PANORAMA

Reportagen, Storys und Geschichten

Reportagen, packende Storys und emotionale Geschichten zu Themen rund um die DomRep ...

- WERBUNG -

Reportagen

▸ Vorsicht Apothekenpreise!


▸ „Caobas“ statt Palmen


▸ Zuckerrohrabfall „Furfural“


▸ Trujillos Millionenerbe


▸ Diplomaten-Eklat mit Kuba


▸ Behördenkoloss „El Huacal“


▸ Erdbebenrisiko


▸ UFO's über der DomRep?


▸ Los Fríos die kühle Karibik


▸ Urlaubsfalle Trinkwasser


Sie möchten mehr Storys aus dem Panorama lesen? Melden Sie sich als Leser an oder registrieren Sie sich kostenlos.

weitere Infos

Weitere Rubriken

▸ Reportagen & Stories


▸ So schmeckt die DomRep


▸ Auswandern


▸ Lesergeschichten & Briefe


▸ PR's & Empfehlungen


- WERBUNG -

AD_2025_03

POLITIK

Die fünf großen Parteien des Landes

Santo Domingo, 30.12.2022  ·  ein Beitrag von unserer Redaktion

Das Parteiensystem der Dominikanischen Republik ist pluralistisch, wird aber von einigen dominanten Parteien geprägt. Im Allgemeinen kann das Parteiensystem als multipolar bezeichnet werden, denn es gibt auch Raum für kleinere Parteien.

Besonders auffällig ist der Personenkult, der die einzelnen politischen Lager prägt und sich häufig in einer starken Verehrung und Unterstützung einzelner politischer Persönlichkeiten widerspiegelt, die oft über die ideologischen oder programmatischen Ziele der Partei hinausgeht.

DomRep: Die fünf großen Parteien des Landes
Zu den fünf wichtigsten und bekanntesten Parteien zählen:

- Partido Revolucionario Moderno (PRM)
- Partido de la Liberación Dominicana (PLD)
- Fuerza del Pueblo (FP)
- Partido Revolucionario Dominicano (PRD)
- Partido Reformista Social Cristiano (PRSC)

Jede dieser Parteien hat ihre eigenen politischen Ziele und Agenda, aber alle arbeiten daran, die Dominikanische Republik voranzubringen und ihre Bürger zu unterstützen.

Erhalten Sie einen Überblick über die politische Landschaft:

- WERBUNG -

- Partido Revolucionario Moderno (PRM)

Die Partei stellt mit Luis Abinader seit dem 16. August 2020 den Präsidenten der Dominikanischen Republik. Die noch relativ junge, im Jahre 2014 gegründete Partei sieht sich politisch in der Mitte des Volkes angesiedelt und ist demokratisch, liberal und fortschrittlich ausgerichtet. Sie sieht sich selbst als politische Organisation, die sich dafür einsetzt, die dominikanische Bevölkerung zu ermutigen, sich an der Ausübung der Demokratie auf der Grundlage der Achtung der Menschenwürde und der Freiheit zu beteiligen. Die PRM ging aus einer Abspaltung der Partido Revolucionario Dominicano (PRD) hervor und orientiert sich in ihrem Handeln an der Ideologie der Gründerväter der Dominikanischen Republik nach Gedankenfreiheit und Souveränität des dominikanischen Volkes. Soziale Gerechtigkeit und das Wohlergehen aller Dominikaner zählen zu den Grundsätzen der Partei.

- Partido de la Liberación Dominicana (PLD)

Die 1973 gegründe Partei positionierte sich anfänglich als sozialdemokratisch, Mitte-links und gewann mit Leonel Fernández im Jahre 1996 erstmals die Präsidentschaft für vier Amtsjahre. Nach einem Richtungswechsel der PLD in das liberale, Mitte-rechts-Lager konnte die PLD mit Leonel Fernández an der Spitze zwei weitere Präsidentschaftswahlen in den Jahren 2004 und 2008 gewinnen, gefolgt von Danilo Medina der die PLD 2012 und 2016 in den Sieg um die Präsidentschaft führte. Die PLD gilt als eine der wichtigsten politischen Parteien des Landes, die bis zum Wahlverlust im Jahre 2020 über die absolute Mehrheit in beiden Kammern des Nationalkongresses verfügte. Fernández verließ den PLD 2019 und gründete eine eigene neue Partei, die Fuerza del Pueblo (FP), die PLD erlebte daraufhin 2020 eine verheerende Wahlniederlage.

- Fuerza del Pueblo (FP)

Die von Ex-Präsident Leonel Fernández gegründete „Fuerza del Pueblo“ steht für soziale Gerechtigkeit und wirtschaftliche Entwicklung. Vision der Partei ist es, die Lebensbedingungen der Bürger zu verbessern, indem sie eine starke Wirtschaft forciert, Innovation unterstützt und soziale Probleme angeht. Die Partei ist besonders bestrebt, eine wirtschaftliche Teilhabe für diejenigen zu ermöglichen, die am wenigsten privilegiert sind. Die „Fuerza del Pueblo“ strebt zudem eine engere Zusammenarbeit mit anderen Ländern Lateinamerikas und der Karibik an, um den Handel und den Austausch von Ideen und Kulturen zu fördern. Leonel Fernández ist derzeit Vorsitzender der Partei. Als erfahrener Politiker und Diplomat hat er ein tiefes Verständnis für die politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen, denen die Dominikanische Republik gegenübersteht. Die „Fuerza del Pueblo“ könnte noch eine bedeutende Rolle in der Gestaltung der Zukunft der DomRep spielen.

- Partido Revolucionario Dominicano (PRD)

Die PRD positioniert sich politisch mitte-links bis sozialdemokratisch und gilt als eine der wichtigsten Parteien des Landes. Seit ihrer Gründung im Jahr 1939 setzte sie sich für die Rechte und Interessen der Arbeiterklasse und der ärmeren Bevölkerungsschichten ein. Die Partei gilt als Symbol für den Kampf um Gerechtigkeit und Demokratie. Zu den wichtigsten parteipolitischen Themen gehören die Bildung, Gesundheit, der Wohnungsbau und die Schaffung von Arbeitsplätzen. In der Vergangenheit hat die PRD einige bedeutende politische Führer hervorgebracht, angefangen von ihrem Gründer, dem Intellektuellen und Ex-Präsidenten Juan Bosch, über den Aktivisten Peña Gómez bis hin zum ehemaligen Präsidenten Hipólito Mejía. Nach der Präsidentschaft von Hipólito Mejía zwischen 2000 und 2004 verlor die Partei an Bedeutung und konnte keine Präsidentschaftswahl mehr für sich gewinnen.

- Partido Reformista Social Cristiano (PRSC)

Die PRSC gilt als christdemokratische Rechtspartei. Sie wurde 1964 von Dr. Joaquín Balaguer zusammen mit Unternehmern und Katholiken gegründet, um eine politische Stimme gegen die kommunistischen, sozialistischen und sozialdemokratischen Tendenzen im Land zu bilden. Von 1966 bis 1978 stellte die PRSC über drei Legislaturperioden mit Balaguer den Präsidenten des Landes. Balaguers charismatische Persönlichkeit dominierte die Politik in hohem Maße, was sich im Laufe der Zeit aber auch als verhängnisvoll für die Partei erwies. Bereits bei den Wahlen 1996 begann die PRSC ihre Vormachtstellung zu verlieren. Nach dem Tod ihres Gründers Balaguer im Jahr 2002 erlebte die Partei einen rapiden Niedergang und stellte seither keinen eigenen Präsidentschaftskandidaten mehr auf.