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PROGNOSE ZUR HURRIKANSAISON

Hurrikansaison 2026 – Was Wetterexperten erwarten

Santo Domingo, 14.04.2026  –  (tpj)  –  Dominikanische Republik

DomRep - Wie wird die Hurrikansaison 2026?
Die erste Hurrikan-Prognose für 2026 ist da – und sie klingt erst einmal wie eine kleine Entwarnung. Weniger Stürme als im langjährigen Durchschnitt, sagen die Wetterexperten der US-Universität Colorado State University. Doch wer in der Karibik lebt, weiß: Das bedeutet noch lange keine Sicherheit. Denn am Ende reicht oft schon ein einziger Hurrikan, um ganze Küstenregionen in ein Chaos zu stürzen.

Die aktuellen Wettermodelle deuten darauf hin, dass die Atlantik-Hurrikansaison in diesem Jahr 13 kategorisierte Stürme hervorbringen könnte, darunter sechs Hurrikans und zwei schwere Wirbelstürme der Kategorie 3 oder höher. Das wäre etwas weniger als im langjährigen Mittel von 14,4 Stürmen pro Saison. Auch die erwartete Sturm-Power liegt unter dem langjährigen Schnitt: Der sogenannte ACE-Wert kommt nur auf 90, üblich sind 123. ACE steht für „Accumulated Cyclone Energy“. Dabei wird nicht nur gezählt, wie viele Stürme es gibt, sondern auch, wie stark sie sind und wie lange sie aktiv bleiben.

Alles klingt erst mal nach einer etwas ruhigeren Hurrikan-Saison – aber genau das kann täuschen. Eine Saison muss nicht besonders aktiv sein, um für einzelne Inseln oder Küstenregionen verheerend zu werden. Für die Dominikanische Republik und die übrige Karibik ist die Zahl der erwarteten Stürme deshalb nur die halbe Wahrheit. Entscheidend ist, wie viele Hurrikans tatsächlich auf bewohnte Gebiete zusteuern, wie lange sie über warmem Wasser Kraft sammeln können und ob sie kurz vor Landgang noch an Stärke gewinnen.

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Der wichtigste Grund für den eher verhaltenen Ausblick liegt tausende Kilometer entfernt im Pazifik. Die derzeit noch schwachen „La-Niña“-Bedingungen sollen in den kommenden Monaten in ein „El-Niño“-Muster kippen, möglicherweise sogar in ein moderates bis starkes. Für den Atlantik ist das meist keine gute Nachricht für die Sturm-Entwicklung, weil „El Niño“ die Windscherung erhöht. Vereinfacht gesagt: In verschiedenen Höhenlagen wehen dann stärkere und gegensätzliche Winde, die junge tropische Systeme stören, abschwächen oder sogar auseinanderreißen können. Genau dieser Effekt ist einer der Hauptgründe, warum die US-Wissenschaftler die Saison 2026 als eher unterdurchschnittlich einstufen.

Ganz so eindeutig ist die Lage aber noch nicht. Während der westliche tropische Atlantik derzeit wärmer als normal ist, liegen die Temperaturen im östlichen tropischen und subtropischen Atlantik leicht darunter. Das sind gemischte Signale. Warmes Wasser liefert tropischen Wirbelstürmen Energie, kühleres Wasser bremst ihre Entwicklung eher.

Hinzu kommt ein weiterer Unsicherheitsfaktor: Es ist erst April. Die Saison beginnt am 1. Juni und erreicht ihre eigentliche Hochphase erst zwischen August und Oktober. Frühprognosen gelten deshalb als deutlich unsicherer als spätere Updates. Genau das ist die wichtigste Botschaft hinter den vergleichsweise moderaten Zahlen: Die Statistik mag diesmal etwas freundlicher aussehen. Für die Karibik bleibt die Hurrikansaison trotzdem das, was sie immer ist – ein Risiko auf Abruf.

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