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Illustre Gedanken und Erzählungen einer deutschen Residentin zu Land und Leuten ...

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DR. CHRIS IN CABARETE

Mein Besuch beim Zahnarzt

Sosúa, 10.09.2025  –  ein Beitrag von Monika Anders  –  2299 mal gelesen

Immer wieder hatte ich in der Vergangenheit Probleme mit meinen Zähnen. Ich warte gerne ab, bis es nicht mehr zu umgehen ist. Da ich vor vielen Jahren – noch in Deutschland – bei einem war, der mir einen vereiterten Zahn ohne antibiotische Abdeckung gezogen hatte (über die Gefahren, die dadurch entstehen konnten, war ich nicht informiert), hatten sich nach einigen Wochen entsetzliche Schmerzen eingestellt. Natürlich an einem Wochenende – wie meistens, wenn es mal so richtig „schief läuft“.

Ich lebte damals in Köln und fuhr dann sonntags in die Universitäts-Zahnklinik. Hört sich nicht gut an, aber die haben mir geholfen, mich geröntgt und mir die Diagnose eröffnet: Osteomyelitis (Knocheneiterung im Unterkiefer). Antibiotika und starke Schmerzmittel halfen mir über die nächste Zeit hinweg, die erste Sofortmaßnahmen vor der notwendigen Operation einleiteten.

Die Operation ließ nicht lange auf sich warten, wobei noch weitere Zähne im Unterkiefer für diese OP weichen mussten. Der halbe Unterkiefer wurde in einer ambulanten OP in der Uniklinik geöffnet und wieder vernäht.

Doch dabei blieb es nicht. Nach einem halben Jahr meldete sich der Unterkiefer noch einmal und dieses Mal – so sagte mir und den anwesenden Studenten der wirklich auch noch sehr nette Operateur, Dr. van Kerkrum – müsse alles von Neuem aufgemacht und noch tiefer ausgeräumt werden. Seinen Namen werde ich nie mehr vergessen, denn er hat mich gerettet. War Tag und Nacht für mich erreichbar. Das ganze ist inzwischen über 40 Jahre her.

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Nach dieser zweiten OP musste ich täglich in die Klinik fahren – auch am Wochenende. Die OP-Wunde musste offengehalten werden und von innen nach außen abheilen. Sechs Wochen hatte diese Heilungsphase gedauert, in der ich täglich über eine Stunde Fahrt vor mir hatte. Damals war mein Söhnchen erst zwei Jahre alt, was die ganze Situation rein organisatorisch nicht besser machte.

Und sechs Wochen lang musste ich ein starkes Antibiotikum einnehmen, was meinen Magen und meinen Darm extrem belastete. Aber ich musste es weiter nehmen – und wenn ich „nie mehr von der Toilette herunterkommen könnte“ – so drückte sich mein Arzt aus. Es wäre überlebenswichtig.

Seit dieser Erfahrung habe ich keinem normalen Zahnarzt mehr vertraut, denn der, der mir den Zahn gezogen hatte und dadurch diese Odyssee mit wahnsinnigen Schmerzen über Wochen ausgelöst hatte, hat mir das Vertrauen in Ärzte ganz allgemein genommen.

Nun kommt man aber nicht sein ganzes Leben lang ohne Zahnarzt aus und so bin ich inzwischen „heilfroh“, dass ich hier in der DomRep in Cabarete einen sehr guten gefunden habe, dem ich voll vertraue.

Nach einer heftigen Schmerzattacke war ich zunächst bei einer Zahnärztin in Sosúa, die mir diesen Zahn auch direkt ziehen wollte, mir ebenfalls für DREI Tage ein Antibiotikum verschrieb und eine kleine Operation veranlasste, und mir direkt die weitere Vorgehensweise beschrieb: Abheilen lassen, dann mindestens zwei Implantate einsetzen. Eine Prozedur über Wochen mit horrenden Kosten.

Ich konnte mir das alles nicht leisten und sie bot mir auch keine Alternative an. Ich verstehe schon ganz gut spanisch, aber sooo viel dann doch nicht, dass ich sämtliche Behandlungen nachvollziehen konnte und deshalb auch nicht wusste, ob das alles nötig war. So habe ich mich dann völlig verunsichert explizit nach einem DEUTSCHEN Zahnarzt umgeschaut.

Und so suchte und fand ich endlich DEN deutschen Zahnarzt in Cabarete in der Plaza El Patio. Mit ihm konnte ich mich in meiner Sprache unterhalten, verstand alles, und befand mich in den allerbesten Händen. Und dort bin ich jetzt schon seit vielen Jahren in Behandlung. Er arbeitet sorgfältig und beherrscht sein Metier, er ist rücksichtsvoll, sehr nett und gewissenhaft. Notwendige Spritzen setzt er, ohne Schmerzen zu verursachen und auch bei einer Extraktion hatte ich keinerlei Schmerzen gespürt.

Ich würde mich ihm auch mit größeren Eingriffen – auch sogar Implantaten, obwohl ich nie mehr jemanden an meinen Unterkiefer lassen wollte – anvertrauen.

Ihn kann ich nur aller wärmstens empfehlen.