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Das endlose Leiden des Rentners Klaus H.

Sosúa, 25.06.2017  –  ein Beitrag von Jürgen Crone  –  141 mal gelesen

Klaus H. ist Anfang 70 und noch von gutem äußeren Aussehen, ohne Haarkranz und überhängender Wampe, sein Körper von der Sonne reichlich verwöhnt. Er hält sich seit ca. sieben Jahren in der Wärme der karibischen Palmeninsel auf und lebte etwas mehr als drei Jahre mit der Dominikanerin Maggie zusammen. Immer im europäischen Sommer verlässt er die Karibik und verbringt drei bis vier Monate in der Inselwelt Griechenlands. Dort überwintert in einem Jachthafen sein Segelboot, das er dann zusammen mit seinem Kumpel „Egge“ für Tauchabenteuer zahlender Gäste nutzt.

Maggie ist jetzt wohl knapp 50 und hat als Nutte in Juan Dolio angeschafft, vom Zuhälter Mario betreut. Der hat ihr auch eine Brustvergrößerung verordnet, die dann sich später nach mehreren Jahren wegen fehlender Nachsorge zu einer ekligen Eiterquelle entwickelte. Als Klaus sie kennenlernte, faselte sie etwas von drei Kindern, hat aber in Wirklichkeit fünf, an einen Lügendetektor angeschlossen, sogar acht. Eine Ältere, natürlich ohne Job und Einkommen, hat sich inzwischen auch erfolgreich bevölkerungspolitisch betätigt und erhebt reichlich finanzielle Ansprüche. Die jetzt wohl 18-jährige kleine Nutte hat viel von ihrer Mutter abgeguckt und trägt als Ergebnis zurzeit für mehrere Monate einen dicken Ranzen mit sich herum. Die Dritt- oder wie viel auch Geborene ist nun das eigentliche Schmuckstück. Aber nicht mehr lange, weiß die dann auch, wozu man die Beine breit macht.

Bei einer anderen Hinterlassenschaft soll auch dieser Mario seinen Stecken, äh seine Hände im (Liebes)Spiel gehabt haben. Und das Problem des Klaus H.? Er hat eine Prostataoperation hinter sich und konnte mit Ach und Krach gerade noch den größten Teil seiner Männlichkeit erhalten. Und diese Maggie hat es glänzend verstanden, den etwas durch Panik in Unordnung geratenen Verstand des Klaus H. für sich zu vereinnahmen, in dem sie geschickt aus Cola, Rum und Viagra Zauberdrinks mixte, die dem sichtlich davon angetanen Klaus H. in Glückszustände versetzten. Er ließ nichts auf seine Maggie kommen, ignorierte auch die Warnungen einer vertrauten Freundin und beendete damit diese Freundschaft. Wie sagt man so schön, wer nicht hören will, muss fühlen. Und Klaus fühlte anfangs allzu viel, leider nur Glückszustände. Er baute einen Salon für seine Maggie aus, der aber alsbald mangels salonfähiger Gäste hier verlustreich wieder einschlief. Auch für das Äußere und Innere des Häuschens seiner Maggie waren seine Hände nicht knausrig. Selbst für den wohnlichen Zustand der Hütte ihres ziemlich sehuntüchtigen Vaters wurde nicht gespart. Mit der Geldzirkulation nahm er es auch nicht so genau, und so konnten etliche Peso lauter und unlauter in andere Kanäle fließen.

