Mitarbeiter der CESFRONT (Spezialeinheit zur Grenzsicherung). Einige der Flüchtlinge hatten ausgesagt dass man nach Santiago wollte, der zweitgrößten Stadt in der Dominikanischen Republik. Es ist seit 2010 (dem Jahr des Katastrophen-Erdbebens) das Lieblingsziel der Flüchtlinge. Hier sind bereits viele ihrer Landsleute untergeschlüpft und nehmen weitere Leidensgenossen aus ihrer Heimat auf. Viele Haitianer suchen noch immer ihr Glück im Nachbarland, in Haiti bieten sich zu wenige Möglichkeiten die Familie zu ernähren. Athana Pierre, einer der ergriffenen Flüchtlinge berichtete. Er hat sich Geld geliehen um die Flucht zu ermöglichen. Hier in der Dominikanischen Republik wollte er im Bausektor arbeiten um seine Familie im Armenviertel Cite Soleil von Puerto Principe zu ernähren. Drei Kinder, seine Eltern und eine körperbehinderte Großmutter muss er versorgen. Nun geht es zurück, nachdem ihm zuvor eine karitative Person versprochen hatte ihn in die Dominikanische Republik zu bringen wo er bessere Gelegenheiten vorfinden werde um Geld zu verdienen. Dominikanische und haitianische Organisationen haben wieder eine starke Zunahme von Flüchtlingen registriert, mangelnde Gelegenheiten im eigenen Land sind der Grund. Laut dem Grenz-Netzwerk Jano Siksé wurden in diesem Jahr mindestens 3.434 Haitianer wieder in ihre Heimat abgeschoben. Die ONG setzt sich für die Haitianer ein und plädiert darauf dass den Flüchtlingen das Recht auf einen angemessenen Prozess (Artikel 69 der Verfassung) gegeben wird. Weiter verweist man auf Artikel 22.9 des Amerikanischen Abkommens, demnach sind Prozesse der gemeinsamen Vertreibung untersagt. Jeder Haitianer hat das Recht auf eine eigene Verhandlung, so Siksé.
Weitere Artikel nach Schlagwörtern: |