KOLUMNE

Auf eine Tasse Kaffee mit Monika ...

Kolumne mit Monika

Illustre Gedanken und Erzählungen einer deutschen Residentin zu Land und Leuten ...

Meine Geschichten

▸ Starkregen bedroht Leben


▸ Schwere Überschwemmungen


▸ Quellensteuer bei der Rente


▸ Kätzchen in der Palme


▸ Stromausfall im ganzen Land


▸ Auslands-Rente Steuer NZ


▸ Erlebnis mit (m)einem Auto


▸ Mein Besuch beim Zahnarzt


▸ Achtung Rentenbesteuerung!


▸ Sauberkeit


▸ US-Migranten in die DomRep?


▸ ... sonst wäre es langweili


▸ Playa Chiquita - weit vorne


▸ „Seltene Erden“ + Zukunft


▸ „Großkotze“ überflüssig


▸ Kirche und Verbrecherjagd


▸ Neue Besteuerung auf Renten


▸ Anstrengende Menschen


▸ Sonnige Seite des Frustes


▸ Man sollte es nicht glauben


▸ Deutsche Community


▸ Glückliche Touristin


▸ Reiseziel: Nordküste DomRep


▸ Insider-Infos aus der DomRep


▸ Retourkutsche


▸ Nachruf auf Verena


▸ Stühle halten nicht ewig


▸ Supermärkte - hier und dort


▸ Immer was los!


▸ Deutsche Behörden


▸ Leitungswasser? Fehlanzeige!


▸ Frau am Geldautomaten


▸ Wie meine Kolumne entstand


▸ Eroscenter in Sosúa


▸ Meine Fahrt nach La Romana


▸ Handy am Ohr = Bußgeld


▸ Liebevolle Weihnachten


▸ Verkehrspolizisten


▸ Intelligente Ampelanlagen


▸ Gesundheitsparadies Garten


▸ Telefonanschluss umbenennen


▸ Vorboten der Wahlen?


▸ Immer gelassen bleiben...


▸ Käsekuchen ... to go?


▸ Kontoeröffnung


▸ Angstfrei einkaufen?!


▸ Colmados und die Neuzeit


▸ Doch ein wenig Ungeduld?!


▸ TÜV


▸ Glückselige DomRep?


▸ Suppentransport


▸ Müllabfuhr


▸ Straßenmarkierungen


▸ Busfahrt mit Beige(ruch)


▸ Mopedfahrer & Schutzheilige


▸ Sprachschwierigkeiten


KOLUMNE

Schon wieder ein Starkregenereignis

Sosúa, 25.02.2026  ·  ein Beitrag von Monika Anders  ·  9.164 mal gelesen

Den Text, den ich am 16. Januar 2026 geschrieben hatte, kann ich heute nochmal vervollständigen, nachdem vor ein paar Tagen schon wieder die Katastrophe über uns hereingebrochen ist.

In der Zwischenzeit wurden ja von der Regierung einige Mitarbeiter entsandt, die in unserer Gegend die Schäden und Verluste abgefragt haben. Wir alle haben sie aufs Grundstück gelassen, nur kurz – für länger hatten sie weder Zeit noch Lust – und durften ihnen unser Leid klagen. Sie haben uns für die „Soforthilfe“ wegen fehlender Betten, zerstörter Kühlschränke, Kochherden und anderer lebensnotwendiger Dinge befragt, Notizen gemacht, unsere Telefonnummern und Namen notiert – und wurden danach nicht mehr wiedergesehen.

Nach fünf Wochen wurde endlich mal ein großer Bagger, der eigentlich schon am übernächsten Tag seine Arbeit aufnehmen sollte, tätig, hat zumindest den Müll aus dem Auffangbecken beseitigt und das Abflussrohr freigemacht-

Das hat uns beim aktuellen „Wasserüberfall“ etwas geholfen, hat aber trotzdem nicht verhindern können, dass das Wasser wieder als Fluss auf der Straße floss und begann, unsere Gärten und Häuser erneut heimzusuchen.

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Nur unsere Eigeninitiative hat uns vor größerem Schaden bewahrt, indem wir mit selbstgefertigten Sandsäcken sämtliche Ritzen der Toreinfahrt so zugestopft hatten, dass das Wasser es zumindest in der dieses Mal aufgetretenen Höhe noch keine Chance hatte, wieder aufs Grundstück und dann ins Haus zu gelangen.

Wir sind hier noch nicht mal mit den vorangegangenen Schäden im Reinen. Schreiner und Polsterer sind noch beschäftigt, mein Auto z. B. steht noch immer, und das seit acht Wochen, in der Werkstatt, weil es erheblichen Schaden bei der Überflutung genommen hatte (Motor, Getriebe und Elektronik).

Eine Matratze steht immer noch im Garten, Türen müssen noch angepasst und repariert werden, weil sie nicht mehr schließen und Elektronik, Computer, Lautsprecher, Verstärker u. v. m. mussten weggeworfen werden. Kleidung, wichtige Unterlagen und Papiere – alles vernichtet. Der Schaden belief sich auf mehrere tausend Dollar und kann so schnell nicht wieder ersetzt werden.

Und dann kommt schon die nächste Katastrophe?

Seit Wochen sind wir mit Reparaturen, Handwerkern, Ersatzbeschaffungen, Waschvorgängen (meine Maschine steht seitdem überhaupt nicht mehr still) beschäftigt und die Renovierungen aller Räume, Nebengebäude etc. steht noch aus.
Trotzdem sind wir – im Vergleich zu einigen Nachbarn – damals noch mit einem „blauen Auge“ davongekommen, denn diese haben ALLES verloren.

Es muss jetzt endlich was passieren – und zwar noch mehr, als das, was bisher getan wurde. Es müssen Abläufe neu geschaffen werden, statt Baugenehmigungen für immer noch mehr Gebäude zu erteilen, in denen dann letztendlich doch niemand einzieht, weil sie nicht gebraucht werden. Es wird dadurch viel zu viel wertvolles Land versiegelt und noch mehr Menschen werden geschädigt.

Was muss denn noch passieren, damit sich die Verantwortlichen endlich mal auf das Besinnen, wofür sie gewählt wurden: Sie müssen für ein gutes und reibungsloses Leben ihrer Bürger sorgen und dürfen sie nicht durch ihr Nichtstun und Abwarten in den Ruin treiben.

Wie ich heute gehört habe, sind sogar in der Nähe von Sabaneta einige Kühe ertrunken. Und das geht gar nicht. Wir Menschen sind für die Tiere verantwortlich und müssen sie beschützen. Und die Damen und Herren Bürgermeister, Stadträte und Gouverneure haben gefälligst dafür zu sorgen, dass wir nicht wegen ihrer Untätigkeit unser Geld, unser Vermögen, unseren Besitz und evtl sogar noch unser Leben verlieren.


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