Trump öffnet UFO-Akten – besuchten Außerirdische die DomRep?
Sosúa, 21.06.2026 – ein Beitrag von der Redaktion – 448 mal gelesen
Die Dokumente wurden von den Behörden in drei Tranchen bereitgestellt, die erste am 8. Mai 2026, weitere am 22. Mai und zuletzt am 12. Juni 2026.

Das zweite enthielt 64 weitere Akten, darunter historische Aufzeichnungen von Astronauten des Apollo-Programms und Berichte über Hunderte von Sichtungen Ende der 1940er Jahre.
Der dritte Dokumentensatz umfasste weitere Berichte, Bilder und Tonaufnahmen, die den Zeitraum von den 1940er Jahren bis zum Jahr 2025 abdecken.
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1989 – Boca Chica
Señor Chávez / angebliche Begegnung mit Wesen
1990 – San Cristóbal
Virgilio Gómez / Freddy-Miller-Erzählung
1995 – Santo Domingo
Merengue-Star Eddy Herrera / UFO auf Videoclip
2015 – Espaillat
Ufologe Reinaldo Ríos will „Alien“ gefilmt haben
Vielen Älteren ist besonders ein Fall in Erinnerung: 1989 berichtete ein Ehepaar, dass es nahe Boca Chica die Landung einer unbekannten Flugmaschine beobachtet habe und anschließend mit zwei fremden Wesen in Kontakt gekommen sei. Der Mann, der in dem Bericht als Señor Chávez bezeichnet wird, schilderte, die angebliche Maschine sei in Sekundenbruchteilen verschwunden. Seine Frau sagte später, sie habe sich nach dem Vorfall körperlich schlecht gefühlt. Besonders rätselhaft wirkte in ihrer Darstellung eine Zahnbehandlung, die nach dem angeblichen Erlebnis plötzlich nicht mehr nötig gewesen sein soll. Belegt ist all das nicht.
Auch ein zweiter Fall wird immer wieder erwähnt. Anfang der 1990er-Jahre berichtete Virgilio Gómez von einer Begegnung in San Cristóbal. Dabei will er eine helle, kuppelförmige Flugmaschine gesehen haben. Zudem brachte er seine Erzählung mit Freddy Miller Otero in Verbindung, einer bekannten dominikanischen Radio- und Fernsehfigur, deren Verschwinden im Jahr 1959 bis heute Stoff für Spekulationen bietet.
Ein weiterer Fall stammt aus dem Jahr 2015. Damals berichtete die dominikanische Zeitung „El Día“ über den puertoricanischen Ufologen Reinaldo Ríos, der bei einer Expedition im „Llano Los Indios“ in der Provinz Espaillat angeblich ein außerirdisches Wesen auf Video festgehalten haben wollte. Die Aufnahme soll nur elf Sekunden gedauert haben. Ríos sprach von einer reptilienartigen Figur, die im bewaldeten Gelände nahe einem Barranco zu sehen gewesen sei. Auch dieser Fall blieb eine Behauptung – ein überprüfbarer Beweis für außerirdisches Leben in der Dominikanischen Republik wurde daraus nicht.
Der wohl kurioseste UFO-Gläubige in der DomRep war der Deutsche Rolf Schulz (†) aus Hamburg, der Anfang der 1990er-Jahre mit 51 Jahren nach Sosúa auswanderte und oberhalb Stadt eine bizarres Ufo-/Alien-Museum baute – das „Castillo Mundo King“ – vollgepackt mit surrealen Skulpturen, haitianischer und dominikanischer Kunst, Alien-Motiven, „außerirdischen Botschaften“ und mehreren nachgebauten Raumschiff-Modellen. Schulz war fester Überzeugung: Sie kommen nach Sosúa! Besuchern erzählte er stets von UFO's und außerirdischem Leben. Seit seinem Tod im Januar 2018 wird das Castillo weiter als kurioses Kunstmuseum geführt.
Selbst die Popkultur lieferte der dominikanischen UFO-Folklore Stoff. 1995 berichtete der „Cayman Compass“ unter Berufung auf die Nachrichtenagentur AP (Associated Press) über Dreharbeiten zu einem Musikvideo des Merengue-Sängers Eddy Herrera am Stadtrand von Santo Domingo. Erst beim Schneiden des Materials sei auf dem Band für etwa eine Sekunde ein unbekanntes Flugobjekt aufgefallen. Ein lokaler UFO-Experte deutete die Aufnahme damals als möglichen Hinweis auf ein UFO. Mehr als ein kurioser Archivfall wurde daraus jedoch nicht: Eine unabhängige Bestätigung oder belastbare Erklärung lieferte der Bericht nicht.
Auch in der internationalen UFO-Datenbank „NUFORC“ taucht die Dominikanische Republik immer wieder auf. Das private UFO-Reporting-Center aus den USA listet Sichtungsmeldungen aus mehreren Orten des Landes – darunter Santo Domingo, Jarabacoa, La Romana, Punta Cana, Boca Chica, Sosúa und San Pedro de Macorís. Die Berichte reichen von hellen Lichtern und Formationen am Himmel bis zu angeblichen Scheiben, Dreiecken oder Feuerbällen. Verifiziert sind auch diese Angaben nicht.
Viele dominikanische UFO-Legenden also – jeweils ohne überprüfbare Nachweise. Gerade deshalb gehören sie eher in die Welt der Mystery-Geschichten als in die harte Nachrichtenlage. Auch die neuen UFO-Veröffentlichungen aus den USA ändern an diesen alten Geschichten nichts. Sie liefern keine Beweise dafür, dass Außerirdische jemals in der Dominikanischen Republik gelandet sind. Aber sie zeigen, warum das Thema bis heute fasziniert: Zwischen offiziellen Akten, ungeklärten Beobachtungen und menschlicher Vorstellungskraft bleibt genug Raum für Fragen. Und genau dort beginnt das Panorama: nicht beim Beweis – sondern beim Rätsel.
Ist Ihnen selbst etwas Kurioses am Himmel der DomRep aufgefallen? Schreiben Sie uns!
