Mein Erlebnis mit einem fremden Auto
Sosúa, 20.09.2025 – ein Beitrag von Monika Anders – 6373 mal gelesen
Dauert die Suche nach der Ursache doch etwas länger als geplant, kommt der Besitzer – also ich – in einen „Bewegungsmangel“, der darin gipfelt, dass man sich nur noch mit einem Taxi angemessen fortbewegen kann. Motoconcho kommt in meinem Alter und mit meinen etwas lädierten Hüftknochen nicht mehr in Frage. Außerdem bin ich noch nicht lebensmüde, denn zumindest das müsste man sein, wenn man sich freiwillig auf diese Mopeds setzt und sein Leben in die Hände dieser Kamikazefahrer gibt.
Also – mein Auto in der Werkstatt und das für einen Zeitraum, der den eingeplanten um Längen überschritt. Doch man hatte ein Einsehen mit mir und stellte mir – völlig unerwartet und zu meiner großen Freude – ein neues Gefährt vor die Türe. Also neu war es nicht, aber es sah prima aus, war groß, eigentlich komfortabel. Es hatte nur einen „angesagten“ Fehler. Man konnte den Wagen nicht abschließen. Wenn es aber geschah, ließ er sich nicht mehr öffnen. Also Fahren ging gut, Parken nur mit offenen Türen. Aber – weiß ja keiner.
An diesem ersten Abend konnten wir den Wagen super gut gebrauchen, denn es stand ein Geburtstagsessen im Restaurant an der Waterfront an. Die haben einen bewachten und abgeschlossenen Parkplatz, wodurch die Gefahr eines Missbrauchs minimiert bzw. fast ausgeschlossen war.
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Am nächsten Tag – es war Samstag – fuhren wir damit in den Ort und konnten endlich wieder mehrere Erledigungen gleichzeitig machen. Wir holten mehrere Trinkwasserkanister, kauften endlich mal wieder großzügig ein in zwei Supermärkten und fuhren gegen 17 Uhr nach Hause.
Wir stiegen aus, gingen zur Hecktüre …. und nichts ging mehr. Alle Türen hatten sich wie von Geisterhand ohne unser Zutun verschlossen. Da standen wir nun vor diesem „Unikum“ und nichts ging mehr. Im Kofferraum der gesamte Einkauf für die Woche, Trinkwasser und Eis – viel Speiseeis. Der SUPER-GAU.
Vater und Sohn liefen nun um das Auto herum und nach Männerart suchten sie nach einer Lösung, wo es erstmal keine gab. Rüttelten an den Türen, suchten eine kleine Öffnung, zogen am Kofferraum. Der „Tresor“ blieb zu.
Ich kümmerte mich um die Hunde, ging ins Haus und überlegte, was genau zu tun möglich wäre. Samstagabend – alles geschlossen, keine Hilfe in Sicht.
Mein Sohn hatte allerdings eine sehr gute Idee: Er nahm den Autoschlüssel ins Visier, öffnete ihn und stellte fest, dass die Platine im Innenteil falsch eingelegt war und die Batterie viel zu klein und mit einem kleinen Stückchen Pappe (für den besseren Sitz? ?) zumindest eingelegt worden war.
Er nahm sich seinen vor einigen Tagen geliehenen Roller und fuhr los, um Hilfe zu suchen. Alle Ferreterias waren geschlossen (wegen Kauf einer Batterie), ebenso die Fahrzeug-Ersatzteil-Geschäfte. Aber in einem dieser Läden sah er einen alten Bekannten, der mit einem Freund Domino spielte. Er klopfte an die Türe und wurde gesehen.
Das Glück war mit uns: Der Ladenbesitzer öffnete die Türe, begrüßte meinen Sohn und sie suchten gemeinsam eine passende Batterie. Es gab nur noch eine einzige, die zwar eine andere Nummer trug, die aber trotzdem passte. Und … sie funktionierte.
Nach über einer Stunde konnten wir sämtliche Türen des Wagens öffnen und die Lebensmittel und Einkäufe in Sicherheit bringen. Das Speiseeis war zwar geschmolzen, aber in einer separaten Tüte verpackt, so dass der Schaden gering war.
Und so konnten wir uns auf unsere Art für die kostenlose Überlassung dieses Wagens bedanken, denn das Problem mit der Nichtverschließbarkeit des Wagens war ein- für allemal beseitigt. DANKE.