Alles in allem ist oder besser war er ein Gringo, wie ihn sich die auf Ausländeranschluss bedachte dominikanische Weiblichkeit nur wünschen kann. Schließlich wurde von ihm der Entschluss gefasst, in der nobleren Adresse S. P. nämlich am Malecon (Strandpromenade) ein Haus zu erstehen, dessen Verkäufer auch etwas unter Zugzwang geraten war. Um möglichst als Ausländer nicht über den Leisten gezogen zu werden, wurde als Käufer die einheimische Geliebte Maggie arrangiert, damit wie gesagt, der Kaufpreis sich in Grenzen hielt. Heute weiß er mit Sicherheit, dass durch diese ganzen Umstände der Kauf teurer wurde als ohne diese ominöse Strohpuppe Maggie. Als dann das geschickt Eingefädelte vollzogen war, wurde nun der Weiterverkauf an den Senor Klaus H. in die Wege geleitet. Zusammen mit einer korrupten Winkeladvokatin, deren es hier schier genug zu geben scheint, wurden von dieser ominösen Rechtsbeugerin Dokumente gefälscht und wichtige dem ahnungslosen neuen Besitzer vorenthalten. Ziel der ganzen Aktion war es, das Haus auf unredliche Art und Weise, in klarem Deutsch, durch Betrug sich anzueignen. Letztendlich hatte er nun das Haus, war aber nicht der Eigentümer. Jetzt wurden auch Verschönerungsarbeiten und Umbaumaßnahmen durchgeführt, sogar eine etwas leider immer windige Dachaussichts-Terrasse mit dem oft in Reisekatalogen angepriesenen Meeresblick wurde konstruiert, alles auch von der Bauleiterin Maggie gewissenhaft arrangiert, kontrolliert und abgerechnet, so dass man als Fazit sagen kann, bestimmt die Hälfte der Investitionen flossen in die Baustelle ihres Bruders; von Zeugen beobachtet, weil Klaus sich gerade zum Segeln wieder einmal in Griechenland aufhielt. Als die Beziehung durch die ständige Geldgier der raffsüchtigen Maggie und deren an Benehmen armen Kinder immer mehr in die Brüche ging, fasste Klaus nun den Entschluss sich abzusetzen und diese Maggie aus seinem Anwesen zu vertreiben.

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Längere Zeit hielt er sich nun in der Casa seines Freundes Egge auf, um sich von ihren Liebesspielchen zu distanzieren und die entsprechenden Maßnahmen ihrer Ausbürgerung (Rausschmiss) in die Wege zu leiten. Schnell hatte er auch wieder Anschluss an eine ehemalige Bekannte gefunden, ebenfalls eine Nutte a.D., diesmal aber mit nur drei Plagen, die wahrscheinlich auch alle Tricks kannte, um sein nun nutzlos herumhängendes Stehaufmännchen wieder auf die Beine zu verhelfen. Da diese Joanah die aufgefrischte Beziehung aber zu schamlos gewinnbringend vermarkten wollte, nahm er recht schnell Abstand von der alten Liebe.

Nun brachte er das Umfeld einer hübschen Neunzehnjährigen mit Gott sei Dank mal nur einem Kind in Aufregung, die aber ihm ziemlich kalt und herzlos unverblümt zu verstehen gab, dass er sie nur beglücken darf, wenn er ihr jeden Monat 7.500 Peso = 150 Euro für die Finanzierung eines Studiums vorstreckte. Übrigens aus meiner Sicht ein gutes Angebot für etwas fast Frisches, nicht abgenutztes, wenn man sich überlegt, was so eine abgewetzte Nutte für nur einmal verlangt. Das schockte aber den nach Liebe sich sehnenden Klaus sichtlich, dass er sich auf diese Geld-Ware-Beziehung vernünftigerweise gar nicht erst einließ, denn die Hübsche hatte noch einen eifersüchtigen Jüngling im Gefolge. Schließlich landete er bei einer etwa 40-jährigen etwas unterernährten Lehrerin mit dem dominikanischen Standard von drei Plagen, mit der er nun in einem Apartment hier in Quisqueya hoffentlich friedlich und glücklich zusammenlebt wird, vielleicht auch gar nicht lange.

