Zeitreise: Punta Cana vor vierzig Jahren
Punta Cana, 02.01.2019 – ein Beitrag von Silke Singer – 1.165 mal gelesen
Damals hieß Punta Cana „Yauya“ oder „Punta Borrachón", eine eher abgelegene Region an der Ostküste, die auf dem Landweg nur schwer zu erreichen war. Die Landschaft war vor allem geprägt von Zuckerrohrfeldern. Das Wort Cana fand seinen Ursprung im Caña", dem dominikanischen Wort für Zuckerrohr. Die Menschen lebten von der Landwirtschaft und dem Fischfang. Es war eine einfache, traditionelle Lebensweise ohne viele moderne Annehmlichkeiten.

Damals steckte der Tourismus noch in den Kinderschuhen, es gab etwa 300 Zimmer und das einzige Hotel neben einigen kleinen Pensionen war der „Club Med". Sie hatten alle eines gemeinsam: Es gab Probleme bei der Strom- und Wasserversorgung sowie bei der Versorgung mit Waren. Diejenigen, die Punta Cana besuchten, waren hauptsächlich Abenteurer und Naturliebhaber, die die Schönheit der Natur und die Gastfreundschaft der Einheimischen genießen wollten.
Anfang der 1980er Jahre begann sich das Blatt langsam zu wenden. Touristik und Investoren erkannten nach und nach das touristische Potenzial von Punta Cana. Als der Hotelunternehmer Gabriel Barcelo den Ort 1982 besuchte, war er derart fasziniert von dem türkis-blau schimmernden Meer, den außergewöhnlichen Korallenriffen und Stränden, dass er zwei Jahre später den Grundstein für den Bau des „Barcelo Hotels“ legte, schon bald folgte das erste „RIU Hotel“ des Unternehmers Luis Riu Senior.
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Um der wachsenden Nachfrage nach Reisen an die dominikanische Ostküste gerecht zu werden, wurde 1983 auf Initiative der Unternehmer Frank Rainieri und Ted Kheel der Flughafen Punta Cana gebaut. Bei seiner Eröffnung bestand der Flughafen aus einer mehr oder weniger guten Start- und Landebahn, einem Tower aus Eukalyptusstämmen mit einem Dach aus Palmen und Zuckerrohr. Damals zählte der Flughafen nur 3.000 Passagiere pro Jahr. Heute sind es Millionen von Urlaubern aus aller Welt.
Obwohl diese Entwicklungen zu einem Wachstum des Tourismus und einer höheren Lebensqualität für die Menschen in Punta Cana geführt haben, hatte sie auch einige negative Auswirkungen. Die Einheimischen wurden gezwungen, ihre traditionelle Lebensweise aufzugeben und sich an den wachsenden Tourismus anzupassen. Die Landschaft und das Ökosystem wurden ebenfalls beeinträchtigt, da neue Hotels und touristische Einrichtungen gebaut wurden.
Insgesamt hat Punta Cana seit Beginn der 1980er Jahre einen langen Weg zurückgelegt und ist heute eines der bekanntesten und beliebtesten Tourismusziele in der Karibik. Es bietet Besuchern eine Kombination aus erstklassigen Hotels, Freizeitaktivitäten und einer einzigartigen Kultur. Trotzdem sollten wir uns bewusst sein, dass jede Entwicklung ihre Vor- und Nachteile hat und dass es wichtig ist, die Umwelt und die Kultur der Einheimischen zu schützen, während der Tourismus gefördert wird.
