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RESTAURANTTEST

Schwyzer Hüttengourmet - „Parada Tipico - El Choco“

Sosúa, 26.09.2023  –  ein Beitrag von Uwe Hubertus Knödlseder  –  1326 mal gelesen

Auf Empfehlung eines guten Freundes aus Oberbayern, der seit vielen Jahren mal mehr, mal weniger oft nach Sosúa reist, führte uns ein gemeinsames Abendessen ins „El Choco", kurz hinter Sosúa an der Hauptstraße nach Cabarete gelegen. Das Restaurant mit seinem ur-tropischem Ambiente wird seit 14 Jahren von dem Italo-Schweizer Marco Pompeo geführt.

Sein Stellvertreter Beat Iseli steht ihm in Sachen Kompetenz und Gastfreundschaft in nichts nach, was sich im florierenden Gästebetrieb widerspiegelt und das „El Choco“ bei Einheimischen wie Touristen gleichermaßen beliebt macht - und dies gleich aus mehreren Gründen: Einmal bietet das offene, mit reichlich „Cana“ bedeckte Schilfdach ein herrliches karibisches Flair, das durch geschmackvolle Wandmalereien abgerundet wird und mit seinem rustikalem, absolut passenden Mobiliar eine Atmosphäre schafft, in der man sich sofort heimelig und gut aufgehoben fühlt.

DomRep: Schwyzer Hüttengourmet - „Parada Tipico - El Choco“
Am Ende der Bar befindet sich ein weiterer, offener Raum, in dem dienstags von 17 bis 19 Uhr Live-Musik gespielt wird und der von tanzfreudigen Stammgästen stets gut besucht ist. Die engagierten Musiker, die über ein breites Repertoire von Salsa, Bachata, Merengue bis hin zu Pop- und Rockklassikern verfügen, haben ihr Publikum schnell auf ihrer Seite.

Wenn sich ein Schweizer irgendwo besonders wohlig fühlt, dann in einem Chalet wie in den Alpen. Wirt Marco nennt es „Schwyzer Stübli", eine mit viel Hütten-Holz und jeder Menge an typischen Original-Accessoires aus der Schweiz ausgestattete Gaststube, die auch für kleine Feiern gemietet werden kann.

Meinen guten Bekannten aus Oberbayern erkannte Marco direkt wieder und spendierte ihm sogleich eine Maß Weißbier und eine Weinschorle obendrauf für mich. Nach dem Essen, ich hatte herzhafte Käsespätzle mit Zwiebelringen, gab es obendrauf noch zwei Schwyzer Alpenkräuterschnäpse gratis. Das macht bei weitem nicht jeder Wirt...

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Nachdem ich das „El Choco“ in durchweg positiver Erinnerung behalten habe, bin ich einige Wochen später mit einigen deutschen Freunden wieder hin und hatte ein Hühnchen-Cordon-Bleu mit Gorgonzola gefüllt an feiner Käserahmsauce, eingerahmt von einer Portion Reis und knackigem, frischen Gemüse, was einen absoluten Gaumenschnalzer in mir hervorrief. Phantastisch abgestimmt mit Gewürz und Sauce wging das schon Richtung Gourmet-Küche zu absolut erschwinglichem Preis. So weit ich mich erinnere, für etwa 550,- Peso (rund 10,- Euro).

Ein weiteres Mal waren wir dort - übrigens begrüßt und verabschiedet Beat, der jetzige Geschäftsführer, alle Stammgäste, die wir mittlerweile geworden sind, per Handschlag, was eine schöne persönliche Note ist - und ich bestellte Fisch. Genauer gesagt einen Mero an einer fruchtigen Chinola-Sauce mit Reis und knackigem Gemüse. Was serviert wurde war so etwas von lecker, dass ich es bestimmt später noch drei, vier mal gegessen hatte.

Nebenbei erfuhr ich, dass der dominikanische Koch des „El Choco“ in Barcelona gelernt und teilweise mit Tilo (dem Koch aus dem Voramar) zusammen gearbeitet hatte. Die Früchte dieser europäischen Ausbildung kann man nicht nur sehen, sondern in djedem Fall auch schmecken.

Kurzum, wer wirklich gut und preiswert essen möchte, sollte unbedingt einen Besuch in Erwägung ziehen, denn für mich ist das lukullisch das Beste, was man in Sosúa zu einem absolut erschwinglichen Preis bekommen kann.