Sex und Rotlichtszene: DomRep - die Heimat der Scheinheiligkeit
Sosúa, 20.07.2017 – ein Beitrag von einem unserer Leser – 1526 mal gelesen
Eine Drohung kam ebenfalls aus Puerto Plata: In Sosúa solle nun endlich aufgeräumt werden. Prompt folgte eine Razzia bei der gleich mehrere einschlägige Lokale besucht wurden. Eine Bar hatte man offensichtlich ausgeguckt, sie wurde geschlossen. Man hatte hier eine nicht volljährige Prostituierte ergriffen. Die beiden Deutschen, die als Betreiber des Lokals gelten, wurden inhaftiert. Doch mehr als eine Vorführung beim Untersuchungsrichter gab es nicht. Eine geringfügige Kaution war zu entrichten. Der Vorwurf gegen die deutschen Staatsbürger: Förderung der Prostitution.

Doch am Ende ist es Schaumschlägerei. Nicht zuletzt der stellvertretende Bürgermeister von Sosúa betreibt ja Nachtlokale, wurde reich und bekannt durch den Aufbau von Discotheken und Nacht-Etablissements. So war man wohl eher in Sosúa aktiv, um der leidigen Konkurrenz eines auszuwischen. Langjährigen Landeskenner der Dominikanischen Republik, kennen diese Aktionen.
Egal ob im Umweltbereich oder bei der Prostitution, die Gerichtsbarkeit kennt ihre Pappenheimer. Doch wenn neue Ämter vergeben sind, Führungswechsel auf den Chefsesseln stattgefunden haben, dann ist nicht selten eine Aktivität zu verzeichnen. Auf einmal soll Recht und Ordnung herrschen. Dabei macht die Obrigkeit nur klar: schaut her, wir sind am Ruder, hier muss gezahlt werden. Denn eines ist klar: in Sosúa gibt es mehr als nur ein Lokal, wo „Auslösen“ für die Bedienungen gezahlt werden müssen. Oft bekommen die „Chicas“ nicht einen Centavo von dem Geld, was der Freier für Bier und Cocktails an den Barbetreiber zahlt.
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Wer aber hätte auch ernsthaft geglaubt, dass man gegen das Rotlichtgewerbe vorgehen will? Bisher haben alle Aktionen, egal wo, immer nur für Aufruhr gesorgt, für kurze Schieflagen, dann ging es weiter wie bisher.
Seit wie vielen Jahren soll etwa Boca Chica an der Südküste ein sauberer Ort werden? Nicht wegen der internationalen Touristen, vor allem wegen der dominikanischen Hauptstädter, die gern diese Bucht als Hausstrand von Santo Domingo sehen würden.
Doch eher verzieht sich die gute Gesellschaft an andere Strände und Boca Chica wird weiter als Ort für Sextourismus bekannt bleiben. Schlimmer noch, vor allem Kinderprostitution und die massive Einwanderung illegaler Prostituierter aus Haiti sorgen für weitere Konflikte. Denn eine haitianische „Straßenarbeiterin“ ist auch schnell und billig zu haben, zum Ärgernis der dominikanischen Kolleginnen, die ihre Preise hoch halten wollen.
Juristische Angriffe gegen das älteste Gewerbe der Welt werden sicher nicht aus den propagierten Gründen durchgeführt, eher aus einem anderen Zweck: das einträgliche Geschäft der Prostitution muss auch für das Land Geld einbringen. Anders kann man die momentane Lage nicht beurteilen. Das ach so furchtbare Geschäft blüht weiter. ..
