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PILOTPROJEKT FÜR ABFALLRECYLING

Das Recycling-Märchen vom „Basura Cero“

Las Placetas, 27.09.2017  –  ein Beitrag von Achim Finkelde  –  990 mal gelesen

Las Placestas sollte das Pilotprojekt für Abfallrecyling werden, nun droht es zu scheitern. „Basura Cero“ (Null Müll) war das Ziel, sollte zum großen Geschäft werden. Trotz aller Organisation, die Bürgermeister von San Jose de las Matas und Las Placetas verzeichnen kein signifikantes Einkommen.

Landesweit gibt es 158 Stadtverwaltungen und 238 Gemeindevertretungen, aber nur in Las Placetas und San Jose gibt es ein organisiertes Müllsystem zur Handhabung von wiederverwertbaren Reststoffen und Mülltrennung. Es waren die ersten Zonen für den Plan „Null Müll", doch nach neun Jahren steht man großen Herausforderungen gegenüber.

Noch immer generiert man in Las Placetas kein Geld aus der Müllverwertung, in San Jose hat man kaum nennenswerte Einnahmen von 40.000 RD$. In Las Placestas plant man, den Sammelplatz für Kunststoffe einem Unternehmen zu schenken, damit dieses sich um die Verwertung kümmert. Beide Gemeinden haben auch Probleme mit Sammelstellen, immer wieder muss man neue Gelände suchen, um das zu re-cycelnde Material zu lagern.

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Positiv kann man beobachten, dass sich kaum Plastikmüll in den Parks und Straßen befindet, die Bewohner haben gelernt den Müll zu sammeln und zu trennen. Vor allem Frauen haben sich darauf spezialisiert, aus wiederverwertbaren Abfällen etwas Kunsthandwerk herzustellen. Dieses wird an Besucher der Gemeinden verkauft. Neben Plastik bastelt man mit Karton, Stoffresten, Dosen und anderen Materialien. In den Häusern hat man Komposte für organische Abfälle, diese werden dann als Dünger für Pflanzen verwendet. Alles ist gut organisiert, dennoch fehlen die Einnahmen, was das Projekt existentiell bedroht.

Nun erhofft man sich Hilfe von Präsident Medina, er soll das kostenintensive Projekt unterstützen. Es fehlen Reißwölfe um den Müll zu zerkleinern sowie Müllpressen, um den Kunststoff im Volumen zu reduzieren und die gepressten Plastikballen verkaufen zu können. Bisher leiht man sich alle zwei Monate diese Maschinen - Kosten 58.000 RD$.