PANORAMA

Reportagen, Storys und Geschichten

Reportagen, packende Storys und emotionale Geschichten zu Themen rund um die DomRep ...

- WERBUNG -

Reportagen

▸ „Caobas“ statt Palmen


▸ Zuckerrohrabfall „Furfural“


▸ Trujillos Millionenerbe


▸ Diplomaten-Eklat mit Kuba


▸ Behördenkoloss „El Huacal“


▸ Erdbebenrisiko


▸ UFO's über der DomRep?


▸ Los Fríos die kühle Karibik


▸ Urlaubsfalle Trinkwasser


▸ Dr. Alejo Martínez


Sie möchten mehr Storys aus dem Panorama lesen?

Melden Sie sich an oder regis­trie­ren Sie sich kostenlos als Leser.

weitere Infos

Weitere Rubriken

▸ Reportagen & Stories


▸ So schmeckt die DomRep


▸ Auswandern


▸ Lesergeschichten & Briefe


▸ PR's & Empfehlungen


- WERBUNG -

AD_2025_03

GESCHICHTE

Carlos Everstz Fournier - einer der größten Mörder des Landes

Santo Domingo, 18.09.2017  –  ein Beitrag von Achim Finkelde  –  1.090 mal gelesen

Am 14. Mai 1942 wurde Carlos Everstz Fournier in Santo Domingo geboren. Sein Vater war Holländer, die Mutter eine US-Staatsbürgerin. Die beiden Einwanderer zählten zur wohlhabenden Mittelschicht und führten ein leichtes und angenehmes Leben in der Dominikanischen Republik.

Carlos wuchs mit drei Schwestern und einem Bruder auf, das Familienleben war geregelt und friedlich. In seiner Kindheit wurde er zum Spielkameraden von Radhames Trujillo, dem jüngsten Sohn des Diktators Rafael Trujillo, der das Land seit 1930 regierte.

DomRep: Carlos Everstz Fournier - einer der größten Mörder des Landes
Diese Herrschaft endete erst mit der Ermordung des Regimeführers 1961. Carlos wurde im Alter von 15 Jahren Geheimagent des Regimes. Ein Offizier namens Rodriguez führte das Einwandererkind in den „Spezialbereich G2“ des Heeres ein.

Seine erste Aufgabe in der Schule war es, Mitschüler dazu zu bringen, sich vor dem System des Diktators zu verneigen und Infiltrationen durch Kommunisten zu melden. Bereits als Jugendlicher brachte Carlos vier Mitschüler ins Gefängnis.

Dann arbeitete er für die Ermittler bei der dominikanischen Luftwaffe, der „Gruppe A2". Hier erlebte er dann erstmals die Folterungen von politischen Gefangenen. Es wurde zur Gewohnheit, seinen Freund Radhames um Mitternacht zu begleiten. Dann ging der Diktatorensohn gern ins Gefängnis und lies Gefangene schlagen, nur zur Unterhaltung.

- WERBUNG -

Beliebt war, Gefangene zusammenzubinden, mit Benzin zu begießen und anzuzünden. Dann wurde das Feuer sofort wieder gelöscht. Diese Prozedur wurde zwei- bis dreimal wiederholt, einige Gefangene überlebten, andere nicht.

Noch Schlimmer: Man brachte Gefangene auf die Landebahn des Flughafens, lies sie unter direkter Sonne so lange liegen bis sie starben. Andere wurde in ein Flugzeug (Typ A4) gesetzt, stieß die Häftlinge dann im Flug aus der Tür. Bei mehr als 58 Verbrechen mit hunderten Toten lag die Verantwortung laut Senator Casimiro Castro bei Carlos Everstz Fournier.

Berühmte Opfer waren Antonio de la Maza, Juan Tomás Díaz und der Senator Dario Gómez.