LANDWIRTSCHAFT
DomRep meldet Ernte-Rekord bei Reis
20.04.2026 – tpj – DomRep
Ohne Reis geht für viele Dominikaner beim Essen fast nichts. Entsprechend groß ist die Signalwirkung einer aktuellen Meldung aus dem Landwirtschaftsministerium: „Arroz blanco“ wird mittlerweile auf etwa 1,4 Millionen Tareas (rund 88.000 Hektar) angebaut. Damit ist die DomRep zum größten Reisproduzenten der gesamten Karibik und Mittelamerikas aufgestiegen. Das Ministerium verweist stolz auf Lagerbestände von mehr als fünf Millionen Quintales, umgerechnet rund 226.800 Tonnen Reis.
- WERBUNG -
DOMREP-TOURISMUS
Deutsche Urlauber kommen wieder
19.04.2026 – tpj – DomRep
Deutsche Urlauber zieht es wieder in die DomRep: Nach einem leichten Minus im Januar legten die deutschen Touristen im Februar und vor allem im März deutlich zu. In den ersten drei Monaten flogen 40.311 Deutsche an die dominikanischen Strände = 5.312 mehr als ein Jahr zuvor, ein Plus von 15,2%. Vor allem am Flughafen Puerto Plata zogen die Fluggastzahlen aus Deutschland im ersten Quartal mit einem satten Plus von 23,3 Prozent deutlich an. Vermutlich auch eine Folge der Krise im Nahen Osten.
- WERBUNG -
AUFHEBUNG DER BLOCKADE
Bald wieder Flüge von und nach Haiti
18.04.2026 – tpj – DomRep
Santo Domingo und Port-au-Prince bringen wieder Bewegung in ihre festgefahrenen bilateralen Beziehungen – zumindest beim Flugverkehr. Beide Seiten einigten sich auf die Wiederöffnung des Luftraums zwischen beiden Ländern ab Mai. Damit sollen endlich wieder Flüge zwischen den dominikanischen Flughäfen und dem internationalen Flughafen von Cap-Haïtien im Norden Haitis ermöglicht werden. Für Reisende und die Wirtschaft ein wichtiges Signal der Entspannung nach gut zwei Jahren Blockade.
- WERBUNG -
MILLIARDEN-SUBVENTION
Regierung stabilisiert weiter die Spritpreise
18.04.2026 – tpj – DomRep
Mit einer Subvention von mehr als 1,15 Milliarden Pesos hält die dominikanische Regierung die Spritpreise auch in der kommenden Woche stabil. Bis zum 24. April bleiben die Preise für Benzin, Diesel, Flüssiggas und Erdgas landesweit an allen Tankstellen unverändert – trotz des Preisdrucks am Ölmarkt. Premium (Super) kostet weiterhin 314,10 RD$, Regular (Benzin) 294,50 RD$ und Diesel 263,20 Pesos je Gallone (3,785 Liter). Umgerechnet kostet ein Liter Benzin in der DomRep damit derzeit etwa 1,09 Euro.
- WERBUNG -
INVESTMENT & FÖRDERUNGEN
EU sieht Chancen jenseits des Tourismus
17.04.2026 – tpj – DomRep
Lange galt die DomRep aus europäischer Sicht vor allem als Touristikstandort. Nun weitet sich der Blick aus. Die EU betrachtet das Land zunehmend als Logistik-Hub der Region. Für europäische Firmen dürfte dabei die Nähe zum US-Markt eine wichtige Rolle spielen. Chancen ergeben sich etwa durch Produktionsverlagerungen in die dominikanischen „Zonas Francas“ sowie durch Investitionen in die Bereiche Energie und Transport oder in das Bauwesen. Entsprechend stark will die EU ihr Engagement ausweiten.
|
|
|
REISEVERKEHR
Kerosin-Debatte: Condor erwartet derzeit keine Auswirkungen für DomRep-Flüge
Puerto Plata, 20.04.2026 – tpj – Dominikanische Republik
Die Debatte um eine mögliche Kerosinknappheit an deutschen Flughäfen verunsichert vor Beginn der Hauptreisezeit viele Urlauber. Die Sorge: steigende Ticketpreise oder gar kurzfristige Änderungen im Flugplan. Für Reisende mit Ziel Dominikanische Republik gibt Condor auf Anfrage unserer Redaktion jedoch zunächst Entwarnung. Nach Angaben der Airline laufen Flüge und operative Abläufe derzeit planmäßig. Damit sendet Condor in einer Phase wachsender Nervosität im Reisemarkt ein beruhigendes Signal. Denn die Unsicherheit speist sich nicht nur aus der Versorgungslage an einzelnen Flughäfen, sondern auch aus der geopolitischen Großwetterlage. Um gegen kurzfristige Preissprünge bei den Treibstoffkosten gewappnet zu sein, verweist Condor auf ein marktübliches Hedging-Programm, wodurch sich kurzfristige Preisschwankungen vorerst nur begrenzt auf die Kostenstruktur auswirken. Ein Hedging-Programm ist vereinfacht gesagt eine Absicherung gegen starke Preisschwankungen. Solche Instrumente sollen verhindern, dass starke Ausschläge bei ...