Die Inbesitznahme seines Eigenheimes erwies sich aber als ein ziemlich schwieriges Unterfangen; fremde Länder, fremde Sitten bzw. Gesetze. Mit Hilfe eines sich bald als Abzocker erweisenden Advokaten wurde schließlich ein Prozess in die Wege geleitet, den er als eigentlichen Sieger verließ. Die plumpen Manipulationen dieser Winkeladvokatin, alle Beteuerungen der Maggie, dass sie das Geld von einer Tante in New York hat, verhalfen nicht zur betrügerischen Inbesitznahme des noblen Anwesens, und ihre hysterischen Gefühlsausbrüche und Beleidigungen vor Gericht werteten ihr Ansehen auch nicht gerade auf. Recht bekommen und Recht haben ist ja bekanntlich zweierlei. Auch hier mahlen die Mühlen der Justiz äußerst langsam, und ungeduldig wartet der besitzlose Eigentümer noch immer auf die Bestätigung des Urteils aus der Hauptstadt Santo Domingo. Auch dass die betrügerische Maggie solange noch in dem Haus wohnen kann, allerdings mit der Auflage, dass sie nichts verändern darf, besserte nicht gerade seine Siegesstimmung auf. Und Maggie hatte noch das eine oder andere Mal versucht, die wegschwimmenden Euro-Felle zu retten, schwafelte plötzlich etwas von seinem prächtigen Samenerguss und kündigte glücklich Mutterfreuden an, mit ominösen Fotos der Sonographie dieses 7-Tages-Fötus untermauert, obwohl bei einem Mann nach dieser Prostataoperation nur noch Luft aus dem Verehrten herauskommt; und tauchte sogar auch einmal in der Casa des Egge auf. Sich bewusst als ungebetener Gast, brachte sie anständig die Getränke mit, großzügig allen zur Verfügung stellend. Selber aber vergaß sie, sich auch davon zu laben, hatte sie doch tatsächlich irgendwelche Drogen beigemischt. Nur die ungeschickte Altafuncia musste mal gierig davon probieren und vermöbelte dann in einem rauschartigen Zustand diese Joanah, die durch ihre öfters nächtliche Anwesenheit und die damit verbundene rhythmische Gymnastik im Dachkämmerchen der Villa Egge die liebe Altafuncia mächtig verärgert hatte. Die gedemütigte Vermöbelte konnte den hier so reichlich verehrten Dios nicht mehr verstehen und heulte sich anschließend fassungslos bei meiner Lebensgefährtin Morena und in meiner Anwesenheit aus. Wie gesagt, Maggie durfte vorerst wohnen bleiben und nichts am Haus verändern. Das nahm sie nicht allzu wörtlich und begann mit einer Reihe von Modernisierungsmaßnahmen. Das bereits durch sie und liebenswerten Kinder heruntergewirtschaftete Möbel verschwand, und alles andere, was nicht nietundnagelfest war, wurde auch abtransportiert. Türen, Fenster und sogar die Wendeltreppe zur Aussichtsplattform fanden einen neuen Besitzer. Öffnungen wurden zugemauert, neue geschaffen, das einzige Vorzeigeobjekt hat nichts mehr zum Vorzeigen.

Die Interventionen beim geschäftstüchtigen Anwalt Klauses führten nur zur gewichtigen Aussage, das sei kein Problem, das wird geregelt, wir machen einen neuen Prozess, da geht sie in den Kahn; der Prozess kostet aber 200.000 Peso = 4.000 Euro. Damit war auch dieses Anwaltsgeheimnis gelüftet. Aber Klaus hielt weiter an ihm fest. Inzwischen hatte die hysterische und rachsüchtige Maggie wohl so ziemlich alle Karten offengelegt, dass sie mit kriminellen Machenschaften zu allem fähig ist. Ihre Drohungen richteten sich nun auch gegen Egge und Altafuncia, die eigentlich an allem Schuld waren; wahrscheinlich, weil Egge ihm mehrmals als Freund und Berater empfahl, mit dieser Schlampe nun endlich Schluss zu machen.

Ihren Haupttrumpf hielt sie aber noch in Hinterhand. Als in den letzten Jahren hier viele Frauen durch eifersüchtige Männer oder aus anderem Grunde immer mehr belästigt, bedroht, geprügelt, umgebracht wurden, verabschiedete die Sonnendemokratie ein Gesetz, dass man den Aussagen der armen geschrundenen Weiblichkeit hier mehr Gehör und Glauben schenkte sollte und öffnete damit eine Tür zur Narrenfreiheit (korrekterweise Freiheit der Närrinnen). Nun braucht eine dieser Damen sich nur dahingehend zu äußern, dass so ein Macho, ungeliebter Verehrer oder sie demütigender Ehemaliger belästigt oder gar Mord androht, und schon hat der ein nicht nur großes, sondern riesengroßes Problem am Hals, denn der Einkauf von Zeugen scheint hier Gang und Gebe zu sein. Und genau das weiß diese Maggie schamlos und kriminell für sich auszunutzen und macht sie im Moment zum großen Ganador (Sieger). Eine Anzeige bei der Polizei, sie hätte Zeugen, das Klaus H. wohl 50.000 oder 30.000 Peso so einer einkaufbaren, seriösen Person versprochen hat, die sie umbringen soll; und schon war der begehrte Haftbefehl ausgestellt.

