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IMMOBILIENBETRUG

Karibik-Traum geplatzt! – Immobilienkäufer zahlten für nie fertiggestellte Apartments

Boca Chica, 12.05.2026  –  (tpj)  –  Dominikanische Republik

DomRep - Der Traum vom Apartment in der Karibik endet im Gestrüpp
Es klang nach einem karibischen Traum: Neubau-Apartments in Boca Chica, nahe am Strand und unweit des Flughafens, verkauft als sichere Investition für Auswanderer, Familien und Auslandsdominikaner. Doch für die Käufer entwickelte sich das Immobilienprojekt „Garden at the Beach“ zum Albtraum.

Nach Recherchen des TV-Senders „Noticias SIN“ sollen einzelne Anleger zwischen 32.000 und 86.000 US-Dollar als Anzahlung in das Projekt „Garden at the Beach“ investiert haben. Passiert ist seitdem nicht viel. Auf dem Baugrundstück, auf dem die Apartmentanlage entstehen sollte, wächst nur eins: Gestrüpp.

Anzahlungen im siebenstelligen Bereich sollen so zusammengekommen sein – ohne dass je eine der versprochenen Wohnungen fertiggestellt wurde. Aus der Traum – nach Jahren des Sparens und der Hoffnung auf einen Ruhestand in der Karibik.

Leider ist der Fall von Boca Chica kein Einzelfall: Ähnlich erging es Investoren der „West Side Residences“ in Punta Cana oder der „Novasco Real Estate“ in La Romana – Projekte, die derzeit Gegenstand von Klagen, Verhaftungen und gerichtlichen Maßnahmen sind. Das Muster ähnelt sich fast immer: versprochene Wohnungen, nicht eingehaltene Verträge, kaum Baufortschritt, bereits „verbaute“ Anzahlungen.

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Im Fall des Immobilienprojekts „Garden at the Beach“ sitzt der mutmaßliche Hauptverantwortliche laut dem TV-Sender mittlerweile in Untersuchungshaft. Zunächst ein Trost für die Betroffenen – doch gewonnen ist damit wenig. Ob sie über die Justiz zumindest einen Teil ihrer Ersparnisse zurückbekommen, ist derzeit kaum absehbar. Viele hoffen weiter auf eine rechtliche Perspektive. Besonders bitter: Unter den Käufern sind viele, die für ihre Auswanderung über Jahre hinweg Geld gespart hatten. Für sie war die Immobilie nicht nur eine Investition, sondern ein Traum vom Leben in der Karibik.

Der Fall aus Boca Chica zeigt ein wachsendes Risiko im boomenden DomRep-Immobilienmarkt: Wer Anzahlungen für eine unfertige Immobilie leistet, trägt im schlimmsten Fall auch das Risiko eines Totalverlustes. Das gilt besonders, wenn Käufer aus dem Ausland investieren und Baufortschritt, Eigentumsverhältnisse oder Genehmigungen nur aus der Ferne prüfen können. Der beste Rat: möglichst schlüsselfertig kaufen. Geld sollte erst dann gezahlt werden, wenn beim Notar Kaufvertrag, Título und Deslinde schwarz auf weiß vorliegen.

Aus Gesprächen mit Maklern, die seit Jahren in der DomRep tätig sind, ergibt sich eine bittere Bilanz: Was in Hochglanzflyern und auf professionellen Websites wie ein seriöser Immobilienkauf wirkt, endet für manche Käufer in stillgelegten Baustellen, Gerichtsverfahren und verlorenen Ersparnissen. Am Ende zahlen sie nicht nur Lehrgeld – sondern einen Preis, der ganze Lebenspläne zerstören kann.

Sind Sie auch von einem Immobilienbetrug betroffen? – Schreiben Sie uns!

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