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Auf eine Tasse Kaffee mit Monika ...

Kolumne mit Monika

Illustre Gedanken und Erzählungen einer deutschen Residentin zu Land und Leuten ...

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▸ Erlebnis mit (m)einem Auto


▸ Mein Besuch beim Zahnarzt


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KOLUMNE

Kätzchen in der Palme

Sosúa, 20.12.2025  –  ein Beitrag von Monika Anders  –  1394 mal gelesen

Eines späten Abends stand mein Sohn im Haus und sagte, dass er eine Leiter bräuchte. Ich sagte ihm, wo sie steht, fragte aber auch, was er denn damit zu so später Stunde noch vorhätte. Er sagte: „Ich höre ständig ein klägliches Miauen von oben. Ich hab die Mauer mit der Taschenlampe abgesucht, aber nichts entdeckt. Aber irgendwo muss sie doch sein, die Kleine. “

Zuerst habe ich mal unsere Hunde gesichert, denn die jagen alles, was nicht zu unserer Familie gehört. Dann plötzlich rief er: „Ich sehe sie. Sie sitzt in der Palme. “ Hä – eine Katze in einer Palme? Sehr ungewöhnlich. Aber ein kleines Beweisvideo brachte die Wahrheit ans Licht.

Die Kleine saß tatsächlich ganz oben zwischen den Wedeln und jammerte kläglich. Mit der Leiter, einer Stange und einem daran befestigten Netz versuchte er, sie zu „retten“. Aber die Stange war nicht nur ziemlich schwer, sondern auch sehr unhandlich, aber vor allem war sie zu kurz. Da ging er zu unserem Nachbarhotel, denn diese Palme stand zwar an unserer Mauer, ragte aber auch ins benachbarte Grundstück. Aber auch von dort aus konnte man nichts unternehmen.

Unsere Sorge war groß, dass sie später vor Übermüdung einfach hinunterfallen könnte. Deshalb ließ es ihm keine Ruhe und er versuchte, sie dorthin zu bewegen, wo sich unter ihr nur noch der Rasen des Hotels befand. Die Höhe des Sturzes würde ihr mit Sicherheit nichts ausmachen und der Rasen würde eine weiche Landung ermöglichen.

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Aber es war vorläufig nichts Weiteres möglich – sie bewegte sich erst einmal nicht. Nachdem dann einige Zeit vergangen war und sie die Ruhe nutzte, um sich etwas zu entspannen und dann die näheren Zentimeter ihres Bewegungsareals zu untersuchen, befand sie sich letztlich – einige Zeit später – in einer guten „Ausgangsposition“ für einen gewagten Sprung in die Sicherheit. Man musste noch ein kleinwenig nachhelfen, aber dann gelang der Sprung und sie war frei.

Anderen Tags miaute sie wieder, saß aber wohlbehalten im Schutz eines kleinen Mauervorsprungs im Garten des Hotels. Aber vorläufig war niemand zu erkennen, der sich um sie kümmern würde. Es ist noch ein Jungtier und braucht doch auch Versorgung. Später saß sie vor dem Hotel auf der Mauer und schaute meinen Sohn „hilfesuchend“ an, wie er meinte.

Aber er widerstand der Versuchung, sie einfach mitzunehmen – wie gesagt: die Hunde! Ich bin allerdings sicher, dass er – sollte er sie noch weiter miauen hören oder sehen, dass sich niemand kümmert -, sie doch mitnehmen wird in seine Wohnung – außerhalb der Reichweite unserer Hunde. Er möchte sie dann aufpäppeln und anschließend, sollte sich Mama doch noch erweichen lassen, ihr ein neues Zuhause geben.

Wir hatten auch früher Hunde – sechs sogar – und dazu auch eine Katze. Das hatte gut geklappt, aber ob ich mich das heute noch traue, weiß ich nicht. Ich möchte alle immer in Sicherheit wissen.

Aber: Kommt Zeit – kommt Rat!