Da sich Klaus H. ziemlich unbekümmert fühlte, und statt sofort einen anderen Anwalt zu nehmen und sich der Justiz zu stellen, um schnellstens eine Klärung herbei zu führen, eventuell mit einer Gegenklage wegen Verleumdung, Ausländer- Verunglimpfung oder was auch immer in die Offensive zu gehen, damit der Glaubwürdigkeit dieser Zeugen mehr Aufmerksamkeit gewidmet wird, verhielt er sich abwartend und immer noch diesem geldgierigen Winkeladvokaten vertrauend. Das war wohl sein Kardinalfehler. Dass die hiesige Polizei nur mäßigen Eifer zu Tage legt, um den nun polizeilich Gesuchten ausfindig zu machen, ist allzu verständlich, ist das doch mit enormer zusätzlicher Arbeit verbunden, und das bei dieser so miserablen Besoldung. Umso mehr aber entwickelte die auf Vergeltung bedachte Maggie Initiativen, um endlich diesen verhassten und nun auch mordlüsternen Deutschen vor die Schranken der „Gerechtigkeit“ zu bringen. Es ist nicht schwer, den monotonen Wochenablauf der beiden Alemannen Klaus und Egge auszukundschaften, fahren die doch fast jeden Tag mit dem Moto an die Sonnenküste nach Juan Dolio oder Guayacanes, um sich ihr Mütchen im Wasser zu kühlen. Da traf ich doch noch den Klaus H. in Juan Dolio im Platz Schokolade, und keiner ahnte, dass der liebe Klaus paar Stunden später im Knast einsitzt und die Luft gesiebt einatmet, weil die tüchtige Maggie mit einer Kopie der Anzeige oder des Haftbefehls oder was auch immer für ein Pamphlet die Touristenpolizei in Juan Dolio auf ihn angesetzt hatte. Die brauchte nur abzuwarten, dass die Beiden aus dem erfrischenden Nass kommen und schon war der Haftbefehl vollzogen. Triumphierend gab sie Klaus noch einen mit: Das wirst Du noch verstehen, das ist dominikanisches Recht. Und sichtlich hatte sie es genossen, wie der arme Klaus bei der ersten Anhörung wie ein Schwerverbrecher in Handschellen in den Saal geführt wurde.

Recht hat sie doch, denn wer soll das als zugereister Mitteleuropäer verstehen, was sich jetzt hier abspielt. Rein oder Raus aus dem Knast, zwischendurch mal freigeschmiert, geschmiert auch für die freie Wahl einer schäbigen Zelle mit 30 oder 40 Insassen oder in einer sauberen Einzelcasa, geschmiert für den nächtlichen Aufenthalt in seinem Apartment, und mehrere Tage von früh bis spät abends auf Achse im Tribunal. Das verlangte alles vom schon arg genervten Klaus H., seinem körperlich behinderten Kumpel Egge, auch vom als Dolmetscher fungierenden und abgedankten Exmanager Christian S. und vom neu eingesetzten übernervösen Dorfanwalt ab, der dann auch gleich einen hoffentlich kompetenteren Nachfolger fand.

Das Schlimme an der ganzen Sache ist, dass der Begriff Meineid hier in der Palmenrepublik ein absolut unbekanntes Wort = Fremdwort ist, dass sich für paar Peso oder eine Flasche Rum ganz schnell ein „Zeuge“ finden lässt, der ohne mit der Wimper zu zucken und aus Scham rot zu werden stock und steif behauptet, dieser Klaus H. hätte ihm 30.000 Peso = 600 Euro angeboten, wenn er die Maggie umbringt. Da müsste doch mal so einem Richter irgendwie ein Licht aufgehen, wenn der Klaus H. den Prozess gewonnen hat, diese Maggie irgendwann aus dem Haus heraus muss, ihr noch ein schöner Prozess mit guten Siegaussichten für ihn für den am Haus angerichteten Schaden bevorsteht, warum er sie eigentlich umbringen sollte. Und mit diesem Betrugsversuch und ihrem Benehmen vor Gericht hat sie ja nun auch nicht gerade Glanzlichter gesetzt und somit ihren wahren Charakter offenbart. Aber das sind Erkenntnisse, die in diesem Prozess in diesem Staat juristisch keine Rolle spielen, weil man hier den Machoismus unbedingt ausrotten will; und außerdem, wie kann einem hier ein Licht aufgehen, wenn ständig der Strom weg ist. Und noch unverständlicher, regelrecht kopfschüttelnd macht die ganze Sache, dass dieser ominöse Zeuge als Säufer und charakterlose Person bekannt ist und wohl sogar etwas angedudelt zur Aussage vor Gericht erschienen sein soll und wankend faselte, dass Klaus ihm wohl nur 13.000 Peso für den ominösen Auftragsmord geben wollte, und er deshalb sich an dieses bedauernswerte, nun arg unterbewertete Opfer Maggie gewandt hatte. Ein angeblicher Mittelsmann dieses ominösen Mordauftrages ist gar nicht erst vor Gericht erschienen. Aber all das versteht man dann, wenn man weiß, dass diese abgewirtschaftete Nutte a.D. zwei recht schmierige, mit allen Wassern gewaschene Winkeladvokaten aufgetrieben hat, und ihr größter Trumpf in Hinterhand der Oberoberstaatsanwalt ist, der hier wohl Chef am Tribunal in S. P. sein soll, der wohl auch schon mal auf ihr fleißig geritten hat und nun einen guten Freund von ihr darstellt, im Moment eine wertvolle und entscheidende Figur in dieser kriminellen Intrige spielt.

Zurzeit hat klar sie die besseren Karten, aber angesichts des bevorstehenden Prozesses und garantiert eines Revisionsverfahrens mit einem richtigen heißen Strafverteidiger im Rücken, der diese alkoholisierte Ratte als Zeuge mal so richtig vor Gericht ins Kreuzverhör nimmt, dürfte das Lügengerüst der seriösen Maggie arg ins Wanken geraten. Wenigstens ein Lichtblick mit ungesiebter Luft zeichnete sich nun am dunklen Horizont für den armen Klaus ab, denn bei einer Kaution von 200.000 Peso = 4.000 Euro und 13.000 Peso Nebenkosten darf er erst einmal für die nächste Zeit bis zum nächsten Prozess wieder die Freiheit schnuppern, wenn auch meldepflichtig und regional etwas eingeschränkt; sein Pass hat einen Ehrenplatz im Tresor der Staatsanwaltschaft. Und in den nächsten sechs Monaten will die Staatsanwältin den Schwerverbrecher Klaus in den Knast bringen, ein grausiger Gedanke bei diesen Verhältnissen hier in der Palmenrepublik. So kann man über die Fortsetzung des Leidensweges des Klaus H. gespannt sein. Irgendein Richter müsste ja dann im Hauptprozess dieses Schmierentheaters wirklich mal bewusst werden, wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, und wenn er auch die Wahrheit spricht. Und wie sagt man so schön in Deutschland: Lügen haben kurze Beine. Demnach müsse die saubere Maggie schon mit ihrem Allerwertesten, von den vielen Liebhabern vergangener Tage abgewetzten Culo (Arsch) auf der Straße schlürfen, so kurz sind inzwischen ihre Beine vom vielen Lügen. Und diese Nutte hat im Prozess um das Hauseigentum des Klaus H. mehr als einmal gelogen. Wer kann da noch an ihre Redlichkeit glauben. Inzwischen hat sie auch die ganze Schändlichkeit ihres Ansinnens ans Licht gebracht, denn ihre schäbigen Anwaltsknechte haben wohl schon einen Deal verlauten lassen, wenn der Klaus ihr die Hälfte des Hauspreises auszahlt, ziehen sie die Anklage zurück. Also daher weht der Wind! Wohnen möchte sie in der Ruine nicht mehr, aber Pesos braucht sie dringend mehr als genug.

Sind das eigentlich erlaubte juristische Schachzüge oder ist das Ansinnen dieser Anwälte Erpressung, der Anfang einer Straftat bekanntlich ohne Ende? Dabei hat einer dieser Superanwälte im vertrauensvollen Dialog mit dem Kollegen der Gegenpartei durchblicken lassen: „Ich weiß, dass sie lügt, aber schließlich ist sie unsere Klientel und wir arbeiten für sie.“ - Eine feine Gesellschaft! Und von welchem Preis des Hauswertes hätt sie denn gern die Hälfte, etwa vom Kaufpreis oder vom jetzigen Wert der Ruine, der bei einem Verkauf noch herausspringen würde? Dann hätte sie nämlich angesichts des Schadens schon viel mehr als die Hälfte bekommen und müsste zurückzahlen. Erst pfiff es ein Spatz vom Dach, jetzt pfeifen es die Ratten aus den Löchern, dass sich ihre kriminellen Phantasien auf zwei Millionen Peso = 40.000 Euro belaufen. Eine schwere Entscheidung für den Klaus H., eventuell für längere Zeit in einen elendigen Knast oder aus Angst das Gesicht gänzlich verloren, immer eine triumphierende, miserable Nutte in Erinnerung, sein Herzblatt vergangener Tage.

Bliebe noch, mal in Erwägung zu ziehen, was es hier mit den sogenannten Freikauf nach einer Verurteilung bei bestimmten Straftaten auf sich hat. Davon hat man ja schon gehört, ohne Konkretes zu wissen. Das wäre ein echter Deal, dann geht die kriminelle Maggie leer aus, und dem hochverschuldeten Inselstaat kämen paar Devisen zu gute, und dem Klaus blieb der Aufenthalt in so einem Rattenloch erspart. Darüber sollte man doch mal mit einem wirklich kompetenten Anwalt sprechen und an der Hintertür der Staatsanwältin klopfen. Da sich hier die Staatsanwälte, Richter und Advokaten besonders gern haben und immer liebevoll umarmen, müsste doch irgendein Kuhhandel zu regeln sein. Ansonsten sollte man die ganze Sache etwas nüchterner sehen. Egal, was dieser Justizkomplott hier in S. P. veranstaltet und was die auch immer für ein Urteil zu Recht basteln, bei einem Revisionsverfahren herrschen andere Spielregeln.

Inzwischen rennt die saubere Maggie dem Gericht jeden Tag die Tür ins Haus ein und arbeitet daran, den Klaus schnellstens wieder in den Knast zu bringen, ihn für diesen ominösen Peso-Deal weich zu klopfen, und findet erstaunlicherweise auch Gehör. Nun soll schon in zwei Wochen wieder vor Gericht ein Entscheid über den neuen und alten Aufenthaltsort des Klauses herbeigeführt werden. Ist es nur die Beziehung mit dem Herrn Oberoberstaatsanwalt oder welche Macht hat diese Frau, dass man ihrem Intrigenspiel Tür und Tor öffnet? Aber zu ihrem Leidwesen und großen Nachteil hat man die nächste Anhörung erst einmal um vier Wochen auf Ende Januar verschoben. Wie wäre es denn, wenn diese Maggie ihr Ansprüche erheblich zurückschrauben würde, für 7.000 Peso im Monat jeden Tag irgendwo von morgens bis abends arbeitet und somit wie viele Frauen und Mütter hier versucht, auf redliche Art und Weise sich durchs Leben zu schlagen. Aber das hat sie wahrscheinlich noch nie in ihrem Leben gekonnt, war es doch ein leichtes, als zapplige Unterlage mit breiten Beinen das schnelle Geld zu machen. Da dies heute als abgewirtschaftete Nutte nicht mehr funktioniert, versucht sie es mit kriminellen Machenschaften und findet erstaunlicherweise hierfür dankbare Abnehmer und das sogar auf staatlicher Ebene.

Wenigstens hatte Klaus H. in der Zwischenzeit erkannt, dass es keinen Sinn macht, sich über die Justiz und ihre Arbeitsweise hier überhaupt noch aufzuregen. Für ihn war die Sache mit dem Haus eigentlich schon abgehakt, den finanziellen Verlust von ca. 100.000 Euro, er hatte wohl ein etwas historisches Gebäude in Deutschland verkauft, den die aufregende Liebschaft ihn insgesamt bisher gekostet hat, moralisch bereits abgeschrieben. Aber mit diesem Zwischenfinale hatte er bestimmt nicht gerechnet. Also viel Glück in den nächsten Monaten! Und das Glück, besser die Gerechtigkeit scheint auf seiner Seite zu stehen. Die mit Spannung erwartete weitere Anhörung ließen die Aktien der Lügennutte wesentlich in die Verlustzone rutschen. Neue Besen kehren bekanntlich gut, sagt man sprichwörtlich.

Ein anderer Staatsanwalt, eine faire Richterin, dazu die Unwissenheit und damit Unfähigkeit ihrer Winkeladvokaten gepaart mit der Aufwartung neuer plumper Lügen ihrerseits, verpassten der Lügennutte eine gehörige Abfuhr und ließen sie und ihre Helfershelfer ganz schön alt aussehen. Es wurde für sie leider nix daraus, den abtrünnigen Exliebhaber Klaus H. wieder einzulochen. Nun muss die Hauptverhandlung durchgezogen werden. Und da stehen die Aktien auch dank der Intervention der deutschen Botschaft bei den kompetenten Stellen der Inseljustiz nicht schlecht... J.C.

Anmerkung: Verschiedene Namen wurden im Interesse des Betroffenen geändert.