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INVESTITIONSSTANDORT DOMREP

Abinader wirbt um Investoren – „Zonas Francas“ als Sprungbrett zum US-Markt

Santo Domingo, 15.05.2026  –  (tpj)  –  Dominikanische Republik

DomRep - „Zonas Francas“ als Sprungbrett zum US-Mark
Große Bühne für die Dominikanische Republik beim „12. World Free Zones Organization Congress“ in Panama. Präsident Luis Abinader warb am Mittwoch vor internationalem Publikum um neue Investoren für die „Zonas Francas“ – den steuer- und zollbegünstigten Fertigungs- und Exportzonen des Landes. Die DomRep sei derzeit der attraktivste Investitionsstandort des amerikanischen Kontinents, so Abinader. Mehr als 850 Unternehmen haben sich in diesem Sektor bereits angesiedelt.

Seine Botschaft: Wer nahe am US-Markt produzieren will, finde in der DomRep nicht nur einen strategisch günstigen Standort, sondern erhalte auch stabile Rahmenbedingungen und Investitionssicherheit.

Im Mittelpunkt seiner Präsentation stand die Rolle der Dominikanischen Republik als Karibikstandort im Welthandel – und ein Wirtschaftsmodell, das längst über klassische Fertigung und Montage hinausgehen soll. Die dominikanischen „Zonas Francas“ stehen für mehr als 60 Prozent der nationalen Exporte und beschäftigen inzwischen mehr als 200.000 Menschen. Neben klassischen Branchen wie Textil, Tabak, Medizintechnik, Elektroindustrie oder Business Process Outsourcing sollen Neuansiedlungen künftig stärker auf zukunftsorientierte und strategisch wichtige Sektoren ausgerichtet werden: Halbleiter, Hightech-Montage, erneuerbare Energien, Telekommunikation und digitale Technologien. .

Präsident Abinader erklärte, seine Regierung setze auf „Qualität vor Quantität“. Dieser Anspruch zahle sich nach Darstellung der Regierung zunehmend als Qualität „Made in DomRep“ aus. Die kumulierten Direktinvestitionen aus dem Ausland in die dominikanische Wirtschaft seien in den vergangenen zehn Jahren auf mehr als 35 Milliarden US-Dollar gestiegen. Allein im vergangenen Jahr sei mit mehr als fünf Milliarden US-Dollar an Auslandsinvestitionen ein historischer Meilenstein erreicht worden.

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Als „großen Coup“ betrachte man zudem, dass selbst große globale Technologieunternehmen ihre Beziehungen zum Land vertiefen. Konzerne wie Google und NVIDIA nennt Abinader als neue Bezugspunkte für die technologische Positionierung der Dominikanischen Republik. Diese Partnerschaften bestätigten das dominikanische Modell und könnten das Land stärker in Richtung digitale Zukunft führen. Selbstbewusst sieht sich die dominikanische Regierung auch bei der Entwicklung hin zur „Industrie 4.0“, wobei künstliche Intelligenz zu einem neuen Schwerpunktthema werden könnte.

Den dicksten Stein im Brett sieht man zudem kn der geografischen Lage des Landes. Der von der US-Zollpolitik geprägte Weltmarkt positioniert die DomRep zunehmend als Gewinner des Nearshoring-Trends. Internationale Unternehmen suchen seit den Lieferkettenkrisen der vergangenen Jahre Standorte, die näher an den Absatzmärkten liegen, politisch berechenbar sind und schnellen Zugang zu Häfen, Handelsabkommen und Arbeitskräften bieten. Genau hier sieht die Regierung ihre Chance: produzieren in der Karibik, verkaufen in die USA, nach Europa, Mittelamerika und in die Region. Durch verschiedene Handelsabkommen haben Unternehmen in der Dominikanischen Republik einen bevorzugten Zugang zu über 1,2 Milliarden Verbrauchern.

Einen nicht unwesentlichen Erfolgsfaktor stellt auch der dominikanische Rechtsrahmen für Auslandsinvestment dar. Insbesondere das Gesetz „Ley No. 8-90 sobre Fomento de Zonas Francas“, bietet Investoren ein stabiles Umfeld mit klaren Regeln. Die wichtigsten Vorteile daraus: eine 100-prozentige Befreiung von der Einkommensteuer für Unternehmen und Betreiber, keine Importzölle und Zollabgaben auf Rohstoffe, Maschinen, Ausrüstung, Baumaterialien, Gebäudeteile und Büroausstattung, sofern sie für Bau, Einrichtung oder Betrieb der Freizone bestimmt sind. Hinzu kommen Befreiungen von der dominikanischen Mehrwertsteuer ITBIS sowie von Vermögens-, Patent- und bestimmten kommunalen Steuern. Auch Exporte und Reexporte von Waren, die in den „Zonas Francas“ gefertigt werden, sind begünstigt.

Diese außergewöhnlichen Rahmenbedingungen haben das Vertrauen internationaler Investoren in den Standort über Jahre gefestigt. Neben den steuerlichen Anreizen bietet das Land inzwischen qualifizierte Arbeitskräfte, spezialisierte Ausbildung, eine agile Logistik sowie eine enge Zusammenarbeit zwischen dem öffentlichem und dem privatem Sektor.

Luis Abinader betonte in seinen Schlussworten: „In der Dominikanischen Republik zu produzieren bedeutet nicht nur, gut zu produzieren; es bedeutet auch, mit Zugang, Effizienz und globaler Reichweite zu produzieren. “

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