„M“ - der Jesus von Punta Rusia
Punta Rusia, 09.02.2019 – ein Beitrag von Christian Vogt – 119 mal gelesen
Er hieß eigentlich „M.“, hatte aber „Jesus“-ähnliches Aussehen und so einen starren, „fanatischen“ Blick. Er sammelte Geld für seine Heimkehr nach Deutschland mit seinem kleinen Sohn. Um die Weihnachtszeit klebten hier überall herzzereißende Bettelbriefe in Sosúa.
Ein Psychologe hätte diese Zettel nicht besser formulieren können. Ich habe einen noch heute, für den Fall, das ich den mal selbst brauchen sollte! Wir halfen ihm (mit Geld) und er kehrte zurück! Kurze Zeit später war er wieder da! Ich war mehr als erstaunt, hatte er doch das „rettende“ Ufer Deutschland erreicht, mit all seinen sozialen Tröstungen und Segnungen! Nach kurzer Zeit hier, war er wieder mittellos und ich habe erfahren, dass er schon zigmale auf diese Weise nach Deutschland zurückgekehrt war!
„JESUS“ lebt heute in Luperón auf einem Feld, wo er sich von selbstangebautem Yucca ernährt!
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oder „Nicht auf allen Verpackungen wo „Jesus“ draufsteht ist auch „Jesus“ drin!
nur das Original mit dem Aufdruck “Jesus inside!“ kaufen!
Das beste war der Kommentar von meinem Freund B. zu dem Bettelbrief! Da stand … nach mehreren, schwerer Schicksalsschlägen heute mittellos….B. meinte nur grinsend dazu…“der ist doch schon mittellos gekommen!“ …trotzdem war B., der ein großes Herz hat, der Hauptspender für die Rückkehr des „M.“ nach Deutschland! Damals wussten wir aber auch noch nicht, dass „M.“ diese Nummer schon zigmale durchgezogen hatte!
Ich hatte dem „M.“ damals vorgeschlagen, als Ersatz-Schauspieler bei den „Jesus-Festspielen“ in Oberammergau anzuheuern. Mit dem Aussehen und dem Blick war der ja geradezu prädestiniert für die Rolle, bzw. diese Rolle war IHM ja quasi auf den Leib geschrieben! Jede andere Besetzung wäre falsch!
Also ich hatte auch gespendet, aber der „M.“ war auch nett und hat mit angepackt, als Not am Mann war!