» weiterlesen
PROGNOSE ZUR HURRIKANSAISON
Hurrikansaison 2026 – Was Wetterexperten erwarten
Santo Domingo, 14.04.2026 – tpj – Dominikanische Republik
Die erste Hurrikan-Prognose für 2026 ist da – und sie klingt erst einmal wie eine kleine Entwarnung. Weniger Stürme als im langjährigen Durchschnitt, sagen die Wetterexperten der US-Universität Colorado State University. Doch wer in der Karibik lebt, weiß: Das bedeutet noch lange keine Sicherheit. Denn am Ende reicht oft schon ein einziger Hurrikan, um ganze Küstenregionen in ein Chaos zu stürzen. Die aktuellen Wettermodelle deuten darauf hin, dass die Atlantik-Hurrikansaison in diesem Jahr 13 kategorisierte Stürme hervorbringen könnte, darunter sechs Hurrikans und zwei schwere Wirbelstürme der Kategorie 3 oder höher. Das wäre etwas weniger als im langjährigen Mittel von 14,4 Stürmen pro Saison. Auch die erwartete Sturm-Power liegt unter dem langjährigen Schnitt: Der sogenannte ACE-Wert kommt nur auf 90, üblich sind 123. ACE steht für Accumulated Cyclone Energy. Dabei wird nicht nur gezählt, wie viele Stürme es gibt, sondern auch, wie stark sie sind und wie lange sie aktiv bleiben. Alles klingt erst mal nach einer etwas ruhigeren Hurrikan-Saison ...
» weiterlesen
- WERBUNG -
EXTREMWETTER UND ALLTAG
Wenn Extrem-Regen die Hauptstadt aus dem Takt bringt
Santo Domingo, 09.04.2026 – tpj – Dominikanische Republik
Mehr als 300 Millimeter Regen binnen weniger Stunden – das ist nicht einfach schlechtes Wetter. Das ist eine Wassermenge, die Straßen in Flüsse verwandelt, Wege abschneidet und den Alltag einer Millionenstadt abrupt neu ordnet. Genau das ist jetzt passiert. Plötzlich ging es nicht mehr nur um Regen, sondern um die Frage, wie widerstandsfähig Santo Domingo tatsächlich ist? Aus den Ministerien kamen umgehend Appelle an Wirtschaft, Schulen, Banken, Nahverkehr und Behörden. Unternehmen wurden aufgerufen, kurzfristige Sonderregelungen zu treffen, Arbeitszeiten in gefährdeten Zonen zu flexibilisieren und nach Möglichkeit Homeoffice anzubieten. Der öffentliche Sektor reagierte sofort und reduzierte die Präsenz in den Dienststellen. Einige Banken passten ihre Öffnungszeiten an und verwiesen Kunden auf Apps, Online-Banking und Geldautomaten. Auch das Schulwesen reagierte und setzte den Unterricht in besonders betroffenen Zonen aus. Während es für viele Schüler schulfrei hieß, standen Arbeitnehmer, die nicht von zu Hause aus arbeiten können vor einem ganz ...
» weiterlesen
NAHOST-KONFLIKT
Regierung sucht den Dialog mit Wirtschaft und Handel über stabile Verbraucherpreise
Santo Domingo, 06.04.2026 – tpj – Dominikanische Republik
Der Konflikt im Nahen Osten und der Anstieg des Ölpreises auf dem Weltmarkt setzen zunehmend auch die dominikanische Wirtschaft unter Druck. Dennoch ist das Land – global gesehen – in einem strukturellem Vorteil gegenüber vielen anderen Ländern und kann externe Schocks für die Bevölkerung zumindest teilweise abfedern. Um wirtschaftspolitisch weiterhin ein sicheren Kurs zu halten, hat Präsident Luis Abinader jetzt seine Minister, Vertreter aus der Wirtschaft, dem Handel, der Agrarwirtschaft und gesellschaftliche Gruppen an einen Tisch geholt, um aus dem Nahost-Konflikt kein dominikanisches Preisproblem werden zu lassen. Das Ziel: Gemeinsam soll verhindert werden, dass Versorgung und Preisauftrieb nicht zu größeren Belastungen für die Bevölkerung führen. Die Regierung reagiert damit auf einen klassischen Mechanismus offener Volkswirtschaften. Wenn Energie weltweit teurer wird, steigen in der Regel auch die Fertigungs- und Logistikkosten – und damit häufig auch die Verbraucherpreise. Genau diesen Effekt will die Regierung ...
» weiterlesen
KRITIK AN SOZIALER ENTWICKLUNG
Karfreitagspredigt als Appell – Kirche mahnt Politik, Wirtschaft und Gesellschaft
Santo Domingo, 03.04.2026 – tpj – Dominikanische Republik
Bei der traditionellen Karfreitagspredigt Sermón de las Siete Palabras (Predigt der sieben Worte) hat die dominikanische Kirche in diesem Jahr ein ungewöhnlich scharfes Bild der gesellschaftlichen Lage gezeichnet. Ihre Kritik richtete sich nicht nur an Politik und Wirtschaft, sondern auch an die eigene Institution. Die Kirche, so der selbstkritische Vorwurf, erkenne gesellschaftliche Spannungen oft nicht mehr früh genug oder benenne sie gegenüber der Regierung nicht mit der gebotenen Klarheit. Stattdessen wirke sie für viele Menschen mitunter näher an den Machtzentren als an den Schwächsten der Gesellschaft – ein heikler Befund. Eingeleitet wurde die Zeremonie von Monsignore Carlos Tomás Morel Diplán, dem Koadjutor-Erzbischof der Erzdiözese Santo Domingo. In seinen Worten rief er zu Gebet, Besinnung und dazu auf, den Blick auf das Kreuz zu richten – als einen Augenblick, den er als entscheidend für die Menschheit beschrieb. In der Zusammenfassung aller sieben Predigten im Gedenken an die sieben letzten Worte von Jesus Christus spiegelte sich das Bild eines ...
» weiterlesen
- WERBUNG -
GLAUBE STATT SPEKTAKEL
Kirche rückt Osterwoche zurück zu ihrem religiösen Kern
Santo Domingo, 02.04.2026 – tpj – Dominikanische Republik
Die dominikanische Kirche führt die Osterwoche in diesem Jahr wieder stärker zu ihrem religiösen Kern zurück. Im geistlichen Mittelpunkt steht dabei die Basílica Catedral Menor Nuestra Señora de la Encarnación in Santo Domingo. Die Erzdiözese bezeichnet das Bauwerk aus dem 16. Jahrhundert selbst als älteste Kathedrale des amerikanischen Kontinents. Damit wird das Gotteshaus in diesen Tagen zum Mittelpunkt der Semana Santa und setzt bewusst auf eine klassisch religiöse Dramaturgie: keine Event-Inszenierung, kein folkloristischer Überbau, sondern ein liturgisch klar gefasster Ablauf, in dem Erinnerung, Verzicht und religiöse Symbolik für viele Gläubige wieder in den Vordergrund treten. Der liturgische Ablauf folgt dabei dem Leiden, dem Tod und der Auferstehung Christi. Damit reklamiert die dominikanische Kirche die Osterwoche für ihren ursprünglichen Kern zurück: als Zeit der Sammlung, der Predigt und der Sakramente. Das mag altmodisch wirken, ist in einer Zeit permanenter Ablenkung aber fast schon ein Gegenentwurf. Wer in diesen Tagen die Kathedrale ...
» weiterlesen
KRITIK AN SOZIALER ENTWICKLUNG
Vitamin-Bonbons für Schüler: gut gemeint, schlecht verkauft
Santo Domingo, 20.03.2026 – tpj – Dominikanische Republik
Die Idee klingt zunächst bestechend einfach und auf den ersten Blick modern: Der Staat will Schulkindern fehlende Vitamine ergänzen – verpackt als Bonbons, leicht zu dosieren, angenehm im Geschmack, passend für den Schulalltag. 70.000 Schüler sollten im Rahmen eines Pilotprojekts solche Vitamin-Bonbons erhalten. Dreimal pro Woche, über Monate hinweg, dokumentiert, kontrolliert, wissenschaftlich begleitet. Hinter dem Plan steht ein reales Problem. Die Versorgung von Kindern mit wichtigen Mikronährstoffen ist laut einer Studie aus dem Jahr 2024 erheblich lückenhaft. Demnach leiden 24,2 Prozent der untersuchten Kinder unter sechs Jahren sowie 17 Prozent aller schulpflichtigen Kinder und Jugendlichen zwischen 6 und 18 Jahren an Anämie. Hinzu kommen Defizite bei Zink und den Vitaminen A, B6 und E. Das Schulernährungsprogramm Programa de Alimentación Escolar (PAE) allein reicht offenkundig nicht aus, um alle Lücken zu schließen. Genau hier setzte das Projekt des Schülerwohlfahrtsinstituts INABIE an: nicht als Ersatz für das Schulessen ...
» weiterlesen
|