Google baut Mega-Datenkonten in der DomRep
Santo Domingo, 22.02.2026 – (tpj) – Dominikanische Republik

Die geplante Anlage wird Teil der globalen Infrastruktur des Unternehmens und soll Datenverkehr zwischen Nordamerika, der Karibik sowie Mittel- und Südamerika bündeln. Ziel ist es, die digitale Konnektivität deutlich zu verbessern und die Rolle des Landes als technologisches Zentrum in der Region auszubauen.
Kern des Projekts ist ein internationales Netzwerk aus Unterseekabeln, das die Dominikanische Republik direkt mit wichtigen Rechenzentren in den USA verbindet. Zwei neue Leitungen sollen zunächst installiert werden, weitere könnten folgen. Dadurch steigt die Kapazität für Datenübertragung erheblich, während gleichzeitig Verzögerungen im Netz reduziert werden.
Die Infrastruktur umfasst eine Anlage von mehr als 7.000 Quadratmetern, die speziell für den Austausch großer Datenmengen ausgelegt ist. Es handelt sich um den achten digitalen Austausch-Hub von Google weltweit und den ersten dieser Art des Unternehmens in Lateinamerika.
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Bei der Vorstellung des Projekts betonte Präsident Luis Abinader, die Dominikanische Republik wolle künftig eine aktivere Rolle in der globalen Digitalwirtschaft spielen. „Man wolle nicht nur Technologie nutzen, sondern selbst Teil ihrer Entwicklung sein. Der geplante digitale Austausch-Hub könne die DomRep somit zu einer strategischen Plattform für Datenverkehr in der Region machen.
Nach Darstellung der Regierung stärkt das Projekt die Position des Landes als wichtiger Standort für internationale Konnektivität und technologische Zusammenarbeit. Der Präsident sprach von einem Schritt hin zu einer moderneren, wettbewerbsfähigeren Wirtschaft, die auch auf Themen wie künstliche Intelligenz, digitale Transformation und neue Geschäftsmodelle vorbereitet sei.
Der Bau des sogenannten „Puerto de Intercambio Digital“ soll nach Regierungsangaben bereits im März beginnen. In einer ersten Phase ist die Verlegung von zwei Unterseekabeln vorgesehen. Sie sind Teil eines größeren Netzausbaus und sollen die Kapazität für Datenübertragungen deutlich erhöhen.
Durch die neue Infrastruktur könnten Internetverbindungen stabiler, schneller und weniger störanfällig werden. Gleichzeitig verringern sich Verzögerungen bei digitalen Diensten – ein wichtiger Faktor für Cloud-Anwendungen, Streaming, Onlinehandel oder Finanztechnologie.
Nach Einschätzung der Regierung könnte das Projekt langfristig weitere Investitionen anziehen. Erfahrung aus anderen Ländern zeige, dass leistungsfähige Dateninfrastruktur häufig neue Rechenzentren, Technologieunternehmen und digitale Dienstleistungen nach sich ziehe. Neben wirtschaftlichen Effekten erwartet die Regierung auch Impulse für den Arbeitsmarkt. Gefragt seien künftig stärker qualifizierte und gut bezahlte Fachkräfte im Technologie- und IT-Bereich. Besonders für junge Menschen könnten dadurch neue berufliche Perspektiven entstehen.
Mit dem Engagement von Google sieht die dominikanische Regierung zunehmend als aufstrebenden Standort für digitale Infrastruktur in der Karibik und Lateinamerika.